Ungebrochen Solidarisch! – Aufruf

Eine Hand könnt ihr brechen, aber unseren Widerstand nicht!

Kampagnenaufruf „Ungebrochen Solidarisch!“

Am 27.9.2025 schlugen Polizeibeamte des USK bei einer Demonstration mehrfach mit einem
Schlagstock auf unseren Genossen Daniel ein und zertrümmerten ihm dabei die Mittelhand. Er
beteiligte sich an den Protesten gegen „Gemeinsam für Deutschland“, einen faschistischen
Aufmarsch und wurde dabei Opfer der Gewaltexzesse der Staatsdiener. Doch es bleibt nicht dabei,
dass die Polizei einem Antifaschisten die Hand zerschmettert: Über 9 Monate später ist unser
Genosse nun angeklagt mit dem Vorwurf eines tätlichen Angriff auf Polizeibeamte. Das absurde: Es
geht dabei lediglich darum, dass sein Blut auf die gepanzerten Uniformen der Polizeibeamten
tropfte. Der §114 wurde erst vor wenigen Jahren eingeführt und wird dazu verwendet jeglichen
Schutz gegen Polizeigewalt in Angriffe umzumünzen.

Seit 1,5 Jahren erleben wir, wie die Faschos rund um das „Team Menschenrechte“ Woche für
Woche durch die Straßen Nürnbergs marschieren. Dabei wird der mickrige Haufen von rund 60
Personen Woche um Woche von einem riesigen Polizeiaufgebot begleitet. Die Uniformierten
haben dabei schon lange gezeigt, dass es ihnen nicht um die Wahrung des Versammlungsrechts
geht, sondern darum linke Strukturen und die antifaschistische Bewegung mit Repression zu
überziehen. Das zeigt sowohl das gewalttätige Vorgehen der Polizeikräfte gegen linke
Demonstrant:innen, als auch mehrere hundert Verfahren, die seit letztem Jahr eingeleitet wurden.
Die Spitze dieser Repressionen war einerseits das äußerst brutale Vorgehen der USK-Einheiten bei
den Aktionen am 27.9. bei denen eine Vielzahl von Personen verletzt wurden, darunter 4 schwer.

Andererseits blieb die Repression nicht auf der Straße stehen, sondern wurde durch 24
Hausdurchsuchungen am 11.3.2026 auch in unsere Wohnungen getragen. Auch bundesweit sehen
wir, wie die Repression immer weiter zunimmt, egal ob in direkter Form oder durch verschärfte
Versammlungs- und Polizeigesetze oder den Ausbau von (KI-)Überwachung durch Palantir.

Wir stehen solidarisch mit unserem Genossen Daniel und werden ihn in den kommenden Wochen
dabei Unterstützen das Gerichtsverfahren zu bewältigen und die Repressionen offensiv
zurückzuschlagen. Wir kämpfen weiter konsequent gegen Faschismus, Sozialabbau und
Militarisierung.

Egal ob Knüppel auf der Straße, Anzeige im Briefkasten, Hausdurchsuchung oder
vor Gericht: Der Repression gegen konsequenten Antifaschismus können wir nur gemeinsam
etwas entgegensetzen!

Wir sind alle Antifa! Wir sind alle ungebrochen solidarisch!