Termine

Freitag, 01.03.2024

Freitag, 1. März 2024: AAB-Solitresen zur Demo GET ORGANIZED! Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!

Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1, Nürnberg Geöffnet ab 19 Uhr, Vortrag 20 Uhr

Mobilisierungsveranstaltung mit Vortrag zur Demo am 2. März - 14 Uhr - Nelson-Mandela-Platz. Massenweise gehen Menschen gegen die AfD und den gesellschaftlichen Rechtsruck auf die Straße. Parteien und Mainstreammedien behaupten, die DemonstrantInnen würden Demokratie und die herrschenden Verhältnisse verteidigen. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass die AfD vom Staat des Kapitals lediglich in Reserve gehalten wird, um im Falle einer weiteren Zuspitzung der ökonomischen und sozialen Krise von der Leine gelassen zu werden. Bis dahin dürfen die etablierten Parteien die kapitalistische Agenda von gesellschaftlicher Faschisierung (inkl. §129-Verfahren gegen Nürnberger Antifas), Militarisierung, Aufrüstung, Krieg, rassistischer Abschottungspolitik und sozialem Kahlschlag umsetzen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Solitresens des Antifaschistischen Aktionsbündnisses statt. Alle Getränke kosten deshalb 1 Euro mehr. Der Erlös fließt in die antifaschistische Solidaritätsarbeit.
Samstag, 02.03.2024

GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!

Für den 2. März 2024 rufen linke und antifaschistische Gruppen aus dem Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen (darunter auch wir) zu einer Demonstration unter dem Motto: "GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!" auf. Sa., 2.3.2024, 14:00 Uhr | Nelson-Mandela-Platz (das ist hinter dem Hauptbahnhof) | Nürnberg Achtet auf Ankündigungen hier, da sich an den Daten oben noch etwas ändern kann. AUFRUF zur Demonstration: Anfang Januar enthüllte die Rechercheplattform Correctiv ein Treffen von Werteunion, Großindustriellen, AfD und Neonazis. Bei diesem Treffen wurden massenhaft Deportationen von Menschen aus Deutschland geplant. Seitdem gehen deutschlandweit Millionen auf die Straße. Endlich gibt es wieder große Proteste gegen Rechts!Und trotzdem können wir es nicht dabei belassen, ab und an gegen Nazis auf die Straße zu gehen. In einer Gesellschaft, in der rassistische und antisemitische Angriffe Alltag sind, reicht es nicht, einmal auf eine Großdemonstration zu gehen: Während wir die Deportationsphantasien der AfD kritisieren, werden Menschen aus Europa abgeschoben oder sterben gar an den Außengrenzen. Auch bei Hetze und Kürzungen gegen Erwerbslose und ärmere Menschen steht die Regierung der AfD kaum nach. Jeden Tag werden Menschen aus ihren Wohnungen geworfen, weil sie sich die Miete nicht leisten können. All das ist für viele von uns bittere Realität. All das macht uns traurig, ohnmächtig und wütend. All das passiert in einer gesellschaftlichen Stimmung, in der Antifaschismus kriminalisiert und linke Proteste angegriffen werden. Die Holocaust-Überlebende Esther Bejerano sagte bereits: „Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen“, und sie hatte recht.Während Nazis auf der Straße Brandanschläge begehen und queere Jugendliche verprügeln, setzen Parlament und Regierung extrem rechte Forderungen um. Doch was tun deutsche Behörden? Sie stecken ihre Energie in den Kampf gegen linke Bewegungen. Ein lokales Beispiel sind die Razzien in Nürnberg im vergangenen Oktober: Wegen ein paar angeblicher Graffittis wurden die Wohnungen von sechs jungen Menschen durchsucht und ein Ermittlungsverfahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung eröffnet. Vorgeworfen wird ihnen unter anderem die „Verherrlichung der Antifa“. Es bleibt an uns, all dem etwas entgegenzusetzen! Lassen wir der AfD und anderen Rechten keine Ruhe, keinen Sitz im Parlament und keinen Fußbreit auf der Straße! Treten wir der Unterdrückung und Ausbeutung in dieser Gesellschaft gemeinsam entgegen – Auf allen Ebenen und mit allen Mitteln. Gemeinsam als von Rassismus Betroffene, als Queers, als Juden*Jüdinnen, als Antifaschist*innen und viele mehr. Nur gemeinsam können wir einen Umgang mit all der Trauer, der Ohnmacht und der Wut finden.Lasst uns füreinander einstehen und uns gegenseitig unterstützen. Lasst uns nicht zuschauen, wenn unsere Nachbar*innen aus ihren Wohnungen geworfen oder abgeschoben werden. Lasst uns Schluss machen mit der Vereinzelung und uns zusammenschließen. Lasst uns Räume für Solidarität und Freundi*nnenschaft schaffen und die klassenlose Gesellschaft als Antwort auf Rechtsruck, Ausbeutung und Unterdrückung aufbauen. Lasst uns nicht aufhören zu kämpfen: Für eine Welt, in der wir alle ohne Angst leben können!Kommt am 02. März mit uns auf die Straße! Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung! – Für die befreite Gesellschaft!
Samstag, 02.03.2024

