Alles für Alle! – Gemeinsam in die revolutionäre Offensive!

Revolutionäre 1. Mai Demonstration 2017
11:30 Uhr | Gostenhofer Hauptstraße / Bauerngasse

mai17Internationalistisches Straßenfest |  ab 14 Uhr | Müllnerstraße

mit FAT Tonies + Sans Frontiéres + Minipax + Harte Arbeit, karger Lohn und Austellungen, Infoständen, Essen & Trinken

Kapitalismus 2017. Ein schwachsinnigeres Wirtschaftssystem kann man sich fast nicht vorstellen. Die Menschheit produziert unfassbare Reichtümer, aber fast niemand kann zufrieden leben. Egal was technischer Fortschritt und Organisation der Produktion mittlerweile leisten: am Ende bleiben immer einige Wenige, die die Gewinne einfahren. Und der große Rest – der das ganze Leben lang rennt, konkurriert, Ellbogen ausfährt und nach dem individuellen Glück sucht?

Oder einfach Scheiße frisst? Mit Glück kannst du jeden Tag arbeiten, fressen, saufen, fernsehen, ab und zu Sex, ab und zu Kneipe, ab und zu neues IPhone. Irgendwann kommt die Frage: war‘s das? Herzlich willkommen in der Scheiße, Quarter-Mid-Postlifecrisis und Burnout und Stresssyndrom und Fuck.

Mit Pech hast du diese Probleme nicht mal. Jenseits der Mauern der Festung Europa, in den Wüsten der Welt, suchen die Menschen nach Trinkwasser statt individuellem Glück. In den Städten des globalen Südens sammeln die Menschen die Abfälle, die aus den kapitalistischen Zentren bei ihnen abgeladen werden zur Verwertung, und fressen die Lebensmittelreste, die hier nicht verkauft werden können. Abfälle aus Rohstoffen, die die jetzigen Müllsammler als Kinderarbeiter aus den Giftminen geholt haben. Und Reste, die zu scheiße sind, um sie hier zu verkaufen, aber gut genug, um die dortige Wirtschaft im Konkurrenzkampf um billigste Preise zu vernichten.

So scheiße der Kapitalismus ist, so alternativlos wird er von seinen VerteidigerInnen dargestellt.

Die Versorgung aller Menschen mit allem, was benötigt wird, ist heute ohne weiteres möglich. Gesundheit, Wasser, Nahrung, Wohnraum, Medikamente und alles was wir sonst brauchen, könnten allen Menschen zugänglich gemacht werden. Und dafür ist immer weniger menschliche Arbeit notwendig. Der technische Stand der Produktion – Maschinen, Roboter, vernetzte Daten- und Informationssysteme – ermöglicht bei minimalem Arbeitseinsatz maximale Produktion. Wenig Arbeit schafft immensen Reichtum. Reichtum, der das Potenzial für ein schönes Leben für alle hat. Soziale Gleichheit, und damit einhergehende Achtung aller, individuelle Erfüllung durch die eigene Tätigkeit und ein solidarisch menschlicher Umgang miteinander – auch das sind Dinge, die greifbar sind – weltweit. Aber statt weniger Arbeit bei höherem Einkommen, heißt es: weniger Lohn, mehr Arbeit, weniger soziale Sicherheit. Statt Wohnraum für alle heißt es: Mieterhöhung und Verdrängung. Statt solidarischem Arbeiten und Leben: Karriere, Ellbogen, Egoismus. Statt freiem Zugang zu Nahrungsmitteln: anstehen bei den Tafeln – oder verhungern, wenn du im falschen Land lebst. Statt Zugang zu medizinischer Versorgung: Klassenmedizin – oder flächendeckende Experimente an Menschen und Organhandel in den ärmsten Gegenden der Welt. Das Versprechen des Kapitalismus auf Wohlstand für alle war schon immer eine Lüge – mittlerweile ist es endgültig zur Farce geworden!mai_17_1

Wo ist der Reichtum, der uns allen jahrzehntelang global versprochen wurde? Wo ist das gute Leben für alle, das von den Werbetafeln und Werbeclips? Wo ist die soziale Sicherheit und Freiheit? Wo die Selbstbestimmung und Erfüllung? All das liegt in den Bunkern und auf den Bankkonten der Herrschenden. Der Widerspruch zwischen dem was geht (den Möglichkeiten, die der technische und organisatorische Stand der Produktion, kurz gesagt der Produktivkräfte, für alle hat), und dem was ist (den gesellschaftlichen Verhältnissen, unter denen wir gezwungen sind zu arbeiten und leben, kurz den Produktionsverhältnissen), wird immer größer – von alleine wird er sich aber nicht auflösen.

Der Sinn und Zweck des Wirtschaftens liegt im Kapitalismus nicht im Wohlergehen der Menschheit.

Es geht im Kern darum, einen möglichst hohen Wert aus der Ausbeutung der Arbeitskraft zu schöpfen, in Profit umzusetzen und als Kapital anzuhäufen. Die die Mittel zur Produktion besitzen – Kapital, Maschinen, Fabriken – machen Profit. Wer nichts hat außer seiner Arbeitskraft, geht arbeiten. Die Bedürfnisse der Menschen sind dabei scheißegal. Jahrzehntelange Lohnarbeit hilft bei der Suche nach der Erfüllung der Heilsversprechen des Kapitalismus ebenso wenig, wie den falschen Versprechen der Politik zu glauben oder der mai_17_3Leistungsmentalität irgendwelcher vermeintlicher Eliten hinterher zu rennen. Um die Enttäuschung und Wut darüber zu kanalisieren und die Gründe zu verschleiern, greifen die etablierten Parteien und Medien auf altbewährte ideologische Mittel zurück. Rassismus schafft einen äußeren Feind, der unseren „Reichtum“ und unsere „Sicherheit“ bedroht. Patriarchat, Homophobie und Sexismus spalten uns und sorgen gleichzeitig in kleinen harmonischen, bürgerlich-familiären Rückzugsräumen für Befriedung und Sicherheit. Antisemitismus und Verschwörungstheorien verlagern die Verantwortung auf eine unsichtbare, unangreifbare Macht, die hinter den Kulissen die Fäden zieht. Nationalismus und völkische Identität schweißen zusammen, was nicht zusammen gehört, und spalten diejenigen die gemeinsame Interessen zu erstreiten hätten.

Der rechte und reaktionäre Aufschwung, der die Unzufriedenheit der Menschen kanalisiert, dient vor allem der Sicherung bürgerlicher Herrschaft.

