Termine

Mittwoch, 28.02.2024

Frauen in der Roten Hilfe Deutschlands

Die roten Helferinnen

Vortrag zu Frauen in der roten Hilfe Deutschlands

Mittwoch, 28.02

19 Uhr

Stadtteilladen Schwarze Katze

Untere Seitenstraße 1

Die 1924 gegründete Rote Hilfe Deutschlands (RHD) war eine KPD-nahe Solidaritätsorganisation, die politische Gefangene und ihre Familien materiell unterstützte und sich mit Kampagnen gegen staatliche Repression einsetzte. Von Anfang an spielten Frauen eine wichtige Rolle in der RHD - trotz der Mehrfachbelastungen durch Lohn- und Reproduktionsarbeit. Durch frauenspezifische Werbekampagnen und die Proteste gegen den §218 gewann die RHD immer mehr weibliche Mitglieder. Wer waren diese Frauen, und was motivierte sie? In welchen Bereichen waren sie engagiert? Wie veränderte sich das Geschlechterbild der RHD im Lauf der Jahre? Ein Vortrag der roten Hilfe Nürnberg - Fürth - Erlangen mit Silke Makowski (Hans-Litten-Archiv) und freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung Sharepic in größer und Flyer zum selber Drucken.
Freitag, 01.03.2024

Freitag, 1. März 2024: AAB-Solitresen zur Demo GET ORGANIZED! Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!

Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1, Nürnberg Geöffnet ab 19 Uhr, Vortrag 20 Uhr

Mobilisierungsveranstaltung mit Vortrag zur Demo am 2. März - 14 Uhr - Nelson-Mandela-Platz. Massenweise gehen Menschen gegen die AfD und den gesellschaftlichen Rechtsruck auf die Straße. Parteien und Mainstreammedien behaupten, die DemonstrantInnen würden Demokratie und die herrschenden Verhältnisse verteidigen. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass die AfD vom Staat des Kapitals lediglich in Reserve gehalten wird, um im Falle einer weiteren Zuspitzung der ökonomischen und sozialen Krise von der Leine gelassen zu werden. Bis dahin dürfen die etablierten Parteien die kapitalistische Agenda von gesellschaftlicher Faschisierung (inkl. §129-Verfahren gegen Nürnberger Antifas), Militarisierung, Aufrüstung, Krieg, rassistischer Abschottungspolitik und sozialem Kahlschlag umsetzen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Solitresens des Antifaschistischen Aktionsbündnisses statt. Alle Getränke kosten deshalb 1 Euro mehr. Der Erlös fließt in die antifaschistische Solidaritätsarbeit.
Samstag, 02.03.2024

GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!

Für den 2. März 2024 rufen linke und antifaschistische Gruppen aus dem Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen (darunter auch wir) zu einer Demonstration unter dem Motto: "GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!" auf. Sa., 2.3.2024, 14:00 Uhr | Nelson-Mandela-Platz (das ist hinter dem Hauptbahnhof) | Nürnberg Achtet auf Ankündigungen hier, da sich an den Daten oben noch etwas ändern kann. AUFRUF zur Demonstration: Anfang Januar enthüllte die Rechercheplattform Correctiv ein Treffen von Werteunion, Großindustriellen, AfD und Neonazis. Bei diesem Treffen wurden massenhaft Deportationen von Menschen aus Deutschland geplant. Seitdem gehen deutschlandweit Millionen auf die Straße. Endlich gibt es wieder große Proteste gegen Rechts!Und trotzdem können wir es nicht dabei belassen, ab und an gegen Nazis auf die Straße zu gehen. In einer Gesellschaft, in der rassistische und antisemitische Angriffe Alltag sind, reicht es nicht, einmal auf eine Großdemonstration zu gehen: Während wir die Deportationsphantasien der AfD kritisieren, werden Menschen aus Europa abgeschoben oder sterben gar an den Außengrenzen. Auch bei Hetze und Kürzungen gegen Erwerbslose und ärmere Menschen steht die Regierung der AfD kaum nach. Jeden Tag werden Menschen aus ihren Wohnungen geworfen, weil sie sich die Miete nicht leisten können. All das ist für viele von uns bittere Realität. All das macht uns traurig, ohnmächtig und wütend. All das passiert in einer gesellschaftlichen Stimmung, in der Antifaschismus kriminalisiert und linke Proteste angegriffen werden. Die Holocaust-Überlebende Esther Bejerano sagte bereits: „Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen“, und sie hatte recht.Während Nazis auf der Straße Brandanschläge begehen und queere Jugendliche verprügeln, setzen Parlament und Regierung extrem rechte Forderungen um. Doch was tun deutsche Behörden? Sie stecken ihre Energie in den Kampf gegen linke Bewegungen. Ein lokales Beispiel sind die Razzien in Nürnberg im vergangenen Oktober: Wegen ein paar angeblicher Graffittis wurden die Wohnungen von sechs jungen Menschen durchsucht und ein Ermittlungsverfahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung eröffnet. Vorgeworfen wird ihnen unter anderem die „Verherrlichung der Antifa“. Es bleibt an uns, all dem etwas entgegenzusetzen! Lassen wir der AfD und anderen Rechten keine Ruhe, keinen Sitz im Parlament und keinen Fußbreit auf der Straße! Treten wir der Unterdrückung und Ausbeutung in dieser Gesellschaft gemeinsam entgegen – Auf allen Ebenen und mit allen Mitteln. Gemeinsam als von Rassismus Betroffene, als Queers, als Juden*Jüdinnen, als Antifaschist*innen und viele mehr. Nur gemeinsam können wir einen Umgang mit all der Trauer, der Ohnmacht und der Wut finden.Lasst uns füreinander einstehen und uns gegenseitig unterstützen. Lasst uns nicht zuschauen, wenn unsere Nachbar*innen aus ihren Wohnungen geworfen oder abgeschoben werden. Lasst uns Schluss machen mit der Vereinzelung und uns zusammenschließen. Lasst uns Räume für Solidarität und Freundi*nnenschaft schaffen und die klassenlose Gesellschaft als Antwort auf Rechtsruck, Ausbeutung und Unterdrückung aufbauen. Lasst uns nicht aufhören zu kämpfen: Für eine Welt, in der wir alle ohne Angst leben können!Kommt am 02. März mit uns auf die Straße! Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung! – Für die befreite Gesellschaft!
Samstag, 02.03.2024

Isa-Kneipe mit dem Film "Lip oder die Macht der Phantasie"

