Krise ist unser Alltag im Kapitalismus – Unser Alltag ist Widerstand

Krise – Alltag – Widerstand

Seit Jahren geistern nun die immer gleichen Begriffe durch die Medien: Rettungsschirme, Troika, Europäische Zentralbank (EZB), Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) und natürlich das geflügelte Wort KRISE.
Unser Alltag wird bestimmt durch kapitalistische Krisen. Im Laufe der Jahre haben wir uns scheinbar daran gewöhnt und die Propaganda tut ihr Übriges dazu: Die BRD gilt als Krisengewinnerin, die Arbeitsmarktumstrukturierungen (z.B. Leih- und Kurzarbeit) der letzten 10 Jahre werden als Erfolgsmodell dargestellt und zum leuchtenden Vorbild für die gesamte EU erklärt.
Jetzt müssten eigentlich nur noch die anderen betroffenen Staaten und deren Bevölkerung auf Zack gebracht werden und der Spuk wäre vorbei. Dass diese Propaganda mit der Realität nichts zu tun hat, zeigt sich täglich in unser aller Leben. Die Krise ist Alltag im Kapitalismus.

Wer ist eigentlich dieser Kapitalismus?

Der Kapitalismus ist ein unvernünftiges und ausschließlich im Interesse einer Minderheit funktionierendes Wirtschaftssystem. Im Rahmen der kapitalistischen Produktionsweise wird nicht produziert, um gesellschaftlich vorhandene Bedürfnisse zu befriedigen. Das in den Händen einer gesellschaftlichen Minderheit vorhandene Kapital soll möglichst effizient vermehrt werden. Dieser Prozess ist ein ebenso maß- wie endloser. Die Produktion ist grundlegendes Mittel zum Zweck, um durch diese Profit zu erwirtschaften.
Da der überwiegende Teil der Menschheit weder im Besitz von Produktionsmitteln, das heißt im Besitz von Rohstoffen, Maschinen und Fabriken ist, noch darüber verfügt, haben sie keinen Einfluss darauf was und erst recht nicht wie produziert wird. Um überleben und ihre Bedürfnisse befriedigen zu können, ist die Mehrheit gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Die gesellschaftliche Minderheit, die KapitalistInnen, kaufen diese Arbeitskraft. Das bedeutet, dass Arbeitskraft eine Ware wird, die beliebig gegen andere ausgetauscht werden kann. Die LohnarbeiterInnen schaffen durch ihre Arbeit in der Produktion einen Mehrwert, den sich die KapitalistInnen nach dem Verkauf der Waren aneignen.
Wer in der kapitalistischen Produktionsweise zur gesellschaftlichen Mehrheit gehört und denkt, wenn viel produziert wird, werden auch seine Bedürfnisse befriedigt, der irrt jedoch. Denn genau das ist ja eben nicht der Zweck der gesamten Veranstaltung.
Ihre Bedürfnisse befriedigen können die LohnarbeiterInnen nur in dem Maß, in dem ihnen Lohn zugestanden bzw. dieser von ihnen erkämpft wird und damit die Möglichkeit entsteht, Waren zu erwerben.
In unserer Zeit, in der durch die Entwicklung der Produktion und Automation wesentlich mehr produziert werden kann, werden wesentlich weniger Arbeitskräfte gebraucht. Dies führt zu vermehrter Konkurrenz um Arbeitsplätze und dazu, dass die Reallöhne sinken.
Die Folgen dieser Entwicklungen spüren derzeit Milliarden Menschen. Der Lebensstandard sinkt, obwohl Güter im Übermaß vorhanden sind. Da diese jedoch als Waren erstanden werden müssen und dafür nicht ausreichend Finanzmittel vorhanden sind, geht es vielen immer schlechter oder auch ums nackte Überleben.
Die dadurch für KapitalistInnen entstehenden Verluste werden durch allerlei Strategien versucht aufzufangen, denen eines gemein ist: Während die Gewinne der kapitalistischen Produktionsweise privat angeeignet werden, werden die Verluste auf die gesellschaftliche Mehrheit abgewälzt.

Jeder gegen jeden – Konkurrenz als Maß aller Dinge

Die Maxime der herrschenden Politik ist es, unter allen Umständen die Verwertungsbedingungen zu sichern. Einen für das Kapital sehr effektiven Weg hat dabei die rot-grüne Bundesregierung – geduldet durch die Führung der großen deutschen Gewerkschaftsverbände – mit der Agenda 2010 und den damit zusammenhängenden, umfangreichen Arbeits- und Kapitalmarktreformen gefunden. Zum einen haben massive Liberalisierungen dem Kapital die Möglichkeit verschafft, kurzfristige Gewinne einzufahren. Zum anderen hat die Umstrukturierung des Arbeitsmarktes dem Kapital Instrumente an die Hand gegeben, um flexibel auf die jeweiligen Anfordernisse der kapitalistischen Wirtschaft reagieren zu können – inklusive Krisen, Produktionsspitzen und schwankendem Absatz.
Der dadurch entstandene, riesige Niedriglohnsektor ist ein gewaltiger Pool an BilligarbeiterInnen für alle möglichen Beschäftigungen. Praktika und Maßnahmen der Jobcenter schaffen Arbeit für lau. Da Zeit- und Leiharbeit ebenso wie etwa Werksverträge, das Lohnniveau insgesamt senken, Tarifverträge aushebeln und die Verhandlungsposition um bessere Löhne generell schwächen, sinkt die Vorstellung davon, was ein „guter Lohn“ ist. All das schafft paradiesische Ausbeutungsbedingungen für das Kapital und steigert die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.
Arbeitshetze in den Betrieben, Unsicherheit des Jobs, Existenzängste und Krankheit durch Arbeit bestimmen unseren Alltag. Wer heute noch Teil einer Stammbelegschaft ist, kann zwar einerseits von Glück reden, sieht sich andererseits jedoch dem ständigen Druck durch den drohenden, sozialen Abstieg ausgesetzt. Die vermeintlich gesunkenen Arbeitslosenzahlen führen nicht etwa dazu, dass Arbeitsplätze sicherer werden. Im Gegenteil: Durch die Flexibilisierung und den Zwang jeder Arbeit nachzugehen, die einem „angeboten“ wird, ist der Andrang auf halbwegs feste Arbeitsverhältnisse hoch, und damit auch die Konkurrenz um diese. Denn wer nicht auf einem der begehrten Plätze landet, schaut in die Röhre und muss sich von Hartz IV, übereifrigen SachbearbeiterInnen und deren Schikanen gängeln lassen. Davon profitieren lediglich die KapitalbesitzerInnen, die ihr Kapital so besser vermehren können. Die lohnabhängige Klasse verliert, und ist damit beschäftigt, nicht gänzlich in der Konkurrenz unterzugehen.

