Robert ist tot – Im Gedenken an unseren Genossen.

Robert ist tot – Im Gedenken an unseren Genossen. Ein Nachruf der Ortsgruppe Nürnberg - Fürth - Erlangen auf einen aufrechter Kämpfer für ein gerechteres Morgen.

Schweren Herzens nehmen wir Abschied von einem langjährigen Aktiven.

Viele kannten unseren Genossen Robert Fechner, der jahrzehntelang in Nürnberg politisch aktiv war. In den letzten Jahren war es aufgrund gesundheitlicher Probleme ruhiger um ihn geworden, sein Engagement für eine bessere Welt konnte dies aber kaum bremsen. Anfang Januar ist er in einer Reha-Klinik im oberfränkischen Bad Staffelstein an einer Lungenentzündung verstorben.

In seinem bewegten Leben nahm Robert an zu vielen Projekten und Initiativen teil, um diese abschließend aufzählen zu können. Sein Leben lang unterstütze er die linke Bewegung in der Metropolregion nach Kräften. Eine seiner Stationen war die Rote Hilfe, der er als Aktiver viele Jahre angehörte und zu deren Urgesteinen er zählte. Bereits in den 1970er Jahren trat er nicht nur der KPD/ML bei, sondern baute auch die damals entstehende Rote Hilfe Deutschlands (RHD) in Nürnberg mit auf. Auch bei der späteren Neugründung unserer Ortsgruppe in den 1990er Jahren war er wieder vorne mit dabei. Für diese kümmerte er sich um die Finanzen, wenn er nicht gerade an einer politischen Aktion auf der Straße beteiligt war. Egal zu welchem Thema, mit Robert konnte man rechnen, sei es am Revolutionären 1. Mai oder bei Demos gegen Faschismus, Sozialabbau und Krieg. Wenig überraschend war er auch Delegierter der Ortsgruppe im lokalen Antifaschistischen Aktionsbündnis, dem er nach dem Ausscheiden aus der Aktivenarbeit erhalten blieb. Doch hatte er auch stets Energie für Kunst und Bildung übrig, weshalb er sich lange Jahre im hiesigen Kunstverein und im Kindermuseum engagierte.

Dieses Engagement musste Robert leider nach einem Oberschenkelhalsbruch reduzieren, dessen Folgen ihm immer größere Probleme bei Gehen oder Stehen bereiteten. Im vergangenen Jahr erlitt Robert einen Schlaganfall und später noch einmal eine Gehirnblutung, von der er sich nicht mehr erholen sollte. Die letzten Monate hat er im Beisein von Freunden und Familie in seinem Elternhaus verbracht, bevor er am 9. Januar dieses Jahres von uns ging.

Er berührte das Leben von Vielen und hinterlässt eine Lücke in unseren Reihen, die nicht geschlossen werden kann. Robert, wir werden Dich vermissen.

Deine Freund*innen und Genoss*innen der Roten Hilfe

 

P.S: Im Stadtteilladen Schwarze Katze (Untere Seitenstraße 1) gibt es bis zu Roberts Trauerfeier eine Andachtsecke. Dort können Erinnerungsstücke, Nachrufe oder andere Dinge abgelegt werden, die wir mit zur Trauerfeier nehmen. Gerne kann man uns deshalb auch eine Email schreiben. Bild Robert.