Im Rahmen unserer Isa-Kneipe im Vorfeld des Internationalen Frauenkampftags 2024 sehen wir uns gemeinsam einen Fim an von Chris Marker über den Kampf bei der französischen Uhrenfabrik LIP. Dieser Kampf spielt eine wichtige Rolle im Gedächtnis der französischen Lohnabhängigen. Die Frauen standen hier wie so oft, wenn es ernst wird, in vorderster Reihe. Die dokumentarische Film vermittelt die erregende Atmosphäre, die entstehen kann, wenn Utopien greifbar werden.
Stadtteilladen Schwarze Katze Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 19-20 Uhr: Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht ab 20 Uhr: ISA-Kneipe
Die Handlung: "Seit Mitte April 1973 bedrohen Massenentlassungen die Lip-Belegschaft, es kommt zu ersten Demonstrationen. Als am 12. Juni verkündet wird, es gebe keinen Lohn mehr, kommt es zum Bossnapping und zum ersten Einsatz der Sicherheitskräfte - und es kommt zur Beschlagnahme des Uhrenlagers durch die Belegschaft. Auf die riesige Demonstration am 15. Juni folgt am 18. Juni die Besetzung der Fabrik: die Produktion in Eigenregie beginnt. Am 14. August wird die Besetzung von der Polizei gewaltsam beendet, der Kampf ist damit aber noch lange nicht vorbei...
Freitag, 08.03.2024

Frauen kämpfen international gegen Krise, Krieg und Kapital! - Raus zum 8.März!

8.März Demo || Internationaler Frauenkampftag || 17:00 Uhr || Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt || 16:30 Uhr || Jamnitzer Platz, Gostenhof
Auf die eine oder andere Art kennen wir es doch alle: wir kochen, putzen, waschen die Wäsche und gehen einkaufen. Wir gießen die Blumen und räumen die Spülmaschine im Büro aus. Wir erziehen die Kinder, bringen sie zum Sport oder zu Freund*innen und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Wir pflegen die Eltern oder andere Angehörige und helfen dort im Haushalt. Wir denken über die Geschenke von Bekannten und Verwandten nach und planen den nächsten Ausflug für die Familie oder Freund*innen und und und.
Und das alles meist zusätzlich zu einem Job, zu den Sorgen über immer teureren Wohnraum, mehr Lebenshaltungskosten, wieder steigende Strom- und Heizungskosten und mehr.
Wenn wir mal durchatmen können, stellt sich die Frage: Wo bleibt da eigentlich noch Zeit für mehr? Wie sollen Bildung, Engagement und Hobbies neben Care-Arbeit und Mental Load noch Platz haben?
Dies geht eigentlich nur, wenn einem jemand den Rücken freihält. Aus unseren Erfahrungen, aber auch statistisch gesehen, sind die, die diese Arbeiten ausführen zum überwiegenden Teil immer noch Frauen. In mehr als 2/3 der Familien werden sie allein von Frauen übernommen und in nur etwa 5% der Haushalte kümmert sich der Mann zum überwiegenden Teil.
Deshalb stellt sich uns die Frage: Wie können wir unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft und die Politik verändern, dass eine gleiche Aufteilung der Erziehungs- und Pflegearbeit möglich wird? Damit wir alle Zeit haben und trotzdem die Kinder nicht verhungern, die Oma versorgt und das Zuhause kein Saustall ist.
Hinzu kommt, dass wir in einer Zeit leben, in der vieles im Umbruch ist.Kriege treten vor unsere Haustür und bringen neben menschlichem Leid auch Tod, eine Energie- und Wirtschaftskrise folgt nach der anderen. Rechte Akteure, wie jüngst mal wieder an der AfD zu sehen ist, versuchen einen Rollback in vergangene vermeintlich „gute alte Zeiten“ und schüren Hass, Rassismus und engstirniges Denken. Gerade haben wir die Corona-Pandemie überstanden, die uns Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zurück an den Herd katapultierte und die Gewalt in Familien explodieren ließ und nun heißt es wieder einmal den Gürtel enger schnallen. Für „Sozialklimbim“ sei laut dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler kein Platz. Was das für uns in der Konsequenz heißt: ein Sparzwang, der eine der größten Kürzungen im sozialen Bereich seit den 1990er Jahren mitbringt.
Es werden massiv Mittel im Sozialhaushalt gekürzt und die schlechtere Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen imSozial-, Pflege- und Erziehungsbereich wird weitergehen. Es wird bei denen gespart, die sowieso nicht viel haben und weiter von unten nach oben verteilt. Als Beispiel sei hier die Kindergrundsicherung genannt, die alle Leistungen für armutsgefährdete Kinder in einer Stelle vereinen sollte und nun nur noch mit einem Rest-Budget von 2,4 statt 12 Mrd € eingeführt wird, sowie für Alleinerziehende weniger Unterstützung bedeuten kann. Einen Kindergartenplatz zu erhalten ist trotz gesetzlichem Anspruch immer noch Glücksache und eine gute Schulbildung oder ein Studium können sich nur die leisten, die viel Kohle haben; wird der Bildungsbereich doch seit vielen Jahren ebenfalls kaputtgespart.
Durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen sind vor allem Frauen dazu gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten und prekäre Arbeitsplätze anzunehmen. Ganz zu schweigen von einer immer noch vorhandenen ungleichen Bezahlung zu den männlichen Kollegen, lag doch der sog. Gender Pay Gap im letzten Jahr im Südwesten immer noch bei 22%. Gerade für Alleinerziehende bedeutet dies eine Spirale, die überproportional oft für Frauen in der Altersarmut endet oder sie dazu drängt in Familienstrukturen zu bleiben und vermehrt Abhängigkeiten fördert. Zudem reicht der Lohn einer Arbeitsstelle für Alleinerziehende oder Alleinstehende oft gerade so zum Überleben, große Sprünge oder unvorhergesehene Ausgaben sind nicht möglich. Viele müssen sich mit einem Nebenjob oder zwei Arbeitsstellen über Wasser halten. Frauen werden durch gesetzliche Regelungen, wie das Ehegattensplitting, in traditionelle Familienmodelle gedrängt oder dort festgehalten. Sie erleben eine Verdichtung der Arbeit durch einen Job und die zusätzlich hauptsächlich durch sie zu verrichtende Haus- und Care-Arbeit. 
Wie kommen wir heraus aus solchen Teufelskreisen? Von Ratgebern oder in klugen Sprüchen hören wir dann oft, du musst nur an dir arbeiten und dich verändern, noch flexibler werden, mehr Yoga als Ausgleich machen oder dir einen reiche(re)n Partner suchen. Doch alles „Selfcare“ dieser Welt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in einer Gesellschaft und in einem Staat leben, der die ökonomischen Interessen über die der Menschen stellt. Uns wird immer wieder gesagt, dass wir in einem Sozialstaat leben und es uns doch gut geht. Doch da wo Menschen in Zahlen berechnet werden und der Aufwand, den „es lohnt“ in einen Menschen zu stecken, ebenfalls kalkuliert wird, da ist von Sozial im Staat nicht viel übrig, sondern die wirtschaftlichen Interessen und Ausbeutung durch Arbeit dominieren. Ist das das gute Leben nach dem wir alle streben? Muss unsere Gesellschaft nicht eigentlich genau anders herum funktionieren, indem der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt wird? Doch das wird es im Kapitalismus nicht geben. 
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht 100 Mrd€ in die Rüstung und das Militär gesteckt und damit Kriege gefördert werden, die uns und unseren Planeten zerstören.Wir müssen selbst kämpfen, z.B. für ein gut funktionierendes Bildungssystem mit einer geschlechtergerechten Erziehung oder für kostenlose Kinderbetreuung, die kollektiv organisiert wird und nicht als profitorientiertes Unternehmen. Oder auch für Wohnungen, die wir uns noch leisten können und für ein Stadtviertel, das an den Bedürfnissen der sie Bewohnenden orientiert ist und nicht nur öffentlichen Raum kennt, der kommerziell genutzt wird. Einen öffentlichen Raum, der für alle zugänglich ist und nicht von Frauen mit einem Pfefferspray zur Verteidigung in der Tasche durchquert wird.
Diese Aufzählung ließe sich noch lange weiterführen und kann doch noch nicht abschließend beendet werden. Denn wir sind es, die diese Gesellschaft gemeinsam verändern können, es wird kein Retter kommen, der für uns die patriarchalen Strukturen abschafft. Deshalb lasst uns zusammenkommen, diskutieren, die Vereinzelung unserer Gesellschaft durchbrechen, uns als Frauen solidarisch zusammenschließen und Ideen für die dringend notwendige Veränderung unserer Gesellschaft, des kapitalistischen Wirtschaftssystems und unseres Miteinanders zusammen ausgestalten. Gemeinsam als Frauen unserer Klasse wollen wir die Vorstellung eines guten Lebens für uns alle entwerfen, an vorhandenen Ideen anknüpfen und diese weiterentwickeln. Z.B. wie (un)bezahlte Care-Arbeit verkollektiviert werden kann, also wie Kindererziehung außerhalb der Kleinfamilie im Haus, in der Straße oder im Viertel organisiert werden kann oder wir mit gemeinsamen Versorgungseinrichtungen, wie einer Stadtteilmensa,die Haus-Arbeit gleichberechtigt auf mehrere Schultern verteilen. Wie wir Kämpfe um unsere Zeit lostreten und weiterentwickeln können, damit neben Arbeit und Haushalt noch Luft für Bildung, Kultur und soziales/politisches Engagement bleibt. Oder wie wir z.B. durch Streiks oder öffentliche Lohnlisten dem Gender Pay Gap und niedriger Bezahlung in sog. weiblich konnotierten Berufssparten entgegenwirken können und vieles mehr. Lasst uns das zusammen angehen!
Lasst uns die Unzumutbarkeiten nicht länger schweigend und unwidersprochen hinnehmen. Kommt zur Kundgebung am 8. März am Plärrer und lasst uns gemeinsam bei Veranstaltungen Ideen entwickeln wie wir vorankommen. Denn wir wollen ein Leben, in dem wir nicht bestimmte Rollen aufgrund unseres Geschlechtes erfüllen müssen, in dem wir nicht nach unserem Aussehen oder unserer Herkunft beurteilt werden, in dem es keine soziale Ungleichheit gibt, wir den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen teilen und ein solidarisches Miteinander leben. 
Lasst uns am 8. März und darüber hinaus ein starkes und kämpferisches Zeichen setzen für eine Welt jenseits von kapitalistischer Ausbeutung und patriarchaler Unterdrückung!
Demonstration am 8.März um 17 Uhr Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt um 16.30 am Jamnitzer Platz
Freitag, 08.03.2024