Die Priorität dieser Herrschaft ist es, die Bedingungen zur Anhäufung (Akkumulation) von Kapital global sicherzustellen. Ruhe im eigenen Land gehört dazu genauso, wie freie Handelswege, Zugriff auf Rohstoffe und die Erschließung neuer Märkte im Ausland. Um diese imperialistische Einflussübung zu legitimieren und so einen Vorteil im globalen Wettbewerb zu erreichen, braucht das Kapital eine ideologische Rechtfertigung. Nach den menschenverachtenden Kriegen in Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien usw. glaubt kein Mensch mehr das Märchen vom humanitären Krieg. Rassismus, Nationalismus und Propaganda à la Gauck und von der Leyhen sorgen heute dafür, dass die Interessen des Kapitals als die eigenen wahrgenommen werden, und schweißen so zusammen, was nicht mai_17_2zusammen gehört: AusbeuterInnen und Ausgebeutete. Und bringen sie als „Volk und Nation“ in Stellung gegen „die Anderen“, gegen die „unsere“ Interessen verteidigt werden müssen. So wird jede Grundlage von internationaler Solidarität und klassenbewusstem, grenzenlosem Handeln angegriffen. In der Konsequenz führt das zu Hass, Chauvinismus und Krieg. Die Interessen des Kapitals sind national und regional verschieden und werden von den Nationalstaaten vertreten und durchgesetzt. Und das vor allem gegen die Interessen anderer Staaten und Kapitalfraktionen. Die Mittel dazu sind Krieg, Ausplünderung, Embargos, Strukturanpassungen – und klassisch nationaler Protektionismus. Die Folge sind Tod, Hunger und bittere Armut.

Die Millionen Menschen, die dadurch zur Flucht gezwungen sind, werden in den imperialistischen Zentren wiederum in jeder erdenklichen Weise instrumentalisiert, um reaktionäre Ideologien anzuheizen. Neben Rassismus werden dabei vor allem Chauvinismus und Sexismus in die Köpfe der Menschen betoniert. Flüchtende Männer werden als Invasoren dargestellt, die die Rechte von Frauen mit Füßen treten, als kulturell festgelegte Grabscher und Vergewaltiger. Während in der BRD der größte Teil der Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe im direkten familiären Umfeld geschehen, gehen Männer in rassistisch-nationalistischer Manier auf die Straße oder ins Internet, um die Rechte „ihrer“ Frauen zu verteidigen. Der Staat verschärft Asylrecht und Überwachung – vor patriarchaler Gewalt und deren Auswirkungen werden Frauen unabhängig von ihrer Herkunft kaum geschützt, weder juristisch noch institutionell. Was übrig bleibt, sind chauvinistisch patriarchale Ideologie, Nationalismus und Rassismus.

Der deutsche Imperialismus hat sich in den vergangenen 15 Jahren seine Machtposition vor allem ökonomisch gesichert.

Der Abbau des Sozialstaats unter der rot-grünen Regierung seit 2003 (Agenda 2010), Leiharbeit und Werkverträge, Soloselbstständigkeit, Hartz IV, Ein-Euro-Jobs etc. ermöglichten es, die Lohnkosten in Deutschland drastisch zu senken. Die Produktion hat sich damit auf unser aller Rücken enorm verbilligt, der deutsche Exportüberschuss schnellte in Rekordhöhen. Mit dieser arbeiterInnen-feindlichen Politik hat sich Deutschland zu neuer Macht gebracht und diese gilt es jetzt auch militärisch zu sichern. Die Rechnung dafür tragen wir. Denn das Rezept ist global das gleiche: Lohnabhängige werden für die perfekte Verwertbarkeit in Armut und prekäre Lebensverhältnisse gezwungen. Zur Absicherung wird der repressive Staat aufgebaut und reaktionäre Propaganda geschürt. Und gilt es globale Interessen durchzusetzen, sterben auf den Schlachtfeldern sicher keine Vorstandsvorsitzenden.

Im Kielwasser des reaktionären Aufschwungs schwimmt der patriarchale Rollback – als weitere reale und ideologische Stütze der bestehenden Verhältnisse.

Im Kapitalismus ist es die klassische Rolle von Frauen, Reproduktionstätigkeiten ohne Bezahlung auszuführen, zu kochen, putzen, waschen, lieben, sorgen, pflegen. Gleichzeitig hat die Familie eine befriedende Funktion gegen die angestaute Wut und Verzweiflung – als Rückzugs- und Schutzraum, in dem die Welt angeblich noch heil und gesund ist. Durch die frauenfeindlichen Angriffe, die mit der Agenda 2010 einher gingen, wurden diese patriarchalen Strukturen in der BRD (neben Herdprämie und sonstigem reaktionären Scheiß) noch gestärkt: Ausweitung von Teilzeitbeschäftigung im Niedriglohnsektor, befristete Beschäftigungsverhältnisse, Zusammenstreichen staatlicher Leistungen auch für Kinder von Erwerbslosen. All das trifft Frauen besonders: Zwei Drittel der MinijobberInnen sind Frauen. In diesen Jobs werden die Hälfte der Arbeiterinnen für Mindestlohn ausgebeutet. Auch Positionen mit besseren Verdienstaussichten besetzen in der Regel Männer. So werden ökonomische Abhängigkeiten vom Mann geschaffen, wird die Frau auf ihre klassische Rolle festgelegt und die Familie gestärkt. Der patriarchale Rollback ist in der gesellschaftlichen Entwicklung nur logisch – ebenso wie seine ideologische Funktion zur Aufrechterhaltung des Kapitalismus.

Logisch sind auch die Konsequenzen aus der ideologischen Scheiße, die bürgerliche Parteien und Medien jahrelang über uns ausgekippt haben.

An der berechtigten Wut darüber, täglich verarscht zu werden, hat sich nichts geändert. Aber die Ideologie spielt ReaktionärInnen und FaschistInnen, die auf Alternative machen, in die Hände. Sie lenken die Wut in systemkonforme Bahnen – weg von den kapitalistischen Verhältnissen, weg von der sozialen Frage. Mit den so genannten rechtspopulistischen Parteien erlebt der Faschismus ein Comeback – ohne pseudosozialistische Anleihen. Die offen neoliberale Ideologie und die Bereitschaft zur repressiven Gewaltausübung, die Propaganda der Spaltung und Abschottung zur Selbstverteidigung des „Volkes“, die radikale Bekämpfung progressiver und freiheitlicher Ideen und Ideologien – all das gehört zum Programm. Auch wenn diese reaktionären Arschlöcher selbst keine Machtposition innehaben, dienen sie als Steigbügelhalter für die Verschärfung von Abschottung, Repression und Überwachung. Die AFD schreit los – und der ganze bürgerliche Parteienhaufen jeglicher Couleur schreit hinterher. Dienlicher zur Verschärfung der Wehrhaftigkeit des kapitalistischen Staates sind da fast nur noch terroristische Anschläge. Diese werden instrumentalisiert, um Nationalismus anzuheizen, Gesetze zu verschärfen, Überwachung und Repression auszubauen – und so zur Faschisierung des bürgerlichen Staates beizutragen. Der Faschismus ist die schärfste Form kapitalistischer Herrschaft – AFD & Co stehen zur Verteidigung dieser ebenso bereit, wie der restliche Haufen der bürgerlichen Parteien! Die Verteidigung des Status Quo und dieser bürgerlichen Parteien gegen den Rechtsrutsch stellt daher ebenso wenig eine Alternative dar, wie der Rechtsrutsch selbst.