Und dieses „Erfolgsmodell“ soll nun vor allem durch die Austeritätspolitik der Troika aus EZB, IWF und EU-Kommission, ins übrige Europa exportiert werden. Gerade die europäische Zentralbank (EZB) tritt als Hardliner auf, wenn es darum geht, den sogenannten Krisenstaaten Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen à la Agenda 2010 aufzuerlegen. Mit dem Wirtschaftsprogramm „Europa 2020“ der EU, das die Umstrukturierung des europäischen Arbeitsmarktes nach deutschem Vorbild zum Ziel hat, ist der Grundstein dafür gelegt, den Lohnabhängigen in der EU den Kampf von Oben anzusagen. BRD und Europa müssen für die große Schlacht auf dem Weltmarkt fit gemacht werden.

Jeder gegen jeden – Wohnen muss sich lohnen!

Das Leben am Existenzminimum und die niedrigen Löhne ziehen etliche Probleme in der Bewältigung des Alltags nach sich. Eines davon ist die Suche nach bezahlbarem Wohnraum, der kaum mehr zu finden ist. Der öffentliche Aufschrei ist groß, weil gerade in den Ballungsräumen, mit Arbeitsplätzen und Infrastruktur, der Bedarf wächst und wächst. Während im hochpreisigen Wohnungssegment Konkurrenz zwischen potentiellen MieterInnen aktuell kein Thema ist, darf sich weiter unten die Mehrheit um die Resterampe prügeln, die zu horrenden Preisen vermietet wird. VermieterInnen stellen Anforderungen, die für viele Menschen nicht erfüllbar sind. Beim Hauen und Stechen auf dem Wohnungsmarkt bleiben all diejenigen auf der Strecke, die unter dem Durchschnittseinkommen liegen. Und diejenigen, die das vermeintliche Glück haben, eine überteuerte Wohnung zu erhalten, sehen sich schon mit dem nächsten Problem konfrontiert: Die Mehrheit der Menschen muss auf immer mehr verzichten, um die Wohnung mit allem was dazu gehört (Strom, Gas, Nebenkosten) überhaupt halten zu können. Nach der letzten Strompreiserhöhung schlägt dieser Faktor mit immer stärkerer Wucht in die Kassen einkommensschwacher Menschen. Da immer mehr im Niedriglohnsektor arbeiten und die Renten später dementsprechend mickrig ausfallen werden, wird sich das sogar noch zuspitzen. Wohnen wird zwangsläufig zum Luxusgut, wenn wir zulassen, dass alles bleibt, wie es ist. Profiteure dieses Debakels sind die ImmobilienbesitzerInnen, die gerade bei Vermietungen eine relativ hohe Rendite einfahren. Hinzu kommt die steigende Konkurrenz zwischen den Kommunen. Nachdem die Industrie in allen deutschen Ballungsgebieten zurückgeht, setzt auch die Metropolregion und Stadt Nürnberg unter anderem auf die sogenannte Kreativwirtschaft und subventioniert die Ansiedlung innovativer Berufe. EntwicklerInnen, DesignerInnen und ForscherInnen sollen aus dem gesamten Bundesgebiet gelockt werden, um zum einen über einen attraktiven Arbeitsmarkt die Kommunalkassen aufzubessern und zum anderen das Image der Stadt aufzupolieren. Doch die SpitzenverdienerInnen und InvestorInnen, auf die die Stadt hierbei schielt, sind nicht an der normalen Zweiraumwohnung und „Uschis Pilsbar“ interessiert. Um die Bedürfnisse dieser Klientel zu befriedigen, wird dem Neubau von Lofts, Kulturevents und ähnlichem Schnickschnack der Vorrang gegeben. Lofts für ein paar Wenige statt Wohnraum für alle scheint hierbei das Motto der SPD zu lauten, die sich gerade im Wahlkampf zu gerne mit dem Thema „soziale Mieten“ in Szene gesetzt hätte. Für gut verdienende Neu-NürnbergerInnen in Mietlofts ist es ein zusätzlicher Anreiz, dass die Stadt Nürnberg die Grenze für Mieterhöhungen auf 15% festgesetzt hat. Allen anderen, die sich ihre Mieten ohnehin kaum leisten können, bringt diese halbherzige Wohnungspolitik, die keinen bezahlbaren Wohnraum schafft, jedoch wenig.

Doch warum steigen die Mieten so rapide? Banken stellen bedingt durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank momentan Kredite zu einem sehr geringen Zinssatz zur Verfügung. Dadurch können sich kapitalstarke InvestorInnen billig Geld leihen und in Immobilien investieren, die sehr hohe Renditen versprechen. In allen deutschen Großstädten, so ein aktueller Marktbericht, sind Mietshäuser bei privaten AnlegerInnen zurzeit gefragt wie seit Jahren nicht mehr. Bundesweit investierten sie 2010 etwa 14 Milliarden Euro in klassische Wohn- und Geschäftshäuser. Hierbei geht die Konkurrenz unter den AnlegerInnen natürlich wieder eins zu eins auf die MieterInnen über. Will beispielsweise der Nürnberger Immobilienmogul Schmelzer mit seiner Firma alpha groups die Marktanteile steigern, kauft er noch mehr Objekte auf, hebt die Mieten an und steht mit höheren Gewinnen und mehr Marktanteilen besser da als die Konkurrenz. Da es aber von all diesem Irrsinn nicht abhängig sein kann, ob wir alle ein Dach über dem Kopf haben, gilt es, diese Logik zu zerschlagen. Denn im Zweifelsfall sind wir es, die das Geschäft mit unserem Wohnraum ausbaden müssen, inklusive sämtlicher Verluste, die beim kapitalistischen Wirtschaften entstehen.

Krisenangst und Rassismus-Teil der bürgerlichen Mitte

Rassismus und Nationalismus sind seit jeher, vor allem in Krisenzeiten, treue Wegbegleiter des Kapitalismus. Und gerne wird sich vor allem dann, wenn sich die Widersprüche zwischen Lohnabhängigen und KapitalistInnen sichtbar zuspitzen, auf die nationale Identität berufen. Aus der Auseinandersetzung Herrschende gegen Unterdrückte international soll ein Kampf zwischen Deutschen und AusländerInnen werden. So ist es wenig verwunderlich, dass MigrantInnen immer wieder zur Zielscheibe einer Hetze werden, die klar darauf abzielt, den Fokus weg von Krisenpolitik und dem damit einhergehenden Ausblutenlassen der ArbeiterInnenklasse, hin zum vermeintlich Schuldigen für den alltäglichen Kampf um die eigene Existenzsicherung, zu lenken. Es folgt eine gewaltige Inszenierung: Schreckensszenarien werden ausgesponnen und bald scheint jeder anständige Deutsche fremd im eigenen Land zu sein. Vor allem in Zeiten der Krise schallen immer wieder parallel zu „den Gürtel enger schnallen!“ und ähnlichen Durchhalteparolen auch Töne wie „Sozialtourismus stoppen!“, „Keine Armutsmigration in unsere Sozialsysteme“ oder „Wir wollen nicht Zahlmeister Europas sein!“ aus den gleichen Hörnern. Als wäre die Spaltung in „produktive ArbeiterIn“ und „SozialschmarotzerIn“ nicht schon genug, wird weiter gegen die angeblichen Massen an RumänInnen, BulgarInnen, Roma, Flüchtlinge aus aller Welt und die angeblich faulen GriechInnen und SpanierInnen gehetzt. Von den einen wird behauptet, sie kämen einzig und allein nach Deutschland, um das Sozialsystem auszusaugen, von den anderen, sie sollen sich doch endlich mal am Riemen reißen und verzichten, also hungern für Kapital und Vaterland.