Frauen kämpfen international gegen Krise, Krieg und Kapital! - Raus zum 8.März!

8.März Demo || Internationaler Frauenkampftag || 17:00 Uhr || Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt || 16:30 Uhr || Jamnitzer Platz, Gostenhof
Auf die eine oder andere Art kennen wir es doch alle: wir kochen, putzen, waschen die Wäsche und gehen einkaufen. Wir gießen die Blumen und räumen die Spülmaschine im Büro aus. Wir erziehen die Kinder, bringen sie zum Sport oder zu Freund*innen und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Wir pflegen die Eltern oder andere Angehörige und helfen dort im Haushalt. Wir denken über die Geschenke von Bekannten und Verwandten nach und planen den nächsten Ausflug für die Familie oder Freund*innen und und und.
Und das alles meist zusätzlich zu einem Job, zu den Sorgen über immer teureren Wohnraum, mehr Lebenshaltungskosten, wieder steigende Strom- und Heizungskosten und mehr.
Wenn wir mal durchatmen können, stellt sich die Frage: Wo bleibt da eigentlich noch Zeit für mehr? Wie sollen Bildung, Engagement und Hobbies neben Care-Arbeit und Mental Load noch Platz haben?
Dies geht eigentlich nur, wenn einem jemand den Rücken freihält. Aus unseren Erfahrungen, aber auch statistisch gesehen, sind die, die diese Arbeiten ausführen zum überwiegenden Teil immer noch Frauen. In mehr als 2/3 der Familien werden sie allein von Frauen übernommen und in nur etwa 5% der Haushalte kümmert sich der Mann zum überwiegenden Teil.
Deshalb stellt sich uns die Frage: Wie können wir unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft und die Politik verändern, dass eine gleiche Aufteilung der Erziehungs- und Pflegearbeit möglich wird? Damit wir alle Zeit haben und trotzdem die Kinder nicht verhungern, die Oma versorgt und das Zuhause kein Saustall ist.
Hinzu kommt, dass wir in einer Zeit leben, in der vieles im Umbruch ist.Kriege treten vor unsere Haustür und bringen neben menschlichem Leid auch Tod, eine Energie- und Wirtschaftskrise folgt nach der anderen. Rechte Akteure, wie jüngst mal wieder an der AfD zu sehen ist, versuchen einen Rollback in vergangene vermeintlich „gute alte Zeiten“ und schüren Hass, Rassismus und engstirniges Denken. Gerade haben wir die Corona-Pandemie überstanden, die uns Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zurück an den Herd katapultierte und die Gewalt in Familien explodieren ließ und nun heißt es wieder einmal den Gürtel enger schnallen. Für „Sozialklimbim“ sei laut dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler kein Platz. Was das für uns in der Konsequenz heißt: ein Sparzwang, der eine der größten Kürzungen im sozialen Bereich seit den 1990er Jahren mitbringt.
Es werden massiv Mittel im Sozialhaushalt gekürzt und die schlechtere Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen imSozial-, Pflege- und Erziehungsbereich wird weitergehen. Es wird bei denen gespart, die sowieso nicht viel haben und weiter von unten nach oben verteilt. Als Beispiel sei hier die Kindergrundsicherung genannt, die alle Leistungen für armutsgefährdete Kinder in einer Stelle vereinen sollte und nun nur noch mit einem Rest-Budget von 2,4 statt 12 Mrd € eingeführt wird, sowie für Alleinerziehende weniger Unterstützung bedeuten kann. Einen Kindergartenplatz zu erhalten ist trotz gesetzlichem Anspruch immer noch Glücksache und eine gute Schulbildung oder ein Studium können sich nur die leisten, die viel Kohle haben; wird der Bildungsbereich doch seit vielen Jahren ebenfalls kaputtgespart.
Durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen sind vor allem Frauen dazu gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten und prekäre Arbeitsplätze anzunehmen. Ganz zu schweigen von einer immer noch vorhandenen ungleichen Bezahlung zu den männlichen Kollegen, lag doch der sog. Gender Pay Gap im letzten Jahr im Südwesten immer noch bei 22%. Gerade für Alleinerziehende bedeutet dies eine Spirale, die überproportional oft für Frauen in der Altersarmut endet oder sie dazu drängt in Familienstrukturen zu bleiben und vermehrt Abhängigkeiten fördert. Zudem reicht der Lohn einer Arbeitsstelle für Alleinerziehende oder Alleinstehende oft gerade so zum Überleben, große Sprünge oder unvorhergesehene Ausgaben sind nicht möglich. Viele müssen sich mit einem Nebenjob oder zwei Arbeitsstellen über Wasser halten. Frauen werden durch gesetzliche Regelungen, wie das Ehegattensplitting, in traditionelle Familienmodelle gedrängt oder dort festgehalten. Sie erleben eine Verdichtung der Arbeit durch einen Job und die zusätzlich hauptsächlich durch sie zu verrichtende Haus- und Care-Arbeit. 
Wie kommen wir heraus aus solchen Teufelskreisen? Von Ratgebern oder in klugen Sprüchen hören wir dann oft, du musst nur an dir arbeiten und dich verändern, noch flexibler werden, mehr Yoga als Ausgleich machen oder dir einen reiche(re)n Partner suchen. Doch alles „Selfcare“ dieser Welt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in einer Gesellschaft und in einem Staat leben, der die ökonomischen Interessen über die der Menschen stellt. Uns wird immer wieder gesagt, dass wir in einem Sozialstaat leben und es uns doch gut geht. Doch da wo Menschen in Zahlen berechnet werden und der Aufwand, den „es lohnt“ in einen Menschen zu stecken, ebenfalls kalkuliert wird, da ist von Sozial im Staat nicht viel übrig, sondern die wirtschaftlichen Interessen und Ausbeutung durch Arbeit dominieren. Ist das das gute Leben nach dem wir alle streben? Muss unsere Gesellschaft nicht eigentlich genau anders herum funktionieren, indem der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt wird? Doch das wird es im Kapitalismus nicht geben. 
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht 100 Mrd€ in die Rüstung und das Militär gesteckt und damit Kriege gefördert werden, die uns und unseren Planeten zerstören.Wir müssen selbst kämpfen, z.B. für ein gut funktionierendes Bildungssystem mit einer geschlechtergerechten Erziehung oder für kostenlose Kinderbetreuung, die kollektiv organisiert wird und nicht als profitorientiertes Unternehmen. Oder auch für Wohnungen, die wir uns noch leisten können und für ein Stadtviertel, das an den Bedürfnissen der sie Bewohnenden orientiert ist und nicht nur öffentlichen Raum kennt, der kommerziell genutzt wird. Einen öffentlichen Raum, der für alle zugänglich ist und nicht von Frauen mit einem Pfefferspray zur Verteidigung in der Tasche durchquert wird.
Diese Aufzählung ließe sich noch lange weiterführen und kann doch noch nicht abschließend beendet werden. Denn wir sind es, die diese Gesellschaft gemeinsam verändern können, es wird kein Retter kommen, der für uns die patriarchalen Strukturen abschafft. Deshalb lasst uns zusammenkommen, diskutieren, die Vereinzelung unserer Gesellschaft durchbrechen, uns als Frauen solidarisch zusammenschließen und Ideen für die dringend notwendige Veränderung unserer Gesellschaft, des kapitalistischen Wirtschaftssystems und unseres Miteinanders zusammen ausgestalten. Gemeinsam als Frauen unserer Klasse wollen wir die Vorstellung eines guten Lebens für uns alle entwerfen, an vorhandenen Ideen anknüpfen und diese weiterentwickeln. Z.B. wie (un)bezahlte Care-Arbeit verkollektiviert werden kann, also wie Kindererziehung außerhalb der Kleinfamilie im Haus, in der Straße oder im Viertel organisiert werden kann oder wir mit gemeinsamen Versorgungseinrichtungen, wie einer Stadtteilmensa,die Haus-Arbeit gleichberechtigt auf mehrere Schultern verteilen. Wie wir Kämpfe um unsere Zeit lostreten und weiterentwickeln können, damit neben Arbeit und Haushalt noch Luft für Bildung, Kultur und soziales/politisches Engagement bleibt. Oder wie wir z.B. durch Streiks oder öffentliche Lohnlisten dem Gender Pay Gap und niedriger Bezahlung in sog. weiblich konnotierten Berufssparten entgegenwirken können und vieles mehr. Lasst uns das zusammen angehen!
Lasst uns die Unzumutbarkeiten nicht länger schweigend und unwidersprochen hinnehmen. Kommt zur Kundgebung am 8. März am Plärrer und lasst uns gemeinsam bei Veranstaltungen Ideen entwickeln wie wir vorankommen. Denn wir wollen ein Leben, in dem wir nicht bestimmte Rollen aufgrund unseres Geschlechtes erfüllen müssen, in dem wir nicht nach unserem Aussehen oder unserer Herkunft beurteilt werden, in dem es keine soziale Ungleichheit gibt, wir den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen teilen und ein solidarisches Miteinander leben. 
Lasst uns am 8. März und darüber hinaus ein starkes und kämpferisches Zeichen setzen für eine Welt jenseits von kapitalistischer Ausbeutung und patriarchaler Unterdrückung!
Demonstration am 8.März um 17 Uhr Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt um 16.30 am Jamnitzer Platz
Samstag, 09.03.2024

Grundlagenvortrag Kritik am liberalen Feminismus am 9.03.24 um 18:00 Uhr Youth Connect Öffnung der RZN

  Wir laden euch herzlich zu unserer Youth Connect Öffnung in die Schwarze Katze ein. Anlässlich des internationalen Frauenkampftags hören wir gemeinsam einen Vortrag zur Kritik des liberalen Feminismus und wieso wir die lohnabhängige Klasse für zentral im Kampf gegen das Patriarchat betrachten. Im Anschluss ist Raum für Diskussion. Kommt gerne vorbei und lernt uns kennen. Für Essen uns Getränke ist gesorgt.   Geöffnet ab 18:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze, untere Seitenstraße 1, 90429 Nürnberg
Montag, 18.03.2024

Raus zum Tag der politischen Gefangenen!