Die herrschende Klasse sichert ihre Besitz- und Eigentumsverhältnisse. Und das muss sie auch! Denn was wäre logischer, als den Herrschenden ihre Herrschaft wegzunehmen?

Den Besitzenden ihren Besitz? Den Reichen ihren Reichtum? Und den Armen ihre Armut? Ins Wanken kommt das Herrschaftsgebäude überall dort, wo Menschen sich nicht in ihre ideologische Rolle zwingen lassen, sich wehren und eigene Kämpfe führen. Kämpfe, die die einzige Alternative zu Kapitalismus und Patriarchat aufzeigen.

Wenn die Menschen und ihre Hoffnungen von der Logik des Kapitals überrollt werden, dann gilt es genau dieser Logik einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Wo Löhne gekürzt und Arbeit verdichtet wird, streiken wir. Im Zweifel auch ohne die Gewerkschaftsführungen. Wo wir keine Chance auf Asyl und gesellschaftliche Teilhabe haben, erheben wir unsere Stimme, organisieren Märsche, bauen Zelte auf, wehren uns gegen Abschiebungen und treten sogar in den Hungerstreik. Wo es keinen Platz für Kollektivität und Solidarität gibt, bauen wir selbstverwaltete Räume auf und verteidigen diese. Wo Menschen in die Armut getrieben werden, vernetzen wir uns über betriebliche Grenzen hinweg, begleiten uns gegenseitig auf die Ämter und organisieren neue Formen sozialer Kämpfe – ohne StellvertreterInnenpolitik. Wo Mietpreise immer weiter in die Höhe steigen, Menschen gekündigt werden, ganze Viertel umstrukturiert, ausverkauft, gentrifiziert, luxussaniert werden, steigen wir aus der kapitalistischen Logik „Wohnraum für Geld“ aus, schließen uns zusammen, organisieren Demonstrationen, besetzen Häuser, wehren uns gemeinsam. Wo die Herrschenden sich treffen, z.B. beim G7/8/20 oder wie viele Arschgeigen sich halt grad aus welchem Anlass auch immer treffen,  wie dieses Jahr vom 05. bis 07. Juli zum G20 Gipfel in Hamburg, gehen wir auf die Straße und machen klar, dass ihre Herrschaft nicht ewig halten wird. Wo Menschen gezwungen sind zu fliehen, nehmen wir den Kampf gegen Fluchtursachen auf, benennen die Verantwortlichen und greifen sie offensiv an. Überall organisieren wir uns und unseren Widerstand. Und natürlich bekämpfen wir den Faschismus überall wo er sich zu erkennen gibt – auf der Straße, in den Köpfen, im Betrieb! Denn jeder unserer Kämpfe ist auch ein Kampf gegen falsche Ideologie. Ob um Wohnraum, um Bleiberecht und Anerkennung, ob um Beteiligung und Mitbestimmung oder um gerechte Löhne – jeder dieser Kämpfe ist ein Kampf gegen Faschismus und rechte Hetze!

Um im Kampf gegen das kapitalistische Unrechtsregime erfolgreich zu sein, brauchen wir vor allem eins: eine gemeinsame, schlagkräftige Linke, die sich nicht an Teilbereichskämpfen entlang organisiert und abkämpft, sondern entlang der gesellschaftlichen Verhältnisse!

Der herrschenden Klasse etwas entgegenzusetzen heißt, sich als Klasse der Ausgebeuteten und Unterdrückten zu organisieren und die Kämpfe gegen die Herrschenden zu verbinden. Es bedeutet, sich stark und solidarisch zu organisieren, unabhängig von Herkunft, Geschlechtern, Sexualität oder sonstigen Spaltungslinien, die der Kapitalismus in unsere Köpfe gepflanzt hat. Das bedeutet nicht, die Teilbereichskämpfe um Geschlechtergleichheit, gegen Rassismus und Faschismus, gegen Antisemitismus und soziale Ausgrenzung nicht zu führen. Im Gegenteil: es bedeutet, sie in die Mitte des gesellschaftlichen Kampfes um Bedürfnisbefriedung, Beteiligung, Selbstbestimmung und globale Solidarität aufzunehmen, statt sich am gesellschaftlichen Rand selbstzerstörerische Scharmützel zu liefern. Es geht um die fucking Bäckerei, scheiß auf Kuchenkrümel!

Die arbeitende Klasse hat weltweit ein gemeinsames Interesse: Ausbeutung und Unterdrückung im Namen der Profitwirtschaft zu überwinden und eine solidarisch arbeitende Gesellschaft aufzubauen, die der ganzen reaktionären Scheißideologie den Boden entzieht. Ohne Revolution wird es keine gerechte, freie Welt geben! Die Sehnsucht nach einer solchen geeinten und solidarischen Welt und die Sehnsucht nach einer schlagkräftigen und solidarischen Organisierung ist in weiten Teilen der revolutionären Linken deutlich zu spüren – und machen Hoffnung. Denn die Verschärfung der Verhältnisse, die politischen und wirtschaftlichen Erdbeben, sind Zeichen des Verfalls und Vorboten einer nachhaltigen und tiefgreifenden Umwälzung der Verhältnisse.
Die bestehende Machtordnung ist nachhaltig erschüttert, der Kapitalismus ist in Selbstverteidigungshaltung – was fehlt sind die AngreiferInnen, die das Feuer an die Lunte der inneren Widersprüche legen.
Noch.
Holen wir die Feuerzeuge raus!

