Freiheit für Salman Sako!

Fr, 24.01.14, 16:30 Uhr

Kundegebung: 24.01. | 16.30h | Bärenschanzstr. 68, Nürnberg

Wir verurteilen das Vorgehen der Nürnberger Polizei gegen das Medya Volkshaus und seinem Umfeld zu tiefst. Am 25.11.2013 wurde Salman Sako vor dem Medya Volkshaus verhaftet. Ihm droht am 27.01.2014 die eventuelle Auslieferung nach Frankreich. Seit 35 Jahren strebt die kurdische Freiheitsbewegung nun die Lösung der kurdischen Frage und Demokratisierung der Türkei an. Die Rechte von Minderheiten werden bis heute in der Türkei nicht anerkannt. Seit dem 21.März 2013 finden Friedensverhandlungen zwischen demtürkischen Staat und der kurdische Freiheitsbewegung statt, die als Ziel die friedliche Lösung der kurdischen Frage und die Demokratisierung der Türkei haben. Doch die islamisch­ konservative AKP­ Regierung versucht immer noch einen friedlichen Prozess zu verhindern und zeigt kaum ernsthaftes Interesse nötige Reformpakete zu erlassen.

Auch hat der deutsche Staat wieder einmal gezeigt, dass er die kurdische Freiheitsbewegung nicht für einen legitimen politischen Akteur hält.

Am 25.11.2013 um 22 Uhr verhaftete diePolizei in Nürnberg Salman Sako. Hintergrund ist ein Haftbefehl gegen Salman Sako inFrankreich, wo er zuvor politisch aktiv war. Er engagierte sich für Kurd_innen. Salman Sako sitzt seit seiner Verhaftung in der Nürnberger Justizvollzugsanstalt (JVA). Ihm droht die Auslieferung nach Frankreich. Bevor Frankreich die Kurd_innen Europaweit jagt, sollte die französische Regierung lieber die drei Morde an den kurdischenAktivistinnen Sakine Cansiz, Leyla Saylemez und Fidan Dogan aufklären. Repressionen gegen Kurd_innen und anderen fortschrittlichen Gruppen sind keine Seltenheit in Europa und Deutschland. Viel mehr ist von einer systematischen Kriminalisierung zusprechen. Das Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) trägt maßgeblich dazu bei, dass die 1.5 Millionen Kurd_innen in der BRD als potentielle Gefahr betrachtet werden.
Das PKK­ Verbot ist keine Grundlage zur Lösung des kurdischen Konfliktes, sondern verhindert eine friedliche Lösung. Eine Alternative zu dem hiesigen System aufzuzeigen darf kein Grund für Verhaftungen sein.

Veranstalterin: Medya Volkshaus e.V.