Angetrieben von den etablierten Parteien und selbsternannten Eliten, und unterstützt von den Massenmedien, spiegelt sich diese Hetzkampagne auf der Straße durch eine zunehmende Zahl an Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und ein steigendes rassistisches Klima innerhalb der Bevölkerung wider. Die Hetze aus der bürgerlichen Mitte ebnet den Weg für die Argumentation der Nazis, und unterscheidet sich an diesem Punkt kaum von derselben. Es ist der Auftakt zu einer Hauerei um die paar Almosen, die an uns weitergegeben werden. Denn keiner will zu kurz kommen und denen, die im Kapitalismus sowieso schon die Arschkarte gezogen haben, wird kein Cent gegönnt. Diese Hetze führt dazu, dass neben der ohnehin schon propagierten Konkurrenz um Arbeitsplätze auch eine vermeintliche Konkurrenz um Sozialleistungen herbeiphantasiert wird. Die Realität sieht anders aus: Migration wird unter anderem vom BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), welches in Nürnberg seinen Sitz hat, gezielt und bewusst nach den Interessen der Wirtschaft gesteuert. Die Konkurrenz an den Arbeitsmärkten verschärft sich dadurch weltweit. In der BRD werden ZuwanderInnen angeworben, um sie im Niedriglohnbereich auszubeuten. Viele davon sind dann gezwungen, ihr niedriges Einkommen mit Hartz IV aufzustocken. Außerdem holt sich das deutsche Kapital Fachkräfte aus anderen Ländern, in deren Ausbildung hier kein Cent investiert werden musste.

Solidarität gegen rassistische und soziale Ausgrenzung

Woher kommt diese Konkurrenz, die die nationalistischen, rassistischen und sozialdarwinistischen Ideologien befeuert? Warum wird nicht einfach nach den Bedürfnissen der Menschen produziert und jede und jeder arbeitet nach seinen Fähigkeiten und trägt damit zum Wohlstand aller bei? Gibt es zu viele Menschen auf der Welt? Gibt es zu wenig Rohstoffe? Nein! Die Antwort ist: Der Kapitalismus funktioniert einfach so. Denn während die Weltbevölkerung stetig wächst, steigen der Wohlstand der Welt und die Produktivität seit über 200 Jahren in stärkerem Maße an. Das Problem ist aber, dass im Kapitalismus der größte Teil dieses Wohlstands, in Form von Kapital, an ganz wenige Menschen geht. Eine Milliarde Menschen müssen deshalb hungern, mehrere Milliarden sind bettelarm. Würde nach den Bedürfnissen aller Menschen produziert, dann könnten alle in Wohlstand leben. Dann würden auch keine Menschen mehr an den europäischen Außengrenzen auf der Suche nach ein paar Brotkrumen des globalen Reichtums, den sie nur vom Hörensagen kennen, sterben und getötet werden. Doch was, wenn es weiter geht wie bisher?

Was passieren kann, wenn die Konkurrenz jede/r gegen jede/n ungebremst weiter geht, zeigen uns Szenerien aus Griechenland, Ungarn und Frankreich: Der Staat rutscht in seiner Hetze und Propaganda immer weiter nach Rechts, um von Verschlechterungen für die Mehrheit der Menschen abzulenken. Er wird zunehmend autoritär, um potentiellen Protesten etwas entgegensetzen zu können und um sich als sicherer Anker zu präsentieren. Dies stärkt massiv faschistische Gruppierungen, die oft aus der faktischen politischen Bedeutungslosigkeit auftauchen und die Gunst der Stunde für sich nutzen.

Wer heute also meint, dass faschistische Gruppierungen hier bedeutungslos und deshalb den Kampf gegen sie nicht wert seien, darf neben der akuten Bedrohung, die sie für MigrantInnen, Obdachlose, Homosexuelle und Linke schon heute darstellen, niemals ihren Wert für das Kapital unterschätzen, wenn es mit dem Rücken zur Wand stehen sollte und die politischen Institutionen mehr und mehr an Legitimation verlieren. Als willige VollstreckerInnen sollen sie dann nämlich Unzufriedenheit kanalisieren und in für das System ungefährliche, ja sogar stabilisierende, Bahnen lenken. Darüber hinaus liegt ihre Funktion in der Bekämpfung und Zerschlagung aller fortschrittlichen Kräfte. Auch in Deutschland treiben, neben der NPD und den Kameradschaften, zahlreiche Bürgerinitiativen und Kleinstparteien ihr Unwesen, die allesamt auf dieselbe Karte setzen: Stimmungsmache gegen Flüchtlinge, Muslime, Jüdinnen und Juden, Linke und Diffamierung von HartzIV-EmpfängerInnen. Begleitet wird dies von antisemitischer Pseudo-Kapitalismuskritik und der Propagierung eines frauenverachtenden Rollenbildes. Egal wie die Rechte ihre Propaganda gestaltet, ob sie die „Volksgemeinschaft“ (NPD) propagiert oder „mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung“ (AFD), auf den Punkt gebracht ist ihr Programm: Totale Spaltung und Konkurrenz statt solidarischer Kampf gegen die Verhältnisse, die uns alle knechten.

Raus aus dem Teufelskreis! Solidarität statt Konkurrenz und Spaltung!

Was kann uns dieses System also bieten, das allein aufgrund der Verwertungskriterien die Mehrheit der Menschen ohne jede Perspektive lässt? Alte Menschen, die körperlich nicht mehr in der Lage sind, Wert zu schaffen nach der Profit-Logik, werden ausgemustert. Frauen, die das Risiko bergen, Kinder zu bekommen und somit nicht stetig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, werden systematisch benachteiligt und präventiv in die Rolle der „Kümmerin“ gedrängt, um die zukünftigen LohnsklavInnen groß zu ziehen, ihren Mann zu umhätscheln und gleichzeitig noch einem schlecht bezahlten Teilzeitjob nachzugehen. MigrantInnen, die oft in die prekärsten Arbeiten gedrängt werden und dafür auch noch dankbar sein sollen. Behinderte und psychisch kranke Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben und auf dem zweiten und dritten zu „Löhnen“ schuften sollen, die eher den Namen Taschengeld verdienen. Zusätzlich zu den fünf Millionen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, den AufstockerInnen und den Erwerbslosen, die es trotz aller Propaganda noch immer gibt. All diese Menschen sind nicht etwa eine kleine Minderheit, die im Kapitalismus das Nachsehen hat. Die Ausnahme bilden eher diejenigen, die hier über Eigentum verfügen und denen es durch die Ausbeutung der Masse der Menschen gut geht. Aber sie und deren Profite sind es, die die Verhältnisse bestimmen, in denen wir leben und arbeiten müssen. Sie sind der Maßstab und das kann nicht so bleiben. Doch was kann man tun? Wie sollen wir uns dieser allgegenwärtigen Stimmung entziehen? Wie sollen wir unseren Alltag meistern, der auf Konkurrenz an jeder Ecke ausgelegt ist? Das Spiel mitspielen und einfach darauf hoffen, nicht der oder die Nächste zu sein, die unter die Räder von existenzbedrohenden Maßnahmen gerät oder an dem Druck zerbricht? Das kann es nicht sein!