Kampf den ProfiteurInnen und VerteidigerInnen der falschen Ordnung!
Kampf der neoliberalen Ideologie, die individuelle Möglichkeiten verspricht, aber uns nur spaltet! Kampf den HeuchlerInnen, den Sich-EinrichterInnen und den falschen Kollektiven! Für eine Welt, die ihre Möglichkeiten nutzt – Für die klassenlose Gesellschaft!
Heraus zum revolutionären 1. Mai, dem Kampftag aller Arbeiterinnen und Arbeiter! 

es rufen auf: AK Ohm gegen Rechts | Antifaschistisches Aktionsbündnis | Antifaschistische Linke Fürth | Antiimperialistische Initiative | Atif Nbg. | Arsch & Friedrich Kneipenkollektiv | AStA TH Nbg. GSO | Autonome Bande Memmingen | DKP | Feministische Perspektiven | Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter Union | Freidenker | Fürther Sozialforum | Initiative solidarischer ArbeiterInnen | Interventionistische Linke Nbg. | Junge Welt Leserinitiative | Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen | Kunstverein | MC Kuhle Wampe | Organisierte Autonomie | Pension Ost | Prolos | Revolutionär organisierte Jugendaktion | Solidarität International | [ ??solid] Nbg. | Sozialistische deutsche Arbeiterjugend | Wagenkommando mobile Architektur | Projekt 31

die Durchführung unterstützen: Bündnis „Fluchtursachen bekämpfen“ | Initiative Mietenwahnsinn stoppen | Rote Hilfe Nbg./Fü./Erl.

drucken | 20. April 2017 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Terminkalender

Freitag, 01.03.2024

Freitag, 1. März 2024: AAB-Solitresen zur Demo GET ORGANIZED! Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!

Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1, Nürnberg Geöffnet ab 19 Uhr, Vortrag 20 Uhr

Mobilisierungsveranstaltung mit Vortrag zur Demo am 2. März - 14 Uhr - Nelson-Mandela-Platz. Massenweise gehen Menschen gegen die AfD und den gesellschaftlichen Rechtsruck auf die Straße. Parteien und Mainstreammedien behaupten, die DemonstrantInnen würden Demokratie und die herrschenden Verhältnisse verteidigen. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass die AfD vom Staat des Kapitals lediglich in Reserve gehalten wird, um im Falle einer weiteren Zuspitzung der ökonomischen und sozialen Krise von der Leine gelassen zu werden. Bis dahin dürfen die etablierten Parteien die kapitalistische Agenda von gesellschaftlicher Faschisierung (inkl. §129-Verfahren gegen Nürnberger Antifas), Militarisierung, Aufrüstung, Krieg, rassistischer Abschottungspolitik und sozialem Kahlschlag umsetzen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Solitresens des Antifaschistischen Aktionsbündnisses statt. Alle Getränke kosten deshalb 1 Euro mehr. Der Erlös fließt in die antifaschistische Solidaritätsarbeit.
Samstag, 02.03.2024

GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!

Für den 2. März 2024 rufen linke und antifaschistische Gruppen aus dem Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen (darunter auch wir) zu einer Demonstration unter dem Motto: "GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!" auf. Sa., 2.3.2024, 14:00 Uhr | Nelson-Mandela-Platz (das ist hinter dem Hauptbahnhof) | Nürnberg Achtet auf Ankündigungen hier, da sich an den Daten oben noch etwas ändern kann. AUFRUF zur Demonstration: Anfang Januar enthüllte die Rechercheplattform Correctiv ein Treffen von Werteunion, Großindustriellen, AfD und Neonazis. Bei diesem Treffen wurden massenhaft Deportationen von Menschen aus Deutschland geplant. Seitdem gehen deutschlandweit Millionen auf die Straße. Endlich gibt es wieder große Proteste gegen Rechts!Und trotzdem können wir es nicht dabei belassen, ab und an gegen Nazis auf die Straße zu gehen. In einer Gesellschaft, in der rassistische und antisemitische Angriffe Alltag sind, reicht es nicht, einmal auf eine Großdemonstration zu gehen: Während wir die Deportationsphantasien der AfD kritisieren, werden Menschen aus Europa abgeschoben oder sterben gar an den Außengrenzen. Auch bei Hetze und Kürzungen gegen Erwerbslose und ärmere Menschen steht die Regierung der AfD kaum nach. Jeden Tag werden Menschen aus ihren Wohnungen geworfen, weil sie sich die Miete nicht leisten können. All das ist für viele von uns bittere Realität. All das macht uns traurig, ohnmächtig und wütend. All das passiert in einer gesellschaftlichen Stimmung, in der Antifaschismus kriminalisiert und linke Proteste angegriffen werden. Die Holocaust-Überlebende Esther Bejerano sagte bereits: „Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen“, und sie hatte recht.Während Nazis auf der Straße Brandanschläge begehen und queere Jugendliche verprügeln, setzen Parlament und Regierung extrem rechte Forderungen um. Doch was tun deutsche Behörden? Sie stecken ihre Energie in den Kampf gegen linke Bewegungen. Ein lokales Beispiel sind die Razzien in Nürnberg im vergangenen Oktober: Wegen ein paar angeblicher Graffittis wurden die Wohnungen von sechs jungen Menschen durchsucht und ein Ermittlungsverfahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung eröffnet. Vorgeworfen wird ihnen unter anderem die „Verherrlichung der Antifa“. Es bleibt an uns, all dem etwas entgegenzusetzen! Lassen wir der AfD und anderen Rechten keine Ruhe, keinen Sitz im Parlament und keinen Fußbreit auf der Straße! Treten wir der Unterdrückung und Ausbeutung in dieser Gesellschaft gemeinsam entgegen – Auf allen Ebenen und mit allen Mitteln. Gemeinsam als von Rassismus Betroffene, als Queers, als Juden*Jüdinnen, als Antifaschist*innen und viele mehr. Nur gemeinsam können wir einen Umgang mit all der Trauer, der Ohnmacht und der Wut finden.Lasst uns füreinander einstehen und uns gegenseitig unterstützen. Lasst uns nicht zuschauen, wenn unsere Nachbar*innen aus ihren Wohnungen geworfen oder abgeschoben werden. Lasst uns Schluss machen mit der Vereinzelung und uns zusammenschließen. Lasst uns Räume für Solidarität und Freundi*nnenschaft schaffen und die klassenlose Gesellschaft als Antwort auf Rechtsruck, Ausbeutung und Unterdrückung aufbauen. Lasst uns nicht aufhören zu kämpfen: Für eine Welt, in der wir alle ohne Angst leben können!Kommt am 02. März mit uns auf die Straße! Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung! – Für die befreite Gesellschaft!
Samstag, 02.03.2024

Isa-Kneipe mit dem Film "Lip oder die Macht der Phantasie"

Im Rahmen unserer Isa-Kneipe im Vorfeld des Internationalen Frauenkampftags 2024 sehen wir uns gemeinsam einen Fim an von Chris Marker über den Kampf bei der französischen Uhrenfabrik LIP. Dieser Kampf spielt eine wichtige Rolle im Gedächtnis der französischen Lohnabhängigen. Die Frauen standen hier wie so oft, wenn es ernst wird, in vorderster Reihe. Die dokumentarische Film vermittelt die erregende Atmosphäre, die entstehen kann, wenn Utopien greifbar werden.
Stadtteilladen Schwarze Katze Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 19-20 Uhr: Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht ab 20 Uhr: ISA-Kneipe
Die Handlung: "Seit Mitte April 1973 bedrohen Massenentlassungen die Lip-Belegschaft, es kommt zu ersten Demonstrationen. Als am 12. Juni verkündet wird, es gebe keinen Lohn mehr, kommt es zum Bossnapping und zum ersten Einsatz der Sicherheitskräfte - und es kommt zur Beschlagnahme des Uhrenlagers durch die Belegschaft. Auf die riesige Demonstration am 15. Juni folgt am 18. Juni die Besetzung der Fabrik: die Produktion in Eigenregie beginnt. Am 14. August wird die Besetzung von der Polizei gewaltsam beendet, der Kampf ist damit aber noch lange nicht vorbei...
Freitag, 08.03.2024

Frauen kämpfen international gegen Krise, Krieg und Kapital! - Raus zum 8.März!

