Am Dienstag, den 24.03., besuchten mehrere Mitglieder des extrem rechten „Team Menschenrechte Nürnberg“ die Buchhandlung Jakob in der Nürnberger Innenstadt. Aufhänger war ein Plakat am Schaufenster, mit dem sich die Buchhandlung gegen die rechte Hetze der Montagsdemo positioniert. Die Montagsdemo lief schon oft direkt am Laden beim Hefnersplatz vorbei.
Ermuntert von einem Kulturstaatsminister, der alle Buchhandlungen vom Verfassungsschutz überprüfen und linke Buchhandlungen von Preisen ausschließen lässt, versuchen auch die Nürnberger Rechten gegen Buchhandlungen vorzugehen, die ihnen nicht in den rechten Kram passen.
So blieb es nicht dabei, dass sie sich über das Plakat beschwerten, sondern sie drohten der Buchhandlung mit einer Anzeige, sollte diese das Plakat nicht abnehmen. Diese Anzeige haben sie, nach ihrer eigenen Aussage, inzwischen gestellt.
Als ihre Einschüchterung nicht fruchtete, fingen sie an alle möglichen Bücher im Laden zu fotografieren. Diese Bilder nutzen sie in ihrer Propaganda als Beweis für „Hass & Hetze“. Ihr rechter Kulturkampf kommt also nicht ohne die Selbstinszenierung als Opfer aus.

Die Stadt Nürnberg und ihre Behörden tun bislang jedoch alles dafür, den Rechten ihre Inszenierungen zu ermöglichen. Die Polizei schlägt regelmäßig auf Gegendemonstrant*innen ein und das Ordnungsamt der Stadt Nürnberg überzieht den Protest mit hunderten Bußgeldern. Der Leiter des Ordnungsamtes, Olaf Kuch, ermöglicht der rechten Demo Kundgebungen in der Straße der Menschenrechte, wofür der Eingang zum Germanischen Nationalmuseum faktisch blockiert wurde. All das sorgt dafür dass sich die Rechten ermutigt fühlen selbst linke Buchläden ins Visier zu nehmen.
Wer sich dagegen stellt ist einzig der antifaschistische Gegenprotest. Am Montag gibt es die nächste Gelegenheit, die Solidarität mit der Buchhandlung Jakob in die Praxis umzusetzen, nämlich mit einer Teilnahme am Protest gegen das „Team Menschenrechte“.
Mit ihrem Versuch der Einschüchterung gegenüber der Buchhandlung Jakob sind die Rechten auf jeden Fall kläglich gescheitert. Das Plakat gegen die rechte Montagsdemo hängt weiterhin und zahlreiche Menschen haben sich mit der Buchhandlung bereits solidarisiert. Dies möchten auch wir hiermit tun.
In Solidarität mit der Buchhandlung Jakob.