Der weltweite Kampf der kapitalistischen Staaten um Absatzmärkte, Einflusszonen und Investitionsmöglichkeiten wird schärfer und es entstehen im Zuge dessen schon länger immer offenere Konflikte, die immer mehr Eskalationspotential bieten. Unzweifelhaft dämmert die Neuaufteilung der Welt. Der von der NATO angeheizte und von der Russischen Föderation zum militärischen Gefecht eskalierte Konflikt um die Ukraine ist dabei nur ein Beispiel. Weitere sind das Ringen der USA und China um Taiwan, wie auch Versuche verschiedener Akteure, mehr Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent zu gewinnen.

Hinzu kommt, dass im vergangenen Oktober Israel durch militante palästinensische Gruppen, unter Führung der Hamas, militärisch angegriffen wurde. Das israelische Militär begann daraufhin den Gazastreifen zu bombardieren. Dieser vorläufige Höhepunkt des seit Jahrzehnten bestehenden Konflikts hält seitdem an.

In dieser brandgefährlichen Gemengelage vertritt auch die BRD ihre Interessen bzw. die des deutschen Kapitals. Und damit das möglichst ungestört von statten geht, sollen wir Werktätige möglichst wenig sagen und tun, was dem im Weg steht. Deshalb findet in allen Fragen, die diese Interessen betreffen, ein besonders krasser Kampf um die Meinungen der Menschen statt. Deshalb tritt der Staat zunehmend repressiver auf – generell, aber auch im Besonderen:

Gegen Menschen, die sich Versuchen, die Gesellschaft immer weiter nach rechts zu drängen, entgegenstellen oder gegen Menschen, die Kriegsrhetorik etwas entgegensetzen. Gegen Menschen, die soziale Proteste organisieren oder solche, die den Kapitalismus ankreiden. Hier sollen nur ein paar Beispiele genannt sein.

So kommt es, dass die kurdische Freiheitsbewegung kriminalisiert wird - im Januar startete der Prozess gegen Tahir Köcer, der im vergangenen Jahr in Nürnberg festgenommen wurde. Ihm wird nach §129b StGB die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. So kommt es, dass die, die zum Nahostkonflikt eine Meinung vertreten, die nicht der deutschen Staatsräson entspricht, eingeschüchtert werden. Das passiert bspw. über Verbote palästinasolidarischer Demonstrationen, Razzien gegen die migrantische Selbstorganisation ZORA und medial erhobene Forderungen nach Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit für Nicht-staatsbürger und schnellerer Abschiebungen von vermeintlichen Antisemiten. So erklären sich ebenfalls die Angriffe der Polizei auf die Luxemburg und Liebknecht Demonstration in Berlin oder, dass mehrere Dutzend KlimaaktivistInnen bereits vor Beginn der Internationalen Automobil Ausstellung 2023 in München in Präventivhaft genommen worden sind. Nicht zuletzt ist das wohl der Grund, wegen dem in Nürnberg gegen mehrere AntifaschistInnen nach §129 ermittelt wird, weil sie Graffiti gesprüht haben sollen.

Umso wichtiger ist es in diesen Zeiten, dass wir uns bemühen, es der Repression nicht unnötig einfach zu machen. Dass wir uns umeinander kümmern und für alle von Repression Betroffenen da sind. Dass wir den vielen Gefangenen Briefe schreiben und sie nicht vergessen. Dass wir solidarisch zusammenstehen.

In diesem Sinne wollen wir den Tag der politischen Gefangenen, den 18.03.2024 mit einer Kundgebung begehen.

18 Uhr Kundgebung am Jamnitzerplatz. Anschließend wird es Gefangenen schreiben in der Vokü ab 19 Uhr geben.

Verbreitet unseren Aufruf gerne weiter und nutzt unsere Sharepics (1414x2000, 500x707).

Mittwoch, 27.03.2024

Gesiebte Luft - 27 Jahre Freiheitsentzug

Gesiebte Luft – 27 Jahre Freiheitsentzug

Ein Gespräch mit Thomas Meyer-Falk

Mittwoch, 27.03

19 Uhr

Stadtteilladen Schwarze Katze

Untere Seitenstraße 1 Gostenhof

 

Für viele ist die Vorstellung für ihr politisches Handeln ein paar Jahre im Knast verbringen zu müssen schwer vorstellbar. Thomas verbrachte fast drei Jahrzehnte seines Lebens in verschiedenen Gefängnissen. Seit Ende August 2023 ist er wieder auf freien Fuß und muss sich nun in einer völlig anderen Welt zurechtfinden. Gemeinsam wollen wir mit ihm über seine Zeit im Knast und danach sprechen.

 

Wie steht man so etwas durch, ohne Mitgefühl und Verstand zu verlieren? Was bedeutet Freiheitsentzug eigentlich? Und welchen Wert haben Solidarität und Zusammenhalt in einer scheinbar aussichtslosen Situation?

Eine Veranstaltungsreihe der Roten Hilfe e.V. und Thomas Meyer-Falk

Publikationen

Was war los

28.02.1981
In Brokdorf demonstrieren trotz Verbot rund 100.000 Menschen gegen den Bau des AKW. Die meisten dringen nicht zum Bauzaun vor. Auf den Feldern um den Bauplatz kommt es zu SEK- und Hubschraubereins?tzen.

Make NATO History – ein interview zu den aktivitäten gegen den NATO-Gipfel

Am 3. und 4. April trafen sich politisch und militärisch Verantwortliche der NATO in Strasbourg, Kehl und Baden-Baden, um über militärische Strategien zu diskutieren und das 60. Jubiläum der NATO zu feiern. Doch konnten die PolitikerInnen ihre Bereitschaft für die Interessen des Kapitals über Leichen zu gehen nicht ungestört zur Schau stellen. Ca. 30.000 Menschen protestierten vor Ort und versuchten die Zufahrtswege zum Tagungsort zu blockieren. Sowohl vor als auch während des Gipfels waren die Tage durch die Polizeibrutalität, aber auch durch die Gegenwehr der DemonstrantInnen gekennzeichnet: Tausende wurden daran gehindert, nach Strasbourg zu gelangen. Die Blockaden und die Großdemonstration in Strasbourg mit ca. 10.000  TeilnehmerInnen wurden von der Polizei mit Gummigeschossen, Gas- und Blendschockgranaten angegriffen. Die DemonstrantInnen wehrten sich mit Steinen, eine ehemalige Zollstation und ein Ibis-Hotel wurden angezündet. Es kam zu ca. 300 Festnahmen und bisher bekamen 3 Demonstranten bekamen Gefängnisstrafen.