8.März Demo || Internationaler Frauenkampftag || 17:00 Uhr || Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt || 16:30 Uhr || Jamnitzer Platz, Gostenhof
Auf die eine oder andere Art kennen wir es doch alle: wir kochen, putzen, waschen die Wäsche und gehen einkaufen. Wir gießen die Blumen und räumen die Spülmaschine im Büro aus. Wir erziehen die Kinder, bringen sie zum Sport oder zu Freund*innen und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Wir pflegen die Eltern oder andere Angehörige und helfen dort im Haushalt. Wir denken über die Geschenke von Bekannten und Verwandten nach und planen den nächsten Ausflug für die Familie oder Freund*innen und und und.
Und das alles meist zusätzlich zu einem Job, zu den Sorgen über immer teureren Wohnraum, mehr Lebenshaltungskosten, wieder steigende Strom- und Heizungskosten und mehr.
Wenn wir mal durchatmen können, stellt sich die Frage: Wo bleibt da eigentlich noch Zeit für mehr? Wie sollen Bildung, Engagement und Hobbies neben Care-Arbeit und Mental Load noch Platz haben?
Dies geht eigentlich nur, wenn einem jemand den Rücken freihält. Aus unseren Erfahrungen, aber auch statistisch gesehen, sind die, die diese Arbeiten ausführen zum überwiegenden Teil immer noch Frauen. In mehr als 2/3 der Familien werden sie allein von Frauen übernommen und in nur etwa 5% der Haushalte kümmert sich der Mann zum überwiegenden Teil.
Deshalb stellt sich uns die Frage: Wie können wir unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft und die Politik verändern, dass eine gleiche Aufteilung der Erziehungs- und Pflegearbeit möglich wird? Damit wir alle Zeit haben und trotzdem die Kinder nicht verhungern, die Oma versorgt und das Zuhause kein Saustall ist.
Hinzu kommt, dass wir in einer Zeit leben, in der vieles im Umbruch ist.Kriege treten vor unsere Haustür und bringen neben menschlichem Leid auch Tod, eine Energie- und Wirtschaftskrise folgt nach der anderen. Rechte Akteure, wie jüngst mal wieder an der AfD zu sehen ist, versuchen einen Rollback in vergangene vermeintlich „gute alte Zeiten“ und schüren Hass, Rassismus und engstirniges Denken. Gerade haben wir die Corona-Pandemie überstanden, die uns Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zurück an den Herd katapultierte und die Gewalt in Familien explodieren ließ und nun heißt es wieder einmal den Gürtel enger schnallen. Für „Sozialklimbim“ sei laut dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler kein Platz. Was das für uns in der Konsequenz heißt: ein Sparzwang, der eine der größten Kürzungen im sozialen Bereich seit den 1990er Jahren mitbringt.
Es werden massiv Mittel im Sozialhaushalt gekürzt und die schlechtere Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen imSozial-, Pflege- und Erziehungsbereich wird weitergehen. Es wird bei denen gespart, die sowieso nicht viel haben und weiter von unten nach oben verteilt. Als Beispiel sei hier die Kindergrundsicherung genannt, die alle Leistungen für armutsgefährdete Kinder in einer Stelle vereinen sollte und nun nur noch mit einem Rest-Budget von 2,4 statt 12 Mrd € eingeführt wird, sowie für Alleinerziehende weniger Unterstützung bedeuten kann. Einen Kindergartenplatz zu erhalten ist trotz gesetzlichem Anspruch immer noch Glücksache und eine gute Schulbildung oder ein Studium können sich nur die leisten, die viel Kohle haben; wird der Bildungsbereich doch seit vielen Jahren ebenfalls kaputtgespart.
Durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen sind vor allem Frauen dazu gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten und prekäre Arbeitsplätze anzunehmen. Ganz zu schweigen von einer immer noch vorhandenen ungleichen Bezahlung zu den männlichen Kollegen, lag doch der sog. Gender Pay Gap im letzten Jahr im Südwesten immer noch bei 22%. Gerade für Alleinerziehende bedeutet dies eine Spirale, die überproportional oft für Frauen in der Altersarmut endet oder sie dazu drängt in Familienstrukturen zu bleiben und vermehrt Abhängigkeiten fördert. Zudem reicht der Lohn einer Arbeitsstelle für Alleinerziehende oder Alleinstehende oft gerade so zum Überleben, große Sprünge oder unvorhergesehene Ausgaben sind nicht möglich. Viele müssen sich mit einem Nebenjob oder zwei Arbeitsstellen über Wasser halten. Frauen werden durch gesetzliche Regelungen, wie das Ehegattensplitting, in traditionelle Familienmodelle gedrängt oder dort festgehalten. Sie erleben eine Verdichtung der Arbeit durch einen Job und die zusätzlich hauptsächlich durch sie zu verrichtende Haus- und Care-Arbeit. 
Wie kommen wir heraus aus solchen Teufelskreisen? Von Ratgebern oder in klugen Sprüchen hören wir dann oft, du musst nur an dir arbeiten und dich verändern, noch flexibler werden, mehr Yoga als Ausgleich machen oder dir einen reiche(re)n Partner suchen. Doch alles „Selfcare“ dieser Welt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in einer Gesellschaft und in einem Staat leben, der die ökonomischen Interessen über die der Menschen stellt. Uns wird immer wieder gesagt, dass wir in einem Sozialstaat leben und es uns doch gut geht. Doch da wo Menschen in Zahlen berechnet werden und der Aufwand, den „es lohnt“ in einen Menschen zu stecken, ebenfalls kalkuliert wird, da ist von Sozial im Staat nicht viel übrig, sondern die wirtschaftlichen Interessen und Ausbeutung durch Arbeit dominieren. Ist das das gute Leben nach dem wir alle streben? Muss unsere Gesellschaft nicht eigentlich genau anders herum funktionieren, indem der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt wird? Doch das wird es im Kapitalismus nicht geben. 
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht 100 Mrd€ in die Rüstung und das Militär gesteckt und damit Kriege gefördert werden, die uns und unseren Planeten zerstören.Wir müssen selbst kämpfen, z.B. für ein gut funktionierendes Bildungssystem mit einer geschlechtergerechten Erziehung oder für kostenlose Kinderbetreuung, die kollektiv organisiert wird und nicht als profitorientiertes Unternehmen. Oder auch für Wohnungen, die wir uns noch leisten können und für ein Stadtviertel, das an den Bedürfnissen der sie Bewohnenden orientiert ist und nicht nur öffentlichen Raum kennt, der kommerziell genutzt wird. Einen öffentlichen Raum, der für alle zugänglich ist und nicht von Frauen mit einem Pfefferspray zur Verteidigung in der Tasche durchquert wird.
Diese Aufzählung ließe sich noch lange weiterführen und kann doch noch nicht abschließend beendet werden. Denn wir sind es, die diese Gesellschaft gemeinsam verändern können, es wird kein Retter kommen, der für uns die patriarchalen Strukturen abschafft. Deshalb lasst uns zusammenkommen, diskutieren, die Vereinzelung unserer Gesellschaft durchbrechen, uns als Frauen solidarisch zusammenschließen und Ideen für die dringend notwendige Veränderung unserer Gesellschaft, des kapitalistischen Wirtschaftssystems und unseres Miteinanders zusammen ausgestalten. Gemeinsam als Frauen unserer Klasse wollen wir die Vorstellung eines guten Lebens für uns alle entwerfen, an vorhandenen Ideen anknüpfen und diese weiterentwickeln. Z.B. wie (un)bezahlte Care-Arbeit verkollektiviert werden kann, also wie Kindererziehung außerhalb der Kleinfamilie im Haus, in der Straße oder im Viertel organisiert werden kann oder wir mit gemeinsamen Versorgungseinrichtungen, wie einer Stadtteilmensa,die Haus-Arbeit gleichberechtigt auf mehrere Schultern verteilen. Wie wir Kämpfe um unsere Zeit lostreten und weiterentwickeln können, damit neben Arbeit und Haushalt noch Luft für Bildung, Kultur und soziales/politisches Engagement bleibt. Oder wie wir z.B. durch Streiks oder öffentliche Lohnlisten dem Gender Pay Gap und niedriger Bezahlung in sog. weiblich konnotierten Berufssparten entgegenwirken können und vieles mehr. Lasst uns das zusammen angehen!
Lasst uns die Unzumutbarkeiten nicht länger schweigend und unwidersprochen hinnehmen. Kommt zur Kundgebung am 8. März am Plärrer und lasst uns gemeinsam bei Veranstaltungen Ideen entwickeln wie wir vorankommen. Denn wir wollen ein Leben, in dem wir nicht bestimmte Rollen aufgrund unseres Geschlechtes erfüllen müssen, in dem wir nicht nach unserem Aussehen oder unserer Herkunft beurteilt werden, in dem es keine soziale Ungleichheit gibt, wir den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen teilen und ein solidarisches Miteinander leben. 
Lasst uns am 8. März und darüber hinaus ein starkes und kämpferisches Zeichen setzen für eine Welt jenseits von kapitalistischer Ausbeutung und patriarchaler Unterdrückung!
Demonstration am 8.März um 17 Uhr Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt um 16.30 am Jamnitzer Platz
Freitag, 08.03.2024