Isa-Kneipe mit dem Film "Lip oder die Macht der Phantasie"

Im Rahmen unserer Isa-Kneipe im Vorfeld des Internationalen Frauenkampftags 2024 sehen wir uns gemeinsam einen Fim an von Chris Marker über den Kampf bei der französischen Uhrenfabrik LIP. Dieser Kampf spielt eine wichtige Rolle im Gedächtnis der französischen Lohnabhängigen. Die Frauen standen hier wie so oft, wenn es ernst wird, in vorderster Reihe. Die dokumentarische Film vermittelt die erregende Atmosphäre, die entstehen kann, wenn Utopien greifbar werden.
Stadtteilladen Schwarze Katze Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 19-20 Uhr: Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht ab 20 Uhr: ISA-Kneipe
Die Handlung: "Seit Mitte April 1973 bedrohen Massenentlassungen die Lip-Belegschaft, es kommt zu ersten Demonstrationen. Als am 12. Juni verkündet wird, es gebe keinen Lohn mehr, kommt es zum Bossnapping und zum ersten Einsatz der Sicherheitskräfte - und es kommt zur Beschlagnahme des Uhrenlagers durch die Belegschaft. Auf die riesige Demonstration am 15. Juni folgt am 18. Juni die Besetzung der Fabrik: die Produktion in Eigenregie beginnt. Am 14. August wird die Besetzung von der Polizei gewaltsam beendet, der Kampf ist damit aber noch lange nicht vorbei...
Freitag, 08.03.2024

Frauen kämpfen international gegen Krise, Krieg und Kapital! - Raus zum 8.März!