Im Rahmen der Mobilisierung gegen den NATO-Gipfel fanden auch in Nürnberg verschiedene Aktivitäten statt: Am 7. März veranstaltete die organisierte autonomie eine Konferenz gegen Krieg und Militarismus, am 14. März fanden eine ebenfalls von der OA durchgeführte Agit-Prop-Kundgebung und eine von der Radikalen Linke initiierte Bündnisdemonstration mit ca. 300 TeilnehmerInnen statt. barricada schickte der organisierten autonomie einige Fragen zu der Mobilisierung gegen den NATO-Gipfel, die diese schriftlich beantwortete..

barricada: Beginnen wir im Vorfeld der Erreignisse. Ihr habt ja bereits im Vorfeld des NATO-Gipfels lokale Aktivitäten gestartet. Welchen Sinn hatten diese Aktivitäten?

organisierte autonomie: Wir haben eine Antikriegskonferenz und eine Agit-Prop-Kundgebung in der Nürnberger Innenstadt durchgeführt, uns darüber hinaus an der lokalen Demonstration beteiligt. Diese lokalen Aktivitäten dienten alle selbstverständlich der Mobilisierung gegen den NATO-Gipfel in Strasbourg und erfüllten darüber hinaus verschiedene Funktionen. Mit der Konferenz sollten Hintergrundwissen und Inhalte der Mobilisierung gegen die Kriegspolitik der kapitalistischen Metropolen vermittelt oder vertieft werden und die für Strasbourg geplanten Aktivitäten vorgestellt werden. Es sollten Interessierte an die Thematik herangeführt und darüber hinaus aufgezeigt werden das eine Welt ohne Krieg nur jenseits der herrschenden kapitalistischen Wirtschaftsweise zu haben ist, deren Mechanismen zwangsweise immer wieder Kriege um Resourcen, Absatzmärkte Einflußsphären etc. hervorbringen. Bei der Agit-Prop-Kundgebung stand nicht die Mobilisierung von KriegsgegnerInnen zur Kundgebung auf der Tagesordnung sondern die Information, Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung. An der lokalen Anti-Nato-Demo haben wir uns mit der selben Zielsetzung beteiligt.
Allgemein kann zum Sinn dieser Aktivitäten noch gesagt werden, dass bundesweite bzw. in diesem Fall sogar länderübergreifende Kampagnen der radikalen Linken eine lokale Mobilisierung und, angesichts der Desinformation durch die bürgerlichen Medien, eine lokale Vermittlung brauchen. Das mit der Mobilisierung der eigenen Kräfte haut ja in den meisten Städten einigermaßen hin, Versuche über die eigenen Szenegrenzen hinaus mobil zu machen sind da schon dünner vorhanden und die Vermittlung von Aktivitäten fällt nach wie vor viel zu oft völlig flach. Will die revolutionäre Linke in diesem Land aber darüber hinauskommen eine sich selbst genügende Kraft zu sein, die ihrer Ablehnug der Verhältnisse immer mal wieder Ausdruck verleiht, kann dies nur gelingen wenn Wege gefunden werden antikapitalistische Inhalte gesellschaftlich zu vermitteln und zu verankern. Darüber hinaus werden über die gesellschaftliche Vermittlung und Verankerung von Großmobilisierungen, bereits im Vorfeld der eigentlichen Aktivitäten, die politischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Durchführung der selben geschaffen. Mit unseren lokalen Aktivitäten haben wir versucht genau da einzuhaken.

barricada: Wie würdet ihr im Nachhinein die bundesweite Mobilisierungsphase gegen den NATO-Gipfel bewerten?

organisierte autonomie: Auf der lokalen Ebene kann das was gelaufen ist sicherlich als gelungen und auf dieser Grundlage als ausbaufähig bezeichnet werden.
Bundesweit ist es trotz massiver staatlicher Einschüchterung gelungen, Tausende zu den konkreten Aktivitäten in Strasbourg und Kehl zu mobilisieren, was sicherlich ein Erfolg ist.
Ohne das wir einen kompletten Überblick haben was alles BRD-weit gelaufen ist, bleibt aber auf alle Fälle festzuhalten das im Vorfeld der konkreten Erreignisse eine große Schwäche der Kampagne gegen den NATO-Gipfel lag. Die Mobilisierung in der BRD blieb vielerorts zu sehr auf die bereits vorhandenen Kräfte beschränkt und es wurden nur vereinzelt überhaupt Versuche unternommen im Vorfeld öffentliche Aufmerksamkeit durch Aktionen, lokale Demos, Massenverteilungen von Flugblättern etc. zu schaffen. Eine erwähnenswerte löbliche Ausnahme stellt in diesem Zusammenhang die bundesweit verteilte Kampagnenzeitung „Make Nato History“ aus dem Spektrum der Interventionistischen Linken dar.
Ansonsten muß gesagt werden, dass sich einmal mehr gezeigt hat, dass es trotz der vorhandenen breiten Ablehnung der deutschen Kriegseinsätze in Afghanistan viel schwerer ist, in der BRD gegen kapitalistische Kriegspolitik  mobil zu machen als beispielsweise gegen den G8-Gipfel. Die weltweite Kontinuität der Mobilisierung gegen die G8 hat eine spürbare gesellschaftliche Empörung erzeugt, die konkrete Aktivitäten trägt und fördert. Kämpfe gegen die kapitalistische Kriegspolitik besitzen jenseits von Großmobilisierungen, wie etwa zu Beginn des Irak-Kriegs, aus vielerlei Gründen, die hier nicht alle genannt werden können, zur Zeit in der BRD nicht die selbe Durchschlagskraft. Zu all dem hinzu kommt die Tatsache, dass der „60 Jahre NATO“-Gipfel teils in der BRD Teils im benachbarten Frankreich stattfand, was die Mobilisierung erschwerte.
In Frankreich wurde unseres Erachtens die Mobilisierung nur von Minderheiten der mehr oder minder radikalen Linken getragen und ereichte, was schon an den TeilnehmerInnenzahlen bei den konkreten Ereignissen deutlich wird, längst nicht das dort durchaus mögliche Ausmaß. Die großen französischen Organisationen beteiligten sich nicht an der Kampagne oder betrachteten sie als zweitrangig, so blieb die Mobilisierung kleineren gesellschaftlich wenig verankerten, teils recht spontaneistisch agierenden Gruppierungen und Initiativen überlassen, denen es nicht gelingen konnte eine breite Mobilisierungskraft zu entfalten und den notwendigen gesellschaftlichen Druck im Vorfeld zu erzeugen. Dennoch wurde während der konkreten Aktivitäten in Strasbourg immer wieder deutlich das die Antikriegsbewegung durchaus über einen wahrnehmbaren Rückhalt in der französischen Bevölkerung verfügt.

barricada: Zu den Ereignissen. Wie angekündigt, hatten die BRD und Frankreich das sogenannte Schengener Abkommen ausgesetzt und führten schikanöse Kontrollen durch, erteilten Ausreiseverbote und ließen zahlreiche Straßen sperren. Die Anreise von GegnerInnen der NATO-Kriegspolitik sollte so erschwert, verzögert oder verunmöglicht werden. Wie lief das konkret ab, welche Auswirkungen hatte es und wie schätzt ihr diese Art der vorgelagerten Repression ein?