Frauen kämpfen international gegen Krise, Krieg und Kapital! - Raus zum 8.März!

8.März Demo || Internationaler Frauenkampftag || 17:00 Uhr || Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt || 16:30 Uhr || Jamnitzer Platz, Gostenhof
Auf die eine oder andere Art kennen wir es doch alle: wir kochen, putzen, waschen die Wäsche und gehen einkaufen. Wir gießen die Blumen und räumen die Spülmaschine im Büro aus. Wir erziehen die Kinder, bringen sie zum Sport oder zu Freund*innen und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Wir pflegen die Eltern oder andere Angehörige und helfen dort im Haushalt. Wir denken über die Geschenke von Bekannten und Verwandten nach und planen den nächsten Ausflug für die Familie oder Freund*innen und und und.
Und das alles meist zusätzlich zu einem Job, zu den Sorgen über immer teureren Wohnraum, mehr Lebenshaltungskosten, wieder steigende Strom- und Heizungskosten und mehr.
Wenn wir mal durchatmen können, stellt sich die Frage: Wo bleibt da eigentlich noch Zeit für mehr? Wie sollen Bildung, Engagement und Hobbies neben Care-Arbeit und Mental Load noch Platz haben?
Dies geht eigentlich nur, wenn einem jemand den Rücken freihält. Aus unseren Erfahrungen, aber auch statistisch gesehen, sind die, die diese Arbeiten ausführen zum überwiegenden Teil immer noch Frauen. In mehr als 2/3 der Familien werden sie allein von Frauen übernommen und in nur etwa 5% der Haushalte kümmert sich der Mann zum überwiegenden Teil.
Deshalb stellt sich uns die Frage: Wie können wir unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft und die Politik verändern, dass eine gleiche Aufteilung der Erziehungs- und Pflegearbeit möglich wird? Damit wir alle Zeit haben und trotzdem die Kinder nicht verhungern, die Oma versorgt und das Zuhause kein Saustall ist.
Hinzu kommt, dass wir in einer Zeit leben, in der vieles im Umbruch ist.Kriege treten vor unsere Haustür und bringen neben menschlichem Leid auch Tod, eine Energie- und Wirtschaftskrise folgt nach der anderen. Rechte Akteure, wie jüngst mal wieder an der AfD zu sehen ist, versuchen einen Rollback in vergangene vermeintlich „gute alte Zeiten“ und schüren Hass, Rassismus und engstirniges Denken. Gerade haben wir die Corona-Pandemie überstanden, die uns Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zurück an den Herd katapultierte und die Gewalt in Familien explodieren ließ und nun heißt es wieder einmal den Gürtel enger schnallen. Für „Sozialklimbim“ sei laut dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler kein Platz. Was das für uns in der Konsequenz heißt: ein Sparzwang, der eine der größten Kürzungen im sozialen Bereich seit den 1990er Jahren mitbringt.
Es werden massiv Mittel im Sozialhaushalt gekürzt und die schlechtere Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen imSozial-, Pflege- und Erziehungsbereich wird weitergehen. Es wird bei denen gespart, die sowieso nicht viel haben und weiter von unten nach oben verteilt. Als Beispiel sei hier die Kindergrundsicherung genannt, die alle Leistungen für armutsgefährdete Kinder in einer Stelle vereinen sollte und nun nur noch mit einem Rest-Budget von 2,4 statt 12 Mrd € eingeführt wird, sowie für Alleinerziehende weniger Unterstützung bedeuten kann. Einen Kindergartenplatz zu erhalten ist trotz gesetzlichem Anspruch immer noch Glücksache und eine gute Schulbildung oder ein Studium können sich nur die leisten, die viel Kohle haben; wird der Bildungsbereich doch seit vielen Jahren ebenfalls kaputtgespart.
Durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen sind vor allem Frauen dazu gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten und prekäre Arbeitsplätze anzunehmen. Ganz zu schweigen von einer immer noch vorhandenen ungleichen Bezahlung zu den männlichen Kollegen, lag doch der sog. Gender Pay Gap im letzten Jahr im Südwesten immer noch bei 22%. Gerade für Alleinerziehende bedeutet dies eine Spirale, die überproportional oft für Frauen in der Altersarmut endet oder sie dazu drängt in Familienstrukturen zu bleiben und vermehrt Abhängigkeiten fördert. Zudem reicht der Lohn einer Arbeitsstelle für Alleinerziehende oder Alleinstehende oft gerade so zum Überleben, große Sprünge oder unvorhergesehene Ausgaben sind nicht möglich. Viele müssen sich mit einem Nebenjob oder zwei Arbeitsstellen über Wasser halten. Frauen werden durch gesetzliche Regelungen, wie das Ehegattensplitting, in traditionelle Familienmodelle gedrängt oder dort festgehalten. Sie erleben eine Verdichtung der Arbeit durch einen Job und die zusätzlich hauptsächlich durch sie zu verrichtende Haus- und Care-Arbeit. 
