November 2023 | Zeitung der organisierten autonomie

Vom Pfeil zur Atombombe zur Weltzerstörung

Kriegerische Auseinandersetzungen sind keine Erfindungen imperialistischer Staaten aus neuzeitlicher Vergangenheit. So kann man heute noch im Tollenseetal Überreste aus einer kriegerischen Auseinandersetzung finden, die vor 3.000 Jahren geführt wurde. Heute werden Kriege allerdings nicht mehr mit Pfeil und Bogen oder Schwert geführt. Spätestens mit dem Einsatz von Kampfgasen im 1. und der Erfindung der Atombombe und dem direkten Einsatz seitens der USA auf Nagasaki und Hiroshima im 2. Weltkrieg, hat sich die militärische Kriegsführung im Hinblick auf unsere Welt, der Natur und das Klima verändert – immer stärker, weiter, härter. Heute bleiben als Überreste des Krieges nicht mehr nur menschliche sowie metallische Überreste und verbrannte Felder und Wälder zurück. Alleine die globale Logistik militärischer Kriegsgüter mit Flugzeug, Schiff und Bahn schmettert zig tausende Tonnen CO2 in die Luft und erhitzt das Klima.

Die Ukraine wird auch Europas Kornspeicher genannt, produziert ca. 60 Millionen Tonnen Getreide im Jahr. Der Boden ist einer der ertragreichsten der Welt. Doch seit über 2 Jahren wird eben dieser flächendeckend mit Minen übersät. Und diese lösen sich nach Beendigung des imperialistischen Krieges nicht von selbst auf, sondern machen das Feld unbestellbar und für die, die dort zukünftig trotzdem arbeiten müssen, zum tödlichen Arbeitsplatz.

Im Irakkrieg wurde Uranmunition als Kampfmittel Nummer 1 gegen Husseins Panzer angewandt. Trifft eine mit Uran angereicherte Rakete einen Panzer, durchdringt diese die Schicht und entlädt sich im Inneren bei 3.000-5.000 Grad. So schnell wie die Soldaten getötet werden, so schnell wird eben nicht nur der Panzer strahlenverseucht, sondern auch die gesamte Umgebung. Es entsteht ein feines Uranoxid-Aerosol mit Partikelgrößen im Nanobereich, das sich in der Umgebung niederschlägt und durch Wind übertragen wird. Kindersterblichkeit und Tumorbildung haben seit 2003 im Irak drastisch zugenommen.

Düstere Aussichten für die Kornkammer Europa übrigens, da die Ukraine eben auch mit Uranmunition schon von Großbritannien beliefert wird, bzw. von den USA versorgt werden soll und so auch dort die Umwelt, das Getreide und somit wahrscheinlich auch die produzierte Nahrung verseuchen wird.

Sollten Minen und Uranmunition nicht mehr ausreichen, um imperialistische Kriege zu gewinnen, steht als letztes Mittel der Wahl die Abschreckung durch die Atombombe. Sei es USA gegen Russland oder China, Pakistan und Indien usw.: sollte es irgend einer dieser imperialistischen Kräfte doch noch als letztes in den Fingern jucken, wären die Auswirkungen global und katastrophal. Ein Ende mit Schrecken für die Menschheit und unseren Planeten.

Die Kriege imperialistischer und kapitalistischer Staaten müssen sofort gestoppt werden, soll die Zerstörung unser aller Lebensgrundlage nicht noch schneller vonstattengehen. Soll der Boden, auf dem wir Menschen leben, nicht noch weiter verseucht und nicht mehr bearbeitbar sein; soll die Erde nicht unter einem Atomkrieg kollabieren; sollten wir es schaffen, Kriege zu überwinden, stehen die Chancen gut, dass die Menschheit auch in 3.000 Jahren noch existiert. Und Pfeil und Bogen neben Minen, Bomben und Gewehren als alte Relikte immer mal wieder ausgebuddelt werden und an dunkle Zeiten erinnern.

drucken | 29. November 2023 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

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