Die Buchvorstellung findet im Metroproletan, Archiv & Bibliothek (Eberhardshofstr. 11, Nbg.-Gostenhof) statt
Der vom Arbeitskreis Antimilitarismus herausgegebene Sammelband arbeitet
70 Jahre Bundeswehr kritisch auf. Die Beiträge zeichnen die Geschichte
der Wiederbewaffnung, den Aufbau einer Interventionsarmee und eine
Traditionspflege nach, die bis heute an Wehrmacht und Eisernes Kreuz
anschlussfähig bleibt. Neben der Analyse bestehender Verhältnisse stellt
sich der Band klar gegen Kriegsvorbereitung, Militarismus und Aufrüstung.
Antimilitaristische Positionen und praktische Interventionen werden als
konkrete politische Aufgaben einer zeitgemäßen Linken verstanden.
Die große Mobilisierung – Die Bundeswehr von der
Wiederbewaffnung bis zur Kriegstüchtigkeit
100 Mrd. Euro für die Modernisierung der Bundeswehr und Sicherung ihrer
Einsatzbereitschaft, 400 Mrd. Euro für die Erweiterung und Ergänzung
des 100-Mrd.-Euro-Aufrüstungspakets sowie zusätzlich 500 Mrd. Euro für
die systematische Einbindung ziviler (Infra-) Strukturen in militärische
Planungen. Der deutsche Staat setzt mit gigantischen Aufrüstungspaketen
auf Krieg. Während Sozialausgaben gekürzt, Löhne gedrückt und die
Regierung nach rechts rückt, erfährt die (Re-) Militarisierung Deutschlands
unter dem Schlagwort der „Zeitenwende” eine Dynamik, wie man sie seit
Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat.
Der vom Arbeitskreis Antimilitarismus herausgegebene Sammelband nimmt
diese Entwicklung zum Anlass, 70 Jahre Bundeswehr kritisch aufzuarbeiten.
Die Beiträge zeichnen die Geschichte der Wiederbewaffnung, den Aufbau
einer Interventionsarmee und eine Traditionspflege nach, die bis heute
an Wehrmacht und Eisernes Kreuz anschlussfähig bleibt. Analysiert
werden Auslandseinsätze vom Balkan über Afghanistan bis in den Sahel,
neue Großmachtambitionen im Rahmen von NATO-Strategien sowie die
wachsende Gefahr eskalierender Großkriege – von der NATO-Ostflanke bis in
den Indopazifik. Dabei wird der Mythos „humanitärer Einsätze“ hinterfragt
und die ideologische Mobilisierung bis hinein in Schule, Gesundheitswesen
und Zivilgesellschaft beleuchtet.
Neben der Analyse bestehender Verhältnisse stellt sich der Band klar gegen
Kriegsvorbereitung, Militarismus und Aufrüstung. Antimilitaristische
Positionen und praktische Interventionen werden als konkrete politische
Aufgaben einer zeitgemäßen Linken verstanden.
Im Rahmen der Veranstaltung werden Jakob Reimann und Daniel Frede,
die beide selbst Autoren des Bandes sind, zentrale Inhalte vorstellen und
die aktuelle Entwicklung der deutschen Militär- und
Sicherheitspolitik als Ausdruck imperialistischer Interessen
und kapitalistischer Herrschaft diskutieren. Anschließend
ist Raum für Fragen und gemeinsame Diskussion.