Wie kommen wir heraus aus solchen Teufelskreisen? Von Ratgebern oder in klugen Sprüchen hören wir dann oft, du musst nur an dir arbeiten und dich verändern, noch flexibler werden, mehr Yoga als Ausgleich machen oder dir einen reiche(re)n Partner suchen. Doch alles „Selfcare“ dieser Welt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in einer Gesellschaft und in einem Staat leben, der die ökonomischen Interessen über die der Menschen stellt. Uns wird immer wieder gesagt, dass wir in einem Sozialstaat leben und es uns doch gut geht. Doch da wo Menschen in Zahlen berechnet werden und der Aufwand, den „es lohnt“ in einen Menschen zu stecken, ebenfalls kalkuliert wird, da ist von Sozial im Staat nicht viel übrig, sondern die wirtschaftlichen Interessen und Ausbeutung durch Arbeit dominieren. Ist das das gute Leben nach dem wir alle streben? Muss unsere Gesellschaft nicht eigentlich genau anders herum funktionieren, indem der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt wird? Doch das wird es im Kapitalismus nicht geben. 
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht 100 Mrd€ in die Rüstung und das Militär gesteckt und damit Kriege gefördert werden, die uns und unseren Planeten zerstören.Wir müssen selbst kämpfen, z.B. für ein gut funktionierendes Bildungssystem mit einer geschlechtergerechten Erziehung oder für kostenlose Kinderbetreuung, die kollektiv organisiert wird und nicht als profitorientiertes Unternehmen. Oder auch für Wohnungen, die wir uns noch leisten können und für ein Stadtviertel, das an den Bedürfnissen der sie Bewohnenden orientiert ist und nicht nur öffentlichen Raum kennt, der kommerziell genutzt wird. Einen öffentlichen Raum, der für alle zugänglich ist und nicht von Frauen mit einem Pfefferspray zur Verteidigung in der Tasche durchquert wird.
Diese Aufzählung ließe sich noch lange weiterführen und kann doch noch nicht abschließend beendet werden. Denn wir sind es, die diese Gesellschaft gemeinsam verändern können, es wird kein Retter kommen, der für uns die patriarchalen Strukturen abschafft. Deshalb lasst uns zusammenkommen, diskutieren, die Vereinzelung unserer Gesellschaft durchbrechen, uns als Frauen solidarisch zusammenschließen und Ideen für die dringend notwendige Veränderung unserer Gesellschaft, des kapitalistischen Wirtschaftssystems und unseres Miteinanders zusammen ausgestalten. Gemeinsam als Frauen unserer Klasse wollen wir die Vorstellung eines guten Lebens für uns alle entwerfen, an vorhandenen Ideen anknüpfen und diese weiterentwickeln. Z.B. wie (un)bezahlte Care-Arbeit verkollektiviert werden kann, also wie Kindererziehung außerhalb der Kleinfamilie im Haus, in der Straße oder im Viertel organisiert werden kann oder wir mit gemeinsamen Versorgungseinrichtungen, wie einer Stadtteilmensa,die Haus-Arbeit gleichberechtigt auf mehrere Schultern verteilen. Wie wir Kämpfe um unsere Zeit lostreten und weiterentwickeln können, damit neben Arbeit und Haushalt noch Luft für Bildung, Kultur und soziales/politisches Engagement bleibt. Oder wie wir z.B. durch Streiks oder öffentliche Lohnlisten dem Gender Pay Gap und niedriger Bezahlung in sog. weiblich konnotierten Berufssparten entgegenwirken können und vieles mehr. Lasst uns das zusammen angehen!
Lasst uns die Unzumutbarkeiten nicht länger schweigend und unwidersprochen hinnehmen. Kommt zur Kundgebung am 8. März am Plärrer und lasst uns gemeinsam bei Veranstaltungen Ideen entwickeln wie wir vorankommen. Denn wir wollen ein Leben, in dem wir nicht bestimmte Rollen aufgrund unseres Geschlechtes erfüllen müssen, in dem wir nicht nach unserem Aussehen oder unserer Herkunft beurteilt werden, in dem es keine soziale Ungleichheit gibt, wir den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen teilen und ein solidarisches Miteinander leben. 
Lasst uns am 8. März und darüber hinaus ein starkes und kämpferisches Zeichen setzen für eine Welt jenseits von kapitalistischer Ausbeutung und patriarchaler Unterdrückung!
Demonstration am 8.März um 17 Uhr Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt um 16.30 am Jamnitzer Platz
Samstag, 09.03.2024

Grundlagenvortrag Kritik am liberalen Feminismus am 9.03.24 um 18:00 Uhr Youth Connect Öffnung der RZN

