Prozess gegen Antifaschistin

Mi, 03.12.14, 11:30 Uhr

nazis_naziterror_stoppenAnlässlich der Gegenproteste zu einem Nazikonzert ende Mai 2014 in Scheinfeld steht am 3.12. um 11:30 Uhr eine Antifaschistin in Neustadt/Aisch vor Gericht. Ihr wird Widerstand gegen PolizistInnen vorgeworfen, was angesichts des aggressiven Vorgehens der Polizei gegen die Demonstrierenden an diesem Tag einen Skandal darstellt. Im Vorfeld der Proteste gab es stundenlange schikanöse Kontrollen der anreisenden DemonstrantInnen durch die Polizei.

Zwei Mal wurde einer der zwei aus Nürnberg anreisenden Busse von der Polizei kontrolliert. Als sich die AntifaschistInnen der Schikane verweigern wollten, drangen die Polizisten in den Bus ein und wollten die Personalien der AntifaschistInnen feststellen. Hierbei ging die Polizei äußerst aggressiv vor. Dieses Vorgehen zog sich durch den ganzen Tag. Einsatzkräfte prügelten an der Absperrung vor der Nazilokalität auf NazigegnerInnen ein, während sie Straftaten der Neonazis gekonnt ignorierte wie Würfe mit Gegenständen sowie das offen zur Schau Tragen verbotener Symbolik.

Die Sprecherin des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg Clara Weinberg sagt hierzu:„Das Vorgehen der Polizei an diesem Tag zeigt wo sie den Feind sieht: nicht die Neonazis sondern der antifaschistische Protest sind ihr ein Dorn im Auge. Dass nun eine Antifaschistin vor Gericht steht stellt in unseren Augen eine Kriminalisierung legitimen antifaschistischem Engagements dar.“