Denn genau auf die momentan vorherrschende Vereinzelung setzen all diejenigen, denen diese ganze Logik nützt. Wenn wir uns auf Konkurrenz einlassen, hilft sich jede/r nur für den Augenblick selbst, wird beim nächsten Mal aber eventuell selbst von Anderen zu Fall gebracht. Fangen wir schon heute im Kleinen an, uns zu wehren: Solidarisch, bewusst und kollektiv. Sei es der Konkurrenz im Betrieb zu trotzen und Entlassungen, Lohnkürzungen etc. Zusammenhalt entgegenzustellen, anstatt sich auf einen Wettlauf um die verbleibenden Arbeitsplätze oder Extra-Provisionen einzulassen. VermieterInnen an die Öffentlichkeit zu zerren, die horrende Mieten verlangen und unsere NachbarInnen rauswerfen wollen, anstatt ruhig zu hoffen, dass man nicht als Nächste/r dran ist. Leuten aus anderen Ländern helfen, sich hier zurechtzufinden und sich mit ihnen zusammenschließen, anstatt sie als Konkurrenz zu betrachten. Nazis und anderem rechten Pack entgegentreten, so dass wir unsere Seite schon heute aufbauen und unsere Geschichte schreiben können. Die Geschichte der Menschen und nicht die einer herrschenden Klasse, deren Marionetten wir nicht länger sein wollen. Lassen wir es nicht zu, dass sie uns wie Hunde aufeinander hetzen, um davon abzulenken, dass der Reichtum der KapitalistInnen auf der Welt nur durch die Unterdrückung und Ausbeutung von Milliarden Menschen zu Stande kommt.
Lasst uns den Spieß umdrehen, lasst uns gemeinsam und organisiert im Alltag für unsere Interessen kämpfen und dem Kapital in die Suppe spucken. Organisieren wir uns lokal, vernetzen uns europa- und weltweit. Heraus zum 1. Mai – in Nürnberg und überall! Schlagen wir zurück gegen unsere UnterdrückerInnen! Gegen Staat und Kapital, gegen deutsches Großmachtstreben und gegen ein Europa der Banken und Konzerne. Für internationale Solidarität, Basisdemokratie und den freien Kommunismus! Tragen wir unseren Widerstand zu den Symbolen der Macht. Leisten wir Widerstand, wenn sich das kapitalistische System selbst feiert, wie im Herbst zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt!

Machen wir Kapitalismus und Krise zur Vergangenheit!
Lasst uns zusammen auf die Straße gehen, für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung! Für einen revolutionären 1. Mai und einen Herbst des europäischen Aufstands!
Für eine klassenlose Gesellschaft!
Für die soziale Revolution!

Eröffnung der EZB verhindern!

Ende dieses Jahres soll in Frankfurt das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einem Staatsakt eröffnet werden. Die EZB ist für die Kontrolle der europäischen Nationalbanken zuständig und Teil der Troika, die Ländern wie Griechenland „Sparmaßnahmen“ diktiert, die große Bevölkerungsteile ins Elend stürzen. Das Bündnis „Blockupy“ will die feierliche Eröffnung des EZB-Gebäudes verhindern und mobilisiert für den Tag X der Eröffnung nach Frankfurt zu Blockaden, Aktionen und einer Großdemonstration. Den Rahmen für die europaweiten Blockupy-Aktivitäten in 2014 haben mehr als 450 Aktivistinnen und Aktivisten aus 15 Ländern bereits im November 2013 bei einer europäischen Blockupy-Aktionskonferenz festgelegt. Schon im Mai wird es Aktionstage von Blockupy geben, die nach Frankfurt mobilisieren sollen. Am 15. Mai sind Proteste gegen den EU-Gipfel in Brüssel geplant, am 16. Mai soll es in zahlreichen Städten Europas, darunter auch Nürnberg, lokale Aktionen geben. Für den 17. Mai einigten sich die Blockupy-AktivistInnen auf Demonstrationen in den vier deutschen Städten Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart.

Eine Initiative der organisierten autonomie (OA)
Es rufen auf: aah dieser KV + Antifaschistische Linke Fürth (ALF) + Antifaschistisches Aktionsbüdnis (AAB) + Deutscher Freidenker-Verband Nürnberg + Deutsche Kommunistische Partei (DKP) Nürnberg + DubTerasse + Freie ArbeiterInnen Union Nürnberg + Feministische Perspektive + flavour petting + Grüne Jugend Nürnberg/Fürth + Junge Welt Leserinitiative Nürnberg + Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen + Libertad! Nürnberg + organisierte autonomie (OA) + Pension Ost + Projekt 31 + Radikale Linke organisierte in der interventionistischen Linken + Revolutionär organisierte Jugendaktion (ROJA) + Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) Nürnberg + Solidarität International OG Nürnberg/Fürth/ERlangen + [’solid] Die sozialistische Jugend Nürnberg/Fürth + [’solid] Die sozialistische Jugend Weißenburg + Sozialistische Jugend – Die Falken Nürnberg + Stahlfassposse
Die Durchführung unterstützen: 8. März Bündnis + Rote Hilfe Nürnberg/Fürth/Erlangen + Sozialforum Nürnberg

drucken | 3. April 2014 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Terminkalender

Mittwoch, 28.02.2024

Frauen in der Roten Hilfe Deutschlands

Die roten Helferinnen

Vortrag zu Frauen in der roten Hilfe Deutschlands

Mittwoch, 28.02

19 Uhr

Stadtteilladen Schwarze Katze

Untere Seitenstraße 1

Die 1924 gegründete Rote Hilfe Deutschlands (RHD) war eine KPD-nahe Solidaritätsorganisation, die politische Gefangene und ihre Familien materiell unterstützte und sich mit Kampagnen gegen staatliche Repression einsetzte. Von Anfang an spielten Frauen eine wichtige Rolle in der RHD - trotz der Mehrfachbelastungen durch Lohn- und Reproduktionsarbeit. Durch frauenspezifische Werbekampagnen und die Proteste gegen den §218 gewann die RHD immer mehr weibliche Mitglieder. Wer waren diese Frauen, und was motivierte sie? In welchen Bereichen waren sie engagiert? Wie veränderte sich das Geschlechterbild der RHD im Lauf der Jahre? Ein Vortrag der roten Hilfe Nürnberg - Fürth - Erlangen mit Silke Makowski (Hans-Litten-Archiv) und freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung Sharepic in größer und Flyer zum selber Drucken.
Freitag, 01.03.2024

Freitag, 1. März 2024: AAB-Solitresen zur Demo GET ORGANIZED! Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!

Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1, Nürnberg Geöffnet ab 19 Uhr, Vortrag 20 Uhr

Mobilisierungsveranstaltung mit Vortrag zur Demo am 2. März - 14 Uhr - Nelson-Mandela-Platz. Massenweise gehen Menschen gegen die AfD und den gesellschaftlichen Rechtsruck auf die Straße. Parteien und Mainstreammedien behaupten, die DemonstrantInnen würden Demokratie und die herrschenden Verhältnisse verteidigen. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass die AfD vom Staat des Kapitals lediglich in Reserve gehalten wird, um im Falle einer weiteren Zuspitzung der ökonomischen und sozialen Krise von der Leine gelassen zu werden. Bis dahin dürfen die etablierten Parteien die kapitalistische Agenda von gesellschaftlicher Faschisierung (inkl. §129-Verfahren gegen Nürnberger Antifas), Militarisierung, Aufrüstung, Krieg, rassistischer Abschottungspolitik und sozialem Kahlschlag umsetzen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Solitresens des Antifaschistischen Aktionsbündnisses statt. Alle Getränke kosten deshalb 1 Euro mehr. Der Erlös fließt in die antifaschistische Solidaritätsarbeit.
Samstag, 02.03.2024

GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!

Für den 2. März 2024 rufen linke und antifaschistische Gruppen aus dem Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen (darunter auch wir) zu einer Demonstration unter dem Motto: "GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!" auf. Sa., 2.3.2024, 14:00 Uhr | Nelson-Mandela-Platz (das ist hinter dem Hauptbahnhof) | Nürnberg Achtet auf Ankündigungen hier, da sich an den Daten oben noch etwas ändern kann. AUFRUF zur Demonstration: Anfang Januar enthüllte die Rechercheplattform Correctiv ein Treffen von Werteunion, Großindustriellen, AfD und Neonazis. Bei diesem Treffen wurden massenhaft Deportationen von Menschen aus Deutschland geplant. Seitdem gehen deutschlandweit Millionen auf die Straße. Endlich gibt es wieder große Proteste gegen Rechts!Und trotzdem können wir es nicht dabei belassen, ab und an gegen Nazis auf die Straße zu gehen. In einer Gesellschaft, in der rassistische und antisemitische Angriffe Alltag sind, reicht es nicht, einmal auf eine Großdemonstration zu gehen: Während wir die Deportationsphantasien der AfD kritisieren, werden Menschen aus Europa abgeschoben oder sterben gar an den Außengrenzen. Auch bei Hetze und Kürzungen gegen Erwerbslose und ärmere Menschen steht die Regierung der AfD kaum nach. Jeden Tag werden Menschen aus ihren Wohnungen geworfen, weil sie sich die Miete nicht leisten können. All das ist für viele von uns bittere Realität. All das macht uns traurig, ohnmächtig und wütend. All das passiert in einer gesellschaftlichen Stimmung, in der Antifaschismus kriminalisiert und linke Proteste angegriffen werden. Die Holocaust-Überlebende Esther Bejerano sagte bereits: „Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen“, und sie hatte recht.Während Nazis auf der Straße Brandanschläge begehen und queere Jugendliche verprügeln, setzen Parlament und Regierung extrem rechte Forderungen um. Doch was tun deutsche Behörden? Sie stecken ihre Energie in den Kampf gegen linke Bewegungen. Ein lokales Beispiel sind die Razzien in Nürnberg im vergangenen Oktober: Wegen ein paar angeblicher Graffittis wurden die Wohnungen von sechs jungen Menschen durchsucht und ein Ermittlungsverfahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung eröffnet. Vorgeworfen wird ihnen unter anderem die „Verherrlichung der Antifa“. Es bleibt an uns, all dem etwas entgegenzusetzen! Lassen wir der AfD und anderen Rechten keine Ruhe, keinen Sitz im Parlament und keinen Fußbreit auf der Straße! Treten wir der Unterdrückung und Ausbeutung in dieser Gesellschaft gemeinsam entgegen – Auf allen Ebenen und mit allen Mitteln. Gemeinsam als von Rassismus Betroffene, als Queers, als Juden*Jüdinnen, als Antifaschist*innen und viele mehr. Nur gemeinsam können wir einen Umgang mit all der Trauer, der Ohnmacht und der Wut finden.Lasst uns füreinander einstehen und uns gegenseitig unterstützen. Lasst uns nicht zuschauen, wenn unsere Nachbar*innen aus ihren Wohnungen geworfen oder abgeschoben werden. Lasst uns Schluss machen mit der Vereinzelung und uns zusammenschließen. Lasst uns Räume für Solidarität und Freundi*nnenschaft schaffen und die klassenlose Gesellschaft als Antwort auf Rechtsruck, Ausbeutung und Unterdrückung aufbauen. Lasst uns nicht aufhören zu kämpfen: Für eine Welt, in der wir alle ohne Angst leben können!Kommt am 02. März mit uns auf die Straße! Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung! – Für die befreite Gesellschaft!
Samstag, 02.03.2024

Isa-Kneipe mit dem Film "Lip oder die Macht der Phantasie"

Im Rahmen unserer Isa-Kneipe im Vorfeld des Internationalen Frauenkampftags 2024 sehen wir uns gemeinsam einen Fim an von Chris Marker über den Kampf bei der französischen Uhrenfabrik LIP. Dieser Kampf spielt eine wichtige Rolle im Gedächtnis der französischen Lohnabhängigen. Die Frauen standen hier wie so oft, wenn es ernst wird, in vorderster Reihe. Die dokumentarische Film vermittelt die erregende Atmosphäre, die entstehen kann, wenn Utopien greifbar werden.
Stadtteilladen Schwarze Katze Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 19-20 Uhr: Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht ab 20 Uhr: ISA-Kneipe
Die Handlung: "Seit Mitte April 1973 bedrohen Massenentlassungen die Lip-Belegschaft, es kommt zu ersten Demonstrationen. Als am 12. Juni verkündet wird, es gebe keinen Lohn mehr, kommt es zum Bossnapping und zum ersten Einsatz der Sicherheitskräfte - und es kommt zur Beschlagnahme des Uhrenlagers durch die Belegschaft. Auf die riesige Demonstration am 15. Juni folgt am 18. Juni die Besetzung der Fabrik: die Produktion in Eigenregie beginnt. Am 14. August wird die Besetzung von der Polizei gewaltsam beendet, der Kampf ist damit aber noch lange nicht vorbei...
Freitag, 08.03.2024

Frauen kämpfen international gegen Krise, Krieg und Kapital! - Raus zum 8.März!