organiserte autonomie: Bei größeren länderübergreifenden Mobilisierungen gehört das ja heute bereits zum Standartprogramm der europäischen  Repressionsapparate. Durch die Ankündigung von massiven Kontrollen soll bereits im Vorfeld ein Klima der Verunsicherung und Einschüchterung bei potentiellen TeilnehmerInnen erzeugt werden um sie von einer Anreise abzuschrecken. Ansonsten kann für den konkreten Fall gesagt werden, dass das gesamte Programm zur Anwendung kam. Es wurden massiv Kontrollen durchgeführt, es kam im Rahmen dieser zu Drohungen und vereinzelt zu Übergriffen, entgegen der gesetzlich verankerten Unschuldsvermutung und des Rechts auf Demonstrationsfreiheit wurden willkürliche Ausreiseverbote verhängt, von denen Teils Einzelne, Teils alle in einem Kfz reisende betroffen waren. Bei Durchsuchungen von Bussen und PKWs wurden wahllos Gegenstände beschlagnahmt. In einem Nürnberger Auto wurde von den deutschen Ordnungshütern z.B. ein Transparent von uns, zwei Surfbretter und eine Fahne mit dem Aufdruck: „Antifaschistische Aktion“ konfisziert.
Das Recht auf Demonstrationsfreiheit mußte so bereits bei der Anreise durchgesetzt werden, viele taten das auf Schleichwegen oder durch eine zeitige Anreise, andere setzten kollektiv eine Weitereise durch. Welche Auswirkungen der abschreckende Charakter dieser staatlichen Maßnahmen in Verbindung mit der gleichzeitigen kritiklosen Übernahme von Polizeimeldungen in den bürgerlichen Medien hat, ist schwer einzuschätzen. Die Kontrollen, Straßensperrungen etc. im Vorfeld verzögerten aber bei vielen die Anreise und verunmöglichten in einigen Fällen auch jenseits von Ausreiseverboten eine Teilnahme an den Aktivitäten.

barricada: Am Samstag morgen wurde versucht durch Straßenblockaden die Zufahrt zum NATO-Tagungsorte dicht zu machen und damit die Anreise der Teilnehmenden zu be- bzw. zu verhindern. Durch die Blockaden sollte in den Ablauf der Erreignisse eingegriffen werden und die Ablehnung der Kriegstagung symbolisch verdeutlicht werden. Die französischen Polizeieinheiten gingen bereits an manchen Sammelpunkten mit CS-Gasgranaten massiv gegen TeilnehmerInnen vor. Unter Umgehung von Polizeieinheiten versuchten die BlockiererInnen denoch in größeren und kleineren Gruppen und Zügen mit bis zu 400 Teilnehmenden die geplanten Blockadepunkte zu erreichen. Die Polizei schoß den gesamten Vormittag über Gummigeschosse, Gas und Blendschockgranaten auf alle größeren Menschenansammlungen, dem vereibarten Aktionskonsens folgend ließen sich die etwa 3000 TeilnehmerInnen jedoch auf keine Auseinandersetzungen mit den Polizeieinheiten ein, versuchten immer wieder diese zu umgehen und es gelangen schließlich an einigen Stellen auch Blockaden. Ihr und die Interventionistische Linke, in der ihr ja Mitglied seid, habt ja auch zu den Blockaden mobilisiert. Wie schätzt ihr die Blockadeaktionen ein? Und warum gelang es in Strasbourg nicht, wie beim G8-Gipfel in Heiligendamm den Tagungsort dicht zu machen?

organisierte autonomie: Wir wollen vorausschicken, dass es nur Einzelnen von uns gelungen ist, aktiv an einer Blockade teilzunehmen. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass die Blockadeaktivitäten gut vorbereitet waren, die Stimmung unter den TeilnehmerInnen kämpferisch war und die Leute sich auch durch das von euch beschriebene Vorgehen der französischen Bullen nicht einschüchtern ließen. Dass trotz der Ankündigung des Polizeieinsatzleiters: „Wenn sie um 7 Uhr (…) auf der Straße sind, werden sie das um zehn nach sieben nicht mehr sein“ und dem dazu passenden Vorgehen der Polzei nicht nur temporäre Blockaden gelangen, sondern es gelang sich den gesammten Vormittag in der Innestadt zu halten und dem Protest vor Ort Ausdruck zu verleihen, ist schon ein politischer Erfolg.
Ansonsten könnte Mensch wie andere darüber spekulieren, ob wir ohne den Aktionskonsenz  mit anderen Mitteln nicht weiter gekommen wären,  wir denken jedoch, dass das nicht der entscheidende Punkt war, warum es nicht gelang den Tagungsort wie in Heiligendamm komplett dicht zu machen. Es herrschten in Strasbourg einfach andere Ausgangsbedingungen. Ob eine Blockade praktisch erfolgreich durchgeführt werden kann, entscheidet sich angesichts der in den Metropolen heute herrschenden Kräfteverhältnisse, wenn es keine überraschende oder spontane Aktion ist, im Vorfeld. In der Mobilisierung muß der gesellschaftliche Druck erzeugt werden, der die Herrschenden dazu zwingt, auf die gewaltsamme Verhinderung einer solchen Aktion zu verzichten. Zur NATO-Kriegskonferenz in Strasbourg, das zeichnete sich bereits im Vorfeld ab, konnte dieser Druck nicht erzeugt werden. In Frankreich waren die an der Vorbereitung der Blockaden Beteiligten zu schwach und von der BRD aus konnte die gesellschaftliche Verankerung selbstverständlich nicht geschaffen werden. Hinzu kommen die unterschiedlichen geografischen Gegebenheiten, weite Felder und Wälder, die der Polizei die Absperrung erschweren in Heiligendamm und besser zu kontrollierende Innenstadtstraßen in Strasbourg.
Weil aber eine Aktion nicht nur an ihrem praktischen gelingen gemessen werden kann, sondern und das vor allem, an dem was sie politisch nach Innen und Außen bewirkt, halten wir es auch im Nachhinein für richtig, zu den Blockaden aufgerufen zu haben.

