Bilder und Bericht des 8. März Bündnis Nürnberg zum diesjährigen Frauenkampftag

3000 Menschen auf 8. März Demo! Hier ein paar Eindrücke von der Demo des 8. März Bündnis Nürnberg sowie ein kurzer Bericht.

Es war ein bewegtes Wochenende rund um den diesjährigen 8. März. Bereits am 7. März streikten etliche Beschäftigte aus den Sozial-und Gesundheitswesen, am Abend gingen etwa 1000 FLINTA* Personen im Rahmen der Vorabenddemo des revolutionär feministischen Kollektivs auf die Straße. Etwa 3000 Menschen folgten dann am internationalen Frauenkampftag selbst dem Aufruf des 8. März Bündnis Nürnberg. Die Demonstration konnte somit auch in diesem Jahr einen neuen Rekord verzeichnen. Unter dem Motto „Frauen kämpfen international gegen Faschismus, Krieg und Kapital“ nahmen sich die Teilnehmenden die Straßen Nürnbergs. Dass uns aus der Krise nur eines befreien kann – Aufstand/Widerstand/Revolution – spiegelte sich in eigentlich allen Redebeiträgen wieder. Auch thematisch waren diese sehr breit gefächert und haben antipatriarchale Kämpfe aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. Sei es die Situation von Frauen in den Kriegen dieser Welt, der Zusammenhang zwischen der ökonomischen Situation und der Frage nach Selbstbestimmung oder die Auswirkungen des Rechtsrucks auf Frauen und queere Menschen oder die spezifische Situation von behinderten Frauen. Traditionell spielt Internationalismus auf der Großdemo eine wichtige Rolle: seien es die Frauen Palästinas, Kurdistans, die Situation im Iran oder in Lateinamerika. Themen waren einerseits die Unterdrückung, die Morde, die Flucht, der Rassismus hier in Deutschland, aber auch die Kämpfe der Bewegungen. Immer wieder wurde die Relevanz von Frauen als handelnde Subjekte in den Kämpfen hervorgehoben und so der Objektivierung entgegengetreten. Alles in einem bewerten die Veranstalterinnen die Demo als großen Erfolg. Die gesellschaftlichen Verhältnisse spitzen sich zu und immer mehr Menschen erkennen

die Notwendigkeit, aufzustehen, sich zu positionieren und Widerstand gegen den patriarchal – kapitalistischen Normalzustand zu leisten. Die Perspektive einer Welt jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung wird für mehr und mehr Menschen zu einer echten Option. Und das ist in diesen Zeiten doch endlich mal eine gute Nachricht!