8.März Demo || Internationaler Frauenkampftag || 17:00 Uhr || Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt || 16:30 Uhr || Jamnitzer Platz, Gostenhof
Auf die eine oder andere Art kennen wir es doch alle: wir kochen, putzen, waschen die Wäsche und gehen einkaufen. Wir gießen die Blumen und räumen die Spülmaschine im Büro aus. Wir erziehen die Kinder, bringen sie zum Sport oder zu Freund*innen und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Wir pflegen die Eltern oder andere Angehörige und helfen dort im Haushalt. Wir denken über die Geschenke von Bekannten und Verwandten nach und planen den nächsten Ausflug für die Familie oder Freund*innen und und und.
Und das alles meist zusätzlich zu einem Job, zu den Sorgen über immer teureren Wohnraum, mehr Lebenshaltungskosten, wieder steigende Strom- und Heizungskosten und mehr.
Wenn wir mal durchatmen können, stellt sich die Frage: Wo bleibt da eigentlich noch Zeit für mehr? Wie sollen Bildung, Engagement und Hobbies neben Care-Arbeit und Mental Load noch Platz haben?
Dies geht eigentlich nur, wenn einem jemand den Rücken freihält. Aus unseren Erfahrungen, aber auch statistisch gesehen, sind die, die diese Arbeiten ausführen zum überwiegenden Teil immer noch Frauen. In mehr als 2/3 der Familien werden sie allein von Frauen übernommen und in nur etwa 5% der Haushalte kümmert sich der Mann zum überwiegenden Teil.
Deshalb stellt sich uns die Frage: Wie können wir unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft und die Politik verändern, dass eine gleiche Aufteilung der Erziehungs- und Pflegearbeit möglich wird? Damit wir alle Zeit haben und trotzdem die Kinder nicht verhungern, die Oma versorgt und das Zuhause kein Saustall ist.
Hinzu kommt, dass wir in einer Zeit leben, in der vieles im Umbruch ist.Kriege treten vor unsere Haustür und bringen neben menschlichem Leid auch Tod, eine Energie- und Wirtschaftskrise folgt nach der anderen. Rechte Akteure, wie jüngst mal wieder an der AfD zu sehen ist, versuchen einen Rollback in vergangene vermeintlich „gute alte Zeiten“ und schüren Hass, Rassismus und engstirniges Denken. Gerade haben wir die Corona-Pandemie überstanden, die uns Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zurück an den Herd katapultierte und die Gewalt in Familien explodieren ließ und nun heißt es wieder einmal den Gürtel enger schnallen. Für „Sozialklimbim“ sei laut dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler kein Platz. Was das für uns in der Konsequenz heißt: ein Sparzwang, der eine der größten Kürzungen im sozialen Bereich seit den 1990er Jahren mitbringt.
Es werden massiv Mittel im Sozialhaushalt gekürzt und die schlechtere Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen imSozial-, Pflege- und Erziehungsbereich wird weitergehen. Es wird bei denen gespart, die sowieso nicht viel haben und weiter von unten nach oben verteilt. Als Beispiel sei hier die Kindergrundsicherung genannt, die alle Leistungen für armutsgefährdete Kinder in einer Stelle vereinen sollte und nun nur noch mit einem Rest-Budget von 2,4 statt 12 Mrd € eingeführt wird, sowie für Alleinerziehende weniger Unterstützung bedeuten kann. Einen Kindergartenplatz zu erhalten ist trotz gesetzlichem Anspruch immer noch Glücksache und eine gute Schulbildung oder ein Studium können sich nur die leisten, die viel Kohle haben; wird der Bildungsbereich doch seit vielen Jahren ebenfalls kaputtgespart.
Durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen sind vor allem Frauen dazu gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten und prekäre Arbeitsplätze anzunehmen. Ganz zu schweigen von einer immer noch vorhandenen ungleichen Bezahlung zu den männlichen Kollegen, lag doch der sog. Gender Pay Gap im letzten Jahr im Südwesten immer noch bei 22%. Gerade für Alleinerziehende bedeutet dies eine Spirale, die überproportional oft für Frauen in der Altersarmut endet oder sie dazu drängt in Familienstrukturen zu bleiben und vermehrt Abhängigkeiten fördert. Zudem reicht der Lohn einer Arbeitsstelle für Alleinerziehende oder Alleinstehende oft gerade so zum Überleben, große Sprünge oder unvorhergesehene Ausgaben sind nicht möglich. Viele müssen sich mit einem Nebenjob oder zwei Arbeitsstellen über Wasser halten. Frauen werden durch gesetzliche Regelungen, wie das Ehegattensplitting, in traditionelle Familienmodelle gedrängt oder dort festgehalten. Sie erleben eine Verdichtung der Arbeit durch einen Job und die zusätzlich hauptsächlich durch sie zu verrichtende Haus- und Care-Arbeit. 
