Subba Gostnhuuf zieht sein Cape an, setzt seine Maske auf und mischt sich in die Debatte ein, um den unerträglich unkritischen Äußerungen und Positionen zum Projekt „Superblocks Gostenhof“ etwas zu entgegnen.
Warum? Weil es erschreckend ist, mit welch billigen Mitteln und Argumenten manche sich einreden lassen, die Maßnahmen der Stadt, die auf Aufwertung, Verdrängung und Umgestaltung zum Nachteil von MieterInnen und ArbeiterInnen abzielen, seien irgendwie etwas Cooles oder Progressives.
Es ist fast schon lustig, zu sehen, wie die Propaganda der Verantwortlichen oftmals geschluckt und weiterverbreitet wird. Zum Beispiel die Lüge, „die Menschen in Gostenhof“ hätten zum Thema „Superblocks“ mitdiskutiert, mitentschieden oder seien überhaupt irgendwie für die arbeiterInnenfeindliche Gestaltung des Viertels.
Tatsächlich hat bisher kaum jemand im Viertel etwas von dieser von oben verordneten Beglückung überhaupt nur mitbekommen, die letztlich auch auf eine weitere Teutonisierung des Stadtteils hinausläuft – trotz aller aufgesetzten Bekenntnisse zu Buntheit und Diversität.
Gostenhof wird aber nicht den Liberalen überlassen werden; auch nicht denen, die sich aus irgendwelchen Gründen für progressiv halten.
Gostenhof ist immer noch proletarisch geprägt. Noch können es sich viele Lohnabhängige – mehr schlecht als recht – gerade noch leisten, die jetzt schon viel zu hohen Mieten zu zahlen. Ohne Gegenwehr werden jedoch immer mehr verdrängt werden. Gostenhof ist ein Ort zum Wohnen und Leben. Gostenhof ist keine Spielwiese für Liberale und niemandes Disneyland!
Weiterführende Infos
der OA zu den „Superblocks Gostenhof“
Gedanken zu den Superblocks und Gentrifizierung im zweiten Teil der Reihe „Mit Grünen reden“ beim Grossen Thier: Die Logik der Verdrängung