8.März Demo || Internationaler Frauenkampftag || 17:00 Uhr || Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt || 16:30 Uhr || Jamnitzer Platz, Gostenhof
Auf die eine oder andere Art kennen wir es doch alle: wir kochen, putzen, waschen die Wäsche und gehen einkaufen. Wir gießen die Blumen und räumen die Spülmaschine im Büro aus. Wir erziehen die Kinder, bringen sie zum Sport oder zu Freund*innen und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Wir pflegen die Eltern oder andere Angehörige und helfen dort im Haushalt. Wir denken über die Geschenke von Bekannten und Verwandten nach und planen den nächsten Ausflug für die Familie oder Freund*innen und und und.
Und das alles meist zusätzlich zu einem Job, zu den Sorgen über immer teureren Wohnraum, mehr Lebenshaltungskosten, wieder steigende Strom- und Heizungskosten und mehr.
Wenn wir mal durchatmen können, stellt sich die Frage: Wo bleibt da eigentlich noch Zeit für mehr? Wie sollen Bildung, Engagement und Hobbies neben Care-Arbeit und Mental Load noch Platz haben?
Dies geht eigentlich nur, wenn einem jemand den Rücken freihält. Aus unseren Erfahrungen, aber auch statistisch gesehen, sind die, die diese Arbeiten ausführen zum überwiegenden Teil immer noch Frauen. In mehr als 2/3 der Familien werden sie allein von Frauen übernommen und in nur etwa 5% der Haushalte kümmert sich der Mann zum überwiegenden Teil.
Deshalb stellt sich uns die Frage: Wie können wir unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft und die Politik verändern, dass eine gleiche Aufteilung der Erziehungs- und Pflegearbeit möglich wird? Damit wir alle Zeit haben und trotzdem die Kinder nicht verhungern, die Oma versorgt und das Zuhause kein Saustall ist.
Hinzu kommt, dass wir in einer Zeit leben, in der vieles im Umbruch ist.Kriege treten vor unsere Haustür und bringen neben menschlichem Leid auch Tod, eine Energie- und Wirtschaftskrise folgt nach der anderen. Rechte Akteure, wie jüngst mal wieder an der AfD zu sehen ist, versuchen einen Rollback in vergangene vermeintlich „gute alte Zeiten“ und schüren Hass, Rassismus und engstirniges Denken. Gerade haben wir die Corona-Pandemie überstanden, die uns Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zurück an den Herd katapultierte und die Gewalt in Familien explodieren ließ und nun heißt es wieder einmal den Gürtel enger schnallen. Für „Sozialklimbim“ sei laut dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler kein Platz. Was das für uns in der Konsequenz heißt: ein Sparzwang, der eine der größten Kürzungen im sozialen Bereich seit den 1990er Jahren mitbringt.
Es werden massiv Mittel im Sozialhaushalt gekürzt und die schlechtere Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen imSozial-, Pflege- und Erziehungsbereich wird weitergehen. Es wird bei denen gespart, die sowieso nicht viel haben und weiter von unten nach oben verteilt. Als Beispiel sei hier die Kindergrundsicherung genannt, die alle Leistungen für armutsgefährdete Kinder in einer Stelle vereinen sollte und nun nur noch mit einem Rest-Budget von 2,4 statt 12 Mrd € eingeführt wird, sowie für Alleinerziehende weniger Unterstützung bedeuten kann. Einen Kindergartenplatz zu erhalten ist trotz gesetzlichem Anspruch immer noch Glücksache und eine gute Schulbildung oder ein Studium können sich nur die leisten, die viel Kohle haben; wird der Bildungsbereich doch seit vielen Jahren ebenfalls kaputtgespart.
Durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen sind vor allem Frauen dazu gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten und prekäre Arbeitsplätze anzunehmen. Ganz zu schweigen von einer immer noch vorhandenen ungleichen Bezahlung zu den männlichen Kollegen, lag doch der sog. Gender Pay Gap im letzten Jahr im Südwesten immer noch bei 22%. Gerade für Alleinerziehende bedeutet dies eine Spirale, die überproportional oft für Frauen in der Altersarmut endet oder sie dazu drängt in Familienstrukturen zu bleiben und vermehrt Abhängigkeiten fördert. Zudem reicht der Lohn einer Arbeitsstelle für Alleinerziehende oder Alleinstehende oft gerade so zum Überleben, große Sprünge oder unvorhergesehene Ausgaben sind nicht möglich. Viele müssen sich mit einem Nebenjob oder zwei Arbeitsstellen über Wasser halten. Frauen werden durch gesetzliche Regelungen, wie das Ehegattensplitting, in traditionelle Familienmodelle gedrängt oder dort festgehalten. Sie erleben eine Verdichtung der Arbeit durch einen Job und die zusätzlich hauptsächlich durch sie zu verrichtende Haus- und Care-Arbeit. 
Wie kommen wir heraus aus solchen Teufelskreisen? Von Ratgebern oder in klugen Sprüchen hören wir dann oft, du musst nur an dir arbeiten und dich verändern, noch flexibler werden, mehr Yoga als Ausgleich machen oder dir einen reiche(re)n Partner suchen. Doch alles „Selfcare“ dieser Welt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in einer Gesellschaft und in einem Staat leben, der die ökonomischen Interessen über die der Menschen stellt. Uns wird immer wieder gesagt, dass wir in einem Sozialstaat leben und es uns doch gut geht. Doch da wo Menschen in Zahlen berechnet werden und der Aufwand, den „es lohnt“ in einen Menschen zu stecken, ebenfalls kalkuliert wird, da ist von Sozial im Staat nicht viel übrig, sondern die wirtschaftlichen Interessen und Ausbeutung durch Arbeit dominieren. Ist das das gute Leben nach dem wir alle streben? Muss unsere Gesellschaft nicht eigentlich genau anders herum funktionieren, indem der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt wird? Doch das wird es im Kapitalismus nicht geben. 
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht 100 Mrd€ in die Rüstung und das Militär gesteckt und damit Kriege gefördert werden, die uns und unseren Planeten zerstören.Wir müssen selbst kämpfen, z.B. für ein gut funktionierendes Bildungssystem mit einer geschlechtergerechten Erziehung oder für kostenlose Kinderbetreuung, die kollektiv organisiert wird und nicht als profitorientiertes Unternehmen. Oder auch für Wohnungen, die wir uns noch leisten können und für ein Stadtviertel, das an den Bedürfnissen der sie Bewohnenden orientiert ist und nicht nur öffentlichen Raum kennt, der kommerziell genutzt wird. Einen öffentlichen Raum, der für alle zugänglich ist und nicht von Frauen mit einem Pfefferspray zur Verteidigung in der Tasche durchquert wird.
Diese Aufzählung ließe sich noch lange weiterführen und kann doch noch nicht abschließend beendet werden. Denn wir sind es, die diese Gesellschaft gemeinsam verändern können, es wird kein Retter kommen, der für uns die patriarchalen Strukturen abschafft. Deshalb lasst uns zusammenkommen, diskutieren, die Vereinzelung unserer Gesellschaft durchbrechen, uns als Frauen solidarisch zusammenschließen und Ideen für die dringend notwendige Veränderung unserer Gesellschaft, des kapitalistischen Wirtschaftssystems und unseres Miteinanders zusammen ausgestalten. Gemeinsam als Frauen unserer Klasse wollen wir die Vorstellung eines guten Lebens für uns alle entwerfen, an vorhandenen Ideen anknüpfen und diese weiterentwickeln. Z.B. wie (un)bezahlte Care-Arbeit verkollektiviert werden kann, also wie Kindererziehung außerhalb der Kleinfamilie im Haus, in der Straße oder im Viertel organisiert werden kann oder wir mit gemeinsamen Versorgungseinrichtungen, wie einer Stadtteilmensa,die Haus-Arbeit gleichberechtigt auf mehrere Schultern verteilen. Wie wir Kämpfe um unsere Zeit lostreten und weiterentwickeln können, damit neben Arbeit und Haushalt noch Luft für Bildung, Kultur und soziales/politisches Engagement bleibt. Oder wie wir z.B. durch Streiks oder öffentliche Lohnlisten dem Gender Pay Gap und niedriger Bezahlung in sog. weiblich konnotierten Berufssparten entgegenwirken können und vieles mehr. Lasst uns das zusammen angehen!
Lasst uns die Unzumutbarkeiten nicht länger schweigend und unwidersprochen hinnehmen. Kommt zur Kundgebung am 8. März am Plärrer und lasst uns gemeinsam bei Veranstaltungen Ideen entwickeln wie wir vorankommen. Denn wir wollen ein Leben, in dem wir nicht bestimmte Rollen aufgrund unseres Geschlechtes erfüllen müssen, in dem wir nicht nach unserem Aussehen oder unserer Herkunft beurteilt werden, in dem es keine soziale Ungleichheit gibt, wir den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen teilen und ein solidarisches Miteinander leben. 
Lasst uns am 8. März und darüber hinaus ein starkes und kämpferisches Zeichen setzen für eine Welt jenseits von kapitalistischer Ausbeutung und patriarchaler Unterdrückung!
Demonstration am 8.März um 17 Uhr Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt um 16.30 am Jamnitzer Platz
Freitag, 08.03.2024

