Etwa 5.000 Menschen nehmen am revolutionären ersten Mai in Nürnberg teil!

An die 5.000 Personen nahmen in diesem Jahr am revolutionären ersten Mai in Nürnber teil. Damit beteiligten sich etwa dreimal mehr Menschen an der revolutionären Demo als an der sozialdemokratischen Demonstration des DGB.

Heute fanden auf der ganzen Welt Demonstrationen statt, um für die Interessen der Lohnabhängigen auf die Straße zu gehen. Auch in Nürnberg gab es – wie jedes Jahr – mehrere Demonstrationen. Die sozialdemokratische Demonstration des DGB startete um 10 Uhr vormittags. Daran beteiligten sich etwa 1.500 Personen.
An der revolutionären Demonstration, welche wie gewohnt die „organisierte autonomie Nürnberg“ ausgerichtet und mit einer Vielzahl von Bündnispartnern durchgeführt hatte, beteiligten sich an die 5.000 Personen. Damit über dreimal mehr Menschen, als an der Demonstration der Gewerkschaften.
Um 11:30 Uhr begann der Auftakt der revolutionären 1. Mai Demonstration. Hier sprachen etliche radikal linke Gruppen und Organisationen. Insbesondere den fortlaufenden Vorbereitungen der Bundesregierung Deutschland wieder zu einem auch militärisch ernst zu nehmenden Spieler zu machen wurden immer wieder deutliche Absagen erteilt. Vielfach wurde betont, dass in der Konkurrenz der kapitalistischen Nationalstaaten die Lohnabhängigen nichts zu gewinnen haben, sondern höchstens ihr Leben für den Kampf um Profite und Macht geben sollen, zumindest wenn es nach der Bundesregierung geht.
Demgegenüber betonten viele der Redner*innen, dass, wenn man endgültig Schluss machen will mit Krieg, Faschismus und Ausbeutung ein revolutionärer Umsturz der herrschenden Verhältnisse der einzige Weg ist, um das zu erreichen.
Etwa gegen 12:30 Uhr lief die Demonstration los. Der Frontblock wurde von Aktivist*innen der OA, RZN, AAK, KA, Prolos, Solid und noch etlichen weiteren Gruppen und Einzelpersonen aufgestelllt. Dem folgte der „Jugendblock“, welcher unter Anderem von Yuna, der „Rote Jugend Mittelfranken“ und der SDAJ ausgerichtet wurde. Danach kam der Kinderblock, welchen die Falken organisierten. Den Abschluss bildete ein Block mit thematischem Schwerpunkt auf Antirassismus, welchen die Migrantifa, Wut und Trotz sowie die interventionistische Linke Nürnberg gestaltete.
Während der kompletten Demonstration, die vom Plärrer über die Südstadt in die Innenstadt und schließlich zurück nach Gostenhof ging, wurden laute Parolen und kämpferische Lieder angestimmt. Neben der sozialen Frage waren auch hier die Ablehnung von Krieg und Militär besonders im Fokus.
Diese kämpferische Stimmung wurde immer wieder durch das Abbrennen von Rauch und Bengalos untermalt.
Zum Abschluss zog die Demo in Gostenhof ein. Gegen 14:30 kam man schließlich am Veit-Stoß-Park an, wo mit Ankunft der Demonstration das internationalistische Straßenfest begann. Dort erwartet die Teilnehmer*innen eine große Auswahl an politischen Ständen, verschiedenem Essen sowie musikalischem Live-Programm.
Auch in Stuttgart fand ab 13 Uhr eine revolutionäre Demonstration statt, an der sich die „organisierte autonomie Stuttgart“ sowie die „organisierte autonomie Schwäbisch Gmünd“ beteiligten.