  Wir laden euch herzlich zu unserer Youth Connect Öffnung in die Schwarze Katze ein. Anlässlich des internationalen Frauenkampftags hören wir gemeinsam einen Vortrag zur Kritik des liberalen Feminismus und wieso wir die lohnabhängige Klasse für zentral im Kampf gegen das Patriarchat betrachten. Im Anschluss ist Raum für Diskussion. Kommt gerne vorbei und lernt uns kennen. Für Essen uns Getränke ist gesorgt.   Geöffnet ab 18:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze, untere Seitenstraße 1, 90429 Nürnberg
Freitag, 15.03.2024

Antifa-Aktionskneipe im März

Freitag, 15.3. | Stadtteilladen Schwarze Katze (untere Seitenstrasse 1, NBG) | Workshop 20:00 Uhr | Offenes Antifatreffen 19:00 Uhr

Diskussionsworkshop zu Feminismus aus materialistischer Perspektive
Der inhaltliche Part des Abends beginnt um 20:00 Uhr mit dem kurzen Versuch von einer materialistische Perspektive auf das Thema Feminismus zu blicken. Darauf aufbauend wollen wir uns während einer Workshopphase in Kleingruppen z.B. mit den Themen Reproduktionsarbeit, Hass auf queere Menschen, oder Rollenzuschreibungen die die Zweigeschlechtlichkeit mit sich bringt, auseinandersetzen.
Schon um 19:00 Uhr beginnt der Abend mit dem offenen Antifatreffen. Wenn ihr antifaschistisch aktiv werden wollt, könnt ihr hier einen ersten Eindruck von unserer Arbeit bekommen und mitmachen.
Für Essen und Trinken gegen eine Spende ist wie immer gesorgt!
+++ AM 8.MÄRZ AUF DIE STRASSE! +++
Infos über die Antifa-Aktionskneipe Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Mobivideo zum 8.März ’23 / Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus.
Montag, 18.03.2024

Raus zum Tag der politischen Gefangenen!

Der weltweite Kampf der kapitalistischen Staaten um Absatzmärkte, Einflusszonen und Investitionsmöglichkeiten wird schärfer und es entstehen im Zuge dessen schon länger immer offenere Konflikte, die immer mehr Eskalationspotential bieten. Unzweifelhaft dämmert die Neuaufteilung der Welt. Der von der NATO angeheizte und von der Russischen Föderation zum militärischen Gefecht eskalierte Konflikt um die Ukraine ist dabei nur ein Beispiel. Weitere sind das Ringen der USA und China um Taiwan, wie auch Versuche verschiedener Akteure, mehr Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent zu gewinnen.

Hinzu kommt, dass im vergangenen Oktober Israel durch militante palästinensische Gruppen, unter Führung der Hamas, militärisch angegriffen wurde. Das israelische Militär begann daraufhin den Gazastreifen zu bombardieren. Dieser vorläufige Höhepunkt des seit Jahrzehnten bestehenden Konflikts hält seitdem an.

In dieser brandgefährlichen Gemengelage vertritt auch die BRD ihre Interessen bzw. die des deutschen Kapitals. Und damit das möglichst ungestört von statten geht, sollen wir Werktätige möglichst wenig sagen und tun, was dem im Weg steht. Deshalb findet in allen Fragen, die diese Interessen betreffen, ein besonders krasser Kampf um die Meinungen der Menschen statt. Deshalb tritt der Staat zunehmend repressiver auf – generell, aber auch im Besonderen:

Gegen Menschen, die sich Versuchen, die Gesellschaft immer weiter nach rechts zu drängen, entgegenstellen oder gegen Menschen, die Kriegsrhetorik etwas entgegensetzen. Gegen Menschen, die soziale Proteste organisieren oder solche, die den Kapitalismus ankreiden. Hier sollen nur ein paar Beispiele genannt sein.

So kommt es, dass die kurdische Freiheitsbewegung kriminalisiert wird - im Januar startete der Prozess gegen Tahir Köcer, der im vergangenen Jahr in Nürnberg festgenommen wurde. Ihm wird nach §129b StGB die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. So kommt es, dass die, die zum Nahostkonflikt eine Meinung vertreten, die nicht der deutschen Staatsräson entspricht, eingeschüchtert werden. Das passiert bspw. über Verbote palästinasolidarischer Demonstrationen, Razzien gegen die migrantische Selbstorganisation ZORA und medial erhobene Forderungen nach Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit für Nicht-staatsbürger und schnellerer Abschiebungen von vermeintlichen Antisemiten. So erklären sich ebenfalls die Angriffe der Polizei auf die Luxemburg und Liebknecht Demonstration in Berlin oder, dass mehrere Dutzend KlimaaktivistInnen bereits vor Beginn der Internationalen Automobil Ausstellung 2023 in München in Präventivhaft genommen worden sind. Nicht zuletzt ist das wohl der Grund, wegen dem in Nürnberg gegen mehrere AntifaschistInnen nach §129 ermittelt wird, weil sie Graffiti gesprüht haben sollen.

Umso wichtiger ist es in diesen Zeiten, dass wir uns bemühen, es der Repression nicht unnötig einfach zu machen. Dass wir uns umeinander kümmern und für alle von Repression Betroffenen da sind. Dass wir den vielen Gefangenen Briefe schreiben und sie nicht vergessen. Dass wir solidarisch zusammenstehen.

In diesem Sinne wollen wir den Tag der politischen Gefangenen, den 18.03.2024 mit einer Kundgebung begehen.

18 Uhr Kundgebung am Jamnitzerplatz. Anschließend wird es Gefangenen schreiben in der Vokü ab 19 Uhr geben.

Verbreitet unseren Aufruf gerne weiter und nutzt unsere Sharepics (1414x2000, 500x707).

Mittwoch, 27.03.2024

Gesiebte Luft - 27 Jahre Freiheitsentzug

Gesiebte Luft – 27 Jahre Freiheitsentzug

Ein Gespräch mit Thomas Meyer-Falk

Mittwoch, 27.03

19 Uhr

Stadtteilladen Schwarze Katze

Untere Seitenstraße 1 Gostenhof

 

Für viele ist die Vorstellung für ihr politisches Handeln ein paar Jahre im Knast verbringen zu müssen schwer vorstellbar. Thomas verbrachte fast drei Jahrzehnte seines Lebens in verschiedenen Gefängnissen. Seit Ende August 2023 ist er wieder auf freien Fuß und muss sich nun in einer völlig anderen Welt zurechtfinden. Gemeinsam wollen wir mit ihm über seine Zeit im Knast und danach sprechen.

 

Wie steht man so etwas durch, ohne Mitgefühl und Verstand zu verlieren? Was bedeutet Freiheitsentzug eigentlich? Und welchen Wert haben Solidarität und Zusammenhalt in einer scheinbar aussichtslosen Situation?

Eine Veranstaltungsreihe der Roten Hilfe e.V. und Thomas Meyer-Falk