Gerechtigkeit für Qabel – 2. Kundgebung in Nürnberg!

Do, 31.07.25, 18:30 Uhr, Jakobsplatz, Nürnberg

Qabel wurde am 4. März 2025 von der Nürnberger Polizei erschossen. Dass diese Taten System haben, zeigt der Fall von Lorenz, der vor kurzem von der Oldenburger Polizei getötet wurde. Zuletzt wuren auch in Stuttgart zwei Männer von deutschen Polizisten getötet. Das sind keine Einzelfälle, sondern Praxis einer rassistischen Behörde wie der Polizei.

Am 4. März 2025 wurde Qabel von der Nürnberger Polizei erschossen. Ohne dass er etwas getan hätte, wurde er in einem Moment der Ruhe und Sicherheit plötzlich aus dem Leben gerissen. Es waren zwei Schüsse, die mit zeitlichem Abstand abgegeben wurden, während Qabel, schwer verletzt, langsam zu Boden ging. Er war bereits im Sterben, als der Polizist ihn ein weiteres Mal traf.

Qabel war 38 Jahre alt und hinterlässt zwei Kinder im Alter von 16 und 19 Jahren. Der Verlust ist unvorstellbar – ein Vater, ein Sohn, ein Bruder, der plötzlich und auf unrechtmäßige Weise aus unserem Leben gerissen wurde. Qabel war eine von vielen geliebte und geschätzte Person. Qabel war ein engagierter Trainer im Kampfsport Wing Tsun. Er gab vielen Kindern und Jugendlichen Selbstvertrauen und ein neues Gefühl von Stärke. Seine Schützlinge und die gesamte Gemeinschaft trauern um ihn. Zahlreiche Kinder führten am Tag seiner Beisetzung eine Choreografie auf, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.
Rund 500 Menschen kamen am 11. März 2025 zusammen, um sich von Qabel zu verabschieden. Die Polizei kam in Qabels Wohnung, um einen Haftbefehl wegen Körperverletzung zu vollstrecken, der jedoch aus mehreren schwerwiegenden Gründen rechtswidrig war: insbesondere basierte er auf einer unbegründeten Annahme von Fluchtgefahr, bei der man heute eindeutig sagen kann, dass das ein vorgeschobener Grund war. Es ist nachweislich, dass die Polizei genau wusste, wo Qabel wohnt, somit gab es keinen Grund, ihn einfach mit zur Wache mitnehmen zu wollen.

Trotz dieser Unstimmigkeiten wurde Qabels Leben auf tragische Weise beendet. Bis heute weiß die Familie nicht, warum der Streifenbulle der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd in dieser Situation zur Waffe griff.

Wir möchten an dieser Stelle verdeutlichen: Diese Polizei tötet – ohne Rücksicht auf Verluste. Wir mussten von Lorenz aus Oldenburg erfahren, der von Polizist*innen erschossen wurde. Vor ihm erinnern wir uns an Mouhamed Dramé, Qosay K., Mohammad Z. oder Oury Jalloh.
Hier in Nürnberg möchten wir an der Gedenkkundgebung am 31.07.25 an Qabel erinnern, seine Geschichte aufleben lassen und die deutsche Polizei und Staatsanwaltschaft anklagen.
Qabels Tod reiht sich ein, in einer Vielzahl von Polizeimorden, für die es nie Konsequenzen
gab.

Deswegen klagen wir an, dass diese Morde aufhören müssen, es endlich für diese rassistischen Taten Konsequenzen geben muss und es zumindest ein Mindestmaß an Gerechtigkeit für Qabel gibt.
Sein Leben wurde beendet, weil Polizisten SO entschieden haben. Es reicht, dass wir immerzu von weiteren tragischen Vorfällen erfahren müssen, Medien daraus eine Gefährdungslage für die Polizei konstruieren und die Täter weiter auf freiem Fuß, in Sicherheit in ihrer Doppelhaushälfte leben, in ihren Fußballvereinen trainieren und ihre Kinder aufwachsen sehen können, während unsere Leute von selbigen hingerichtet werden. Es reicht!

 

KOMMT DESWEGEN ZU UNSERER KUNDGEBUNG AM
31. JULI 2025 UM 18:30 UHR ZUM JAKOBSPLATZ.
FÜR QABEL UND FÜR ALLE ANDEREN, DIE DURCH STAATLICHE GEWALT STARBEN. DENN UNSERE KONSEQUENZ BLEIBT WIDERSTAND!

 

// Die Familie von Qabel kämpft seit dem Mord für Gerechtigkeit und die Aufklärung seines Todes durch die Polizei. Gleichzeitig möchten sie seine Kinder unterstützen und ihnen helfen, ihre Ausbildung fortzusetzen, damit sie in seinem Sinne weiterwachsen konnen. Beides kostet Geld. Dafür hat die Familie ein Spendenkonto geschaffen. Das geht hier: https://www.gofundme.com/f/gerechtigkeit-fuer-qabel