Frauen kämpfen international gegen Krise, Krieg und Kapital! - Raus zum 8.März!

8.März Demo || Internationaler Frauenkampftag || 17:00 Uhr || Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt || 16:30 Uhr || Jamnitzer Platz, Gostenhof
Auf die eine oder andere Art kennen wir es doch alle: wir kochen, putzen, waschen die Wäsche und gehen einkaufen. Wir gießen die Blumen und räumen die Spülmaschine im Büro aus. Wir erziehen die Kinder, bringen sie zum Sport oder zu Freund*innen und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Wir pflegen die Eltern oder andere Angehörige und helfen dort im Haushalt. Wir denken über die Geschenke von Bekannten und Verwandten nach und planen den nächsten Ausflug für die Familie oder Freund*innen und und und.
Und das alles meist zusätzlich zu einem Job, zu den Sorgen über immer teureren Wohnraum, mehr Lebenshaltungskosten, wieder steigende Strom- und Heizungskosten und mehr.
Wenn wir mal durchatmen können, stellt sich die Frage: Wo bleibt da eigentlich noch Zeit für mehr? Wie sollen Bildung, Engagement und Hobbies neben Care-Arbeit und Mental Load noch Platz haben?
Dies geht eigentlich nur, wenn einem jemand den Rücken freihält. Aus unseren Erfahrungen, aber auch statistisch gesehen, sind die, die diese Arbeiten ausführen zum überwiegenden Teil immer noch Frauen. In mehr als 2/3 der Familien werden sie allein von Frauen übernommen und in nur etwa 5% der Haushalte kümmert sich der Mann zum überwiegenden Teil.
Deshalb stellt sich uns die Frage: Wie können wir unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft und die Politik verändern, dass eine gleiche Aufteilung der Erziehungs- und Pflegearbeit möglich wird? Damit wir alle Zeit haben und trotzdem die Kinder nicht verhungern, die Oma versorgt und das Zuhause kein Saustall ist.
Hinzu kommt, dass wir in einer Zeit leben, in der vieles im Umbruch ist.Kriege treten vor unsere Haustür und bringen neben menschlichem Leid auch Tod, eine Energie- und Wirtschaftskrise folgt nach der anderen. Rechte Akteure, wie jüngst mal wieder an der AfD zu sehen ist, versuchen einen Rollback in vergangene vermeintlich „gute alte Zeiten“ und schüren Hass, Rassismus und engstirniges Denken. Gerade haben wir die Corona-Pandemie überstanden, die uns Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zurück an den Herd katapultierte und die Gewalt in Familien explodieren ließ und nun heißt es wieder einmal den Gürtel enger schnallen. Für „Sozialklimbim“ sei laut dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler kein Platz. Was das für uns in der Konsequenz heißt: ein Sparzwang, der eine der größten Kürzungen im sozialen Bereich seit den 1990er Jahren mitbringt.
Es werden massiv Mittel im Sozialhaushalt gekürzt und die schlechtere Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen imSozial-, Pflege- und Erziehungsbereich wird weitergehen. Es wird bei denen gespart, die sowieso nicht viel haben und weiter von unten nach oben verteilt. Als Beispiel sei hier die Kindergrundsicherung genannt, die alle Leistungen für armutsgefährdete Kinder in einer Stelle vereinen sollte und nun nur noch mit einem Rest-Budget von 2,4 statt 12 Mrd € eingeführt wird, sowie für Alleinerziehende weniger Unterstützung bedeuten kann. Einen Kindergartenplatz zu erhalten ist trotz gesetzlichem Anspruch immer noch Glücksache und eine gute Schulbildung oder ein Studium können sich nur die leisten, die viel Kohle haben; wird der Bildungsbereich doch seit vielen Jahren ebenfalls kaputtgespart.
Durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen sind vor allem Frauen dazu gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten und prekäre Arbeitsplätze anzunehmen. Ganz zu schweigen von einer immer noch vorhandenen ungleichen Bezahlung zu den männlichen Kollegen, lag doch der sog. Gender Pay Gap im letzten Jahr im Südwesten immer noch bei 22%. Gerade für Alleinerziehende bedeutet dies eine Spirale, die überproportional oft für Frauen in der Altersarmut endet oder sie dazu drängt in Familienstrukturen zu bleiben und vermehrt Abhängigkeiten fördert. Zudem reicht der Lohn einer Arbeitsstelle für Alleinerziehende oder Alleinstehende oft gerade so zum Überleben, große Sprünge oder unvorhergesehene Ausgaben sind nicht möglich. Viele müssen sich mit einem Nebenjob oder zwei Arbeitsstellen über Wasser halten. Frauen werden durch gesetzliche Regelungen, wie das Ehegattensplitting, in traditionelle Familienmodelle gedrängt oder dort festgehalten. Sie erleben eine Verdichtung der Arbeit durch einen Job und die zusätzlich hauptsächlich durch sie zu verrichtende Haus- und Care-Arbeit. 