barricada: Am Nachmittag stand die Großdemonstration an. Der Auftaktplatz am Stadtrand, wie die von der Präfäktur vorgegebene Route durch ein Industriegebiet auf einer Halbinsel, signalisierten bereits im Vorfeld das hier staatlicherseits eine von der Straßbourger …ffentlichkeit wahrnehmbare Demonstration mit Kontakten zur Bevölkerung unterbunden werden sollte. Das es die Staatsorgane dabei nicht belassen würden hat sich schnell gezeigt. So musste der freie Zugang zum Auftaktplatz, an einer nur als völlig illegal zu bezeichnenden Polizeiabsperrung erst mal erkämpft werden. Ankommende TeilnehmerInnen die sich vor der Sperre sammelten und Zugang forderten, wurden mit Gasgranaten beschossen. Im Rahmen einer sich darauf entwickelnden Straßenschlacht gelang es die Straßensperre zu durchbrechen.Ein freier Zugang zur Demonstration wurde jedoch weiterhin durch weiträumige Kontrollen, massive Absperrungen, Straßensperrungen und Umleitungen verhindert, so dass Tausende gar nicht erst zum Auftaktplatz durchkamen. Ein Demonstrationszug von 7000 Menschen aus Kehl der über die Rheinbrücke zum Auftaktplatz kommen wollte, wurde auf deutscher Seite von der Polizei gestoppt und nicht weitergelassen. Einige tausend DemonstrantInnen versuchten vom unmittelbar vor der Grenze gelegenen Auftaktplatz aus die Grenze zu stürmen und einen Zugang der aus Kehl kommenden Demo zu erzwingen. Im Zuge der sich entwickelnden Straßenschlacht wurde eine nicht besetzte Grenzstation in Brand gesetzt. Die Auseinandersetzungen weiteten sich schließlich aus. Ein laut Radiostationen für die Polizei reserviertes leeres Hotel, ein städttischer Infopoint und eine Apotheke wurden in Brand gesteckt. Als die Polizei den in der Nähe der Auseinandersetzungen gelegenen Auftaktplatz zur Demonstration aus Hubschraubern mit Gasgranaten unter Beschuß nahm, wurde die Auftaktkundgebung abgebrochen. Der Zug setzte sich in Bewegung. Über die gesamte Route wurden die TeilnehmerInnen immer wieder mit Gas- und Blendschockgranaten beschossen und es kam an einer in die Innenstadt führenden Brücken zu Auseinandersetzungen.Wie schätzt ihr die Demonstration und die Straßenkämpfe ein? Wie war der antikapitalistische Block der Interventionistischen Linken zu dem ihr ja auch mobiliisert habt?

organisierte autonomie: Obwohl mehreren tausend angereisten AktivistInnen eine Teilnahme auf Grund der polizeilichen Absperrungsringe nicht gelang war die Demo mit über zehntausend TeilnehmerInnen die größte Aktion gegen den Nato-Gipfel in Strasbourg und erzielte wohl auch das größte Medienecho. Die Empörung über die zugewießene Route und das Vorgehen der Polizei war groß, die Stimmung kämpferisch und unseres erachtens von einem solidarischen Umgang geprägt. Dem Antikapitalistischen Block war es in der hektischen Situation, in der der Aufbruch der Demo stattfand, nicht möglich sich wirklich zu sammeln und er war deshalb nicht so groß und wahrnehmbar, wie wir uns das gewünscht hätten.
Unter den in Strasbourg für die Demo staatlicherseits gesetzten Bedingungen musste es zwangläufig zu Auseinandersetzungen kommen, wollte mensch nicht kapitulieren und auf die angemeldete Demonstration ganz verzichten. In Folge der den ganzen Tag anhaltenden staatlichen Schikanen und Übergriffe, die darauf abzielten jede Artikulation von Protest zu verunmöglichen, kam es, wie ihr ja beschrieben habt, dann auch rund um den Auftaktplatz zu militanten Auseinandersetzungen mit den Polizeikräften. Viele hatten einfach die Schnauze voll und entschieden sich das Demonstrationsrecht offensiv durchzusetzen. Die meisten Aktionen waren dabei zielgerichtet, wenn auch einige Sachen passierten die nicht unsere Zustimmung finden.
Der Demonstrationszug war ansonsten sehr lebendig und erwehrte sich der andauernden Polizeiattacken. So wurde den nachrückenden Polizeieinheiten, die die TeilnehmerInnen mit CS-Gasgranaten beschossen durch Barrikadenbau das nachsetzen erschwert. Europaletten und zwei Eisenbahnwaggons dienten dabei als Material.
Eine normale Demonstration mit Kontakten zur Bevölkerung war das selbstverständlich nicht. …ffentlichkeit konnte in diesem Fall nur medial gesichert werden und das gelang dank der Sensationsgier der bürgerlichen Medien in diesem Fall weltweit. Dass die konkreten Inhalte dabei auf der Strecke blieben und die Version von Staat und Polizeiapparat zu den Ereignissen zum besten gegeben wurde, konnte unter den gesetzten Bedingungen nicht mehr beinflusst werden.
Im Allgemeinen trifft für die Demonstration zu, was wir zu den Blockaden schon gesagt haben. Die Schwäche lag nicht bei der Durchführung sondern im Vorfeld. Hier hätten andere, bessere Voraussetzungen geschaffen werden müssen.

barricada: Zum Schluss möchten wir euch noch um eine kurze Gesamteinschätzung bitten

organisierte autonomie: Dass es nicht umfassend gelungen ist, die eigenen Vorstellungen umzusetzen, wurde ja bis hierher bereits deutlich. Um die 30.000 Menschen konnten dennoch gegen die NATO-Kriegstagung mobilisiert werden, von denen ein hoher Anteil aus der BRD anreiste. Das ist sicherlich, angesichts der seit Jahren, trotz deutscher Kriegseinsätze, bestehenden Mobilisierungsschwäche der BRD-Linken in diesem Themenfeld ein großer Erfolg. Es ist aber auf der anderen Seite personell zu wenig, um sich gegen die faktische Außerkraftsetzung des bürgerlichen Demonstrationsrechts umfassend durchzusetzen. Angesichts der massiven staatlichen Behinderung, der exzessiven und offensiven Gewalt des Repressionsapparates, der offensichtlich darauf abzielte Protest und Widerstand gegen die kapitalistische Kriegspolitik nicht zuzulassen, kann die Mobilisierung denoch unter dem Strich positiv bewertet werden. Wenn auch die Vermittlung eigener Inhalte und vor allem revolutionärer Perspektiven sicherlich nicht im notwendigen Ausmaß gelang, bleibt trotzdem die Tatsache, dass es in Strasbourg den vom Staat gesetzten Bedingungen zum Trotz, gelungen ist, ein weltweit wahrnehmbares Signal gegen die Kriegspolitik der NATO-Staaten zu setzen.
Auf der lokalen Ebene, kann die Mobilisierung sicherlich als Erfolg gewertet werden. Über 150 Menschen sind mit zwei Bussen und zahreichen PKWs nach Straßbourg gefahren, haben sich vor Ort an den Aktivitäten beteiligt und sicherlich allerlei nützliche Erfahrungen gesammelt. Es gelang im Vorfeld begrenzt, aber durchaus gesellschaftlich wahrnehmbar, Inhalte der Kampagne durch zahlreiche Aktivitäten nach außen zu tragen und zu vermitteln. Und auch das soll an dieser Stelle einmal gesagt werden: viele AktivistInnen aus dem Großraum haben in die Organisation und Durchführung der Proteste in Strasbourg viel Zeit und Kraft investiert. Ohne sie hätte zum Beispiel der Aufbau und die Infrastruktur des Camps, über das hier gar nichts gesagt wurde, sicherlich nicht so reibungslos funktioniert.

barricada – Zeitung für autonome Politik und Kultur – April 2009

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