Wie kommen wir heraus aus solchen Teufelskreisen? Von Ratgebern oder in klugen Sprüchen hören wir dann oft, du musst nur an dir arbeiten und dich verändern, noch flexibler werden, mehr Yoga als Ausgleich machen oder dir einen reiche(re)n Partner suchen. Doch alles „Selfcare“ dieser Welt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in einer Gesellschaft und in einem Staat leben, der die ökonomischen Interessen über die der Menschen stellt. Uns wird immer wieder gesagt, dass wir in einem Sozialstaat leben und es uns doch gut geht. Doch da wo Menschen in Zahlen berechnet werden und der Aufwand, den „es lohnt“ in einen Menschen zu stecken, ebenfalls kalkuliert wird, da ist von Sozial im Staat nicht viel übrig, sondern die wirtschaftlichen Interessen und Ausbeutung durch Arbeit dominieren. Ist das das gute Leben nach dem wir alle streben? Muss unsere Gesellschaft nicht eigentlich genau anders herum funktionieren, indem der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt wird? Doch das wird es im Kapitalismus nicht geben. 
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht 100 Mrd€ in die Rüstung und das Militär gesteckt und damit Kriege gefördert werden, die uns und unseren Planeten zerstören.Wir müssen selbst kämpfen, z.B. für ein gut funktionierendes Bildungssystem mit einer geschlechtergerechten Erziehung oder für kostenlose Kinderbetreuung, die kollektiv organisiert wird und nicht als profitorientiertes Unternehmen. Oder auch für Wohnungen, die wir uns noch leisten können und für ein Stadtviertel, das an den Bedürfnissen der sie Bewohnenden orientiert ist und nicht nur öffentlichen Raum kennt, der kommerziell genutzt wird. Einen öffentlichen Raum, der für alle zugänglich ist und nicht von Frauen mit einem Pfefferspray zur Verteidigung in der Tasche durchquert wird.
Diese Aufzählung ließe sich noch lange weiterführen und kann doch noch nicht abschließend beendet werden. Denn wir sind es, die diese Gesellschaft gemeinsam verändern können, es wird kein Retter kommen, der für uns die patriarchalen Strukturen abschafft. Deshalb lasst uns zusammenkommen, diskutieren, die Vereinzelung unserer Gesellschaft durchbrechen, uns als Frauen solidarisch zusammenschließen und Ideen für die dringend notwendige Veränderung unserer Gesellschaft, des kapitalistischen Wirtschaftssystems und unseres Miteinanders zusammen ausgestalten. Gemeinsam als Frauen unserer Klasse wollen wir die Vorstellung eines guten Lebens für uns alle entwerfen, an vorhandenen Ideen anknüpfen und diese weiterentwickeln. Z.B. wie (un)bezahlte Care-Arbeit verkollektiviert werden kann, also wie Kindererziehung außerhalb der Kleinfamilie im Haus, in der Straße oder im Viertel organisiert werden kann oder wir mit gemeinsamen Versorgungseinrichtungen, wie einer Stadtteilmensa,die Haus-Arbeit gleichberechtigt auf mehrere Schultern verteilen. Wie wir Kämpfe um unsere Zeit lostreten und weiterentwickeln können, damit neben Arbeit und Haushalt noch Luft für Bildung, Kultur und soziales/politisches Engagement bleibt. Oder wie wir z.B. durch Streiks oder öffentliche Lohnlisten dem Gender Pay Gap und niedriger Bezahlung in sog. weiblich konnotierten Berufssparten entgegenwirken können und vieles mehr. Lasst uns das zusammen angehen!
Lasst uns die Unzumutbarkeiten nicht länger schweigend und unwidersprochen hinnehmen. Kommt zur Kundgebung am 8. März am Plärrer und lasst uns gemeinsam bei Veranstaltungen Ideen entwickeln wie wir vorankommen. Denn wir wollen ein Leben, in dem wir nicht bestimmte Rollen aufgrund unseres Geschlechtes erfüllen müssen, in dem wir nicht nach unserem Aussehen oder unserer Herkunft beurteilt werden, in dem es keine soziale Ungleichheit gibt, wir den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen teilen und ein solidarisches Miteinander leben. 
Lasst uns am 8. März und darüber hinaus ein starkes und kämpferisches Zeichen setzen für eine Welt jenseits von kapitalistischer Ausbeutung und patriarchaler Unterdrückung!
Demonstration am 8.März um 17 Uhr Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt um 16.30 am Jamnitzer Platz
Samstag, 09.03.2024

Grundlagenvortrag Kritik am liberalen Feminismus am 9.03.24 um 18:00 Uhr Youth Connect Öffnung der RZN

  Wir laden euch herzlich zu unserer Youth Connect Öffnung in die Schwarze Katze ein. Anlässlich des internationalen Frauenkampftags hören wir gemeinsam einen Vortrag zur Kritik des liberalen Feminismus und wieso wir die lohnabhängige Klasse für zentral im Kampf gegen das Patriarchat betrachten. Im Anschluss ist Raum für Diskussion. Kommt gerne vorbei und lernt uns kennen. Für Essen uns Getränke ist gesorgt.   Geöffnet ab 18:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze, untere Seitenstraße 1, 90429 Nürnberg
Mittwoch, 27.03.2024

Gesiebte Luft - 27 Jahre Freiheitsentzug

Gesiebte Luft – 27 Jahre Freiheitsentzug

Ein Gespräch mit Thomas Meyer-Falk

Mittwoch, 27.03

19 Uhr

Stadtteilladen Schwarze Katze

Untere Seitenstraße 1 Gostenhof

 

Für viele ist die Vorstellung für ihr politisches Handeln ein paar Jahre im Knast verbringen zu müssen schwer vorstellbar. Thomas verbrachte fast drei Jahrzehnte seines Lebens in verschiedenen Gefängnissen. Seit Ende August 2023 ist er wieder auf freien Fuß und muss sich nun in einer völlig anderen Welt zurechtfinden. Gemeinsam wollen wir mit ihm über seine Zeit im Knast und danach sprechen.

 

Wie steht man so etwas durch, ohne Mitgefühl und Verstand zu verlieren? Was bedeutet Freiheitsentzug eigentlich? Und welchen Wert haben Solidarität und Zusammenhalt in einer scheinbar aussichtslosen Situation?

Eine Veranstaltungsreihe der Roten Hilfe e.V. und Thomas Meyer-Falk