Wie kommen wir heraus aus solchen Teufelskreisen? Von Ratgebern oder in klugen Sprüchen hören wir dann oft, du musst nur an dir arbeiten und dich verändern, noch flexibler werden, mehr Yoga als Ausgleich machen oder dir einen reiche(re)n Partner suchen. Doch alles „Selfcare“ dieser Welt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in einer Gesellschaft und in einem Staat leben, der die ökonomischen Interessen über die der Menschen stellt. Uns wird immer wieder gesagt, dass wir in einem Sozialstaat leben und es uns doch gut geht. Doch da wo Menschen in Zahlen berechnet werden und der Aufwand, den „es lohnt“ in einen Menschen zu stecken, ebenfalls kalkuliert wird, da ist von Sozial im Staat nicht viel übrig, sondern die wirtschaftlichen Interessen und Ausbeutung durch Arbeit dominieren. Ist das das gute Leben nach dem wir alle streben? Muss unsere Gesellschaft nicht eigentlich genau anders herum funktionieren, indem der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt wird? Doch das wird es im Kapitalismus nicht geben. 
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht 100 Mrd€ in die Rüstung und das Militär gesteckt und damit Kriege gefördert werden, die uns und unseren Planeten zerstören.Wir müssen selbst kämpfen, z.B. für ein gut funktionierendes Bildungssystem mit einer geschlechtergerechten Erziehung oder für kostenlose Kinderbetreuung, die kollektiv organisiert wird und nicht als profitorientiertes Unternehmen. Oder auch für Wohnungen, die wir uns noch leisten können und für ein Stadtviertel, das an den Bedürfnissen der sie Bewohnenden orientiert ist und nicht nur öffentlichen Raum kennt, der kommerziell genutzt wird. Einen öffentlichen Raum, der für alle zugänglich ist und nicht von Frauen mit einem Pfefferspray zur Verteidigung in der Tasche durchquert wird.
Diese Aufzählung ließe sich noch lange weiterführen und kann doch noch nicht abschließend beendet werden. Denn wir sind es, die diese Gesellschaft gemeinsam verändern können, es wird kein Retter kommen, der für uns die patriarchalen Strukturen abschafft. Deshalb lasst uns zusammenkommen, diskutieren, die Vereinzelung unserer Gesellschaft durchbrechen, uns als Frauen solidarisch zusammenschließen und Ideen für die dringend notwendige Veränderung unserer Gesellschaft, des kapitalistischen Wirtschaftssystems und unseres Miteinanders zusammen ausgestalten. Gemeinsam als Frauen unserer Klasse wollen wir die Vorstellung eines guten Lebens für uns alle entwerfen, an vorhandenen Ideen anknüpfen und diese weiterentwickeln. Z.B. wie (un)bezahlte Care-Arbeit verkollektiviert werden kann, also wie Kindererziehung außerhalb der Kleinfamilie im Haus, in der Straße oder im Viertel organisiert werden kann oder wir mit gemeinsamen Versorgungseinrichtungen, wie einer Stadtteilmensa,die Haus-Arbeit gleichberechtigt auf mehrere Schultern verteilen. Wie wir Kämpfe um unsere Zeit lostreten und weiterentwickeln können, damit neben Arbeit und Haushalt noch Luft für Bildung, Kultur und soziales/politisches Engagement bleibt. Oder wie wir z.B. durch Streiks oder öffentliche Lohnlisten dem Gender Pay Gap und niedriger Bezahlung in sog. weiblich konnotierten Berufssparten entgegenwirken können und vieles mehr. Lasst uns das zusammen angehen!
Lasst uns die Unzumutbarkeiten nicht länger schweigend und unwidersprochen hinnehmen. Kommt zur Kundgebung am 8. März am Plärrer und lasst uns gemeinsam bei Veranstaltungen Ideen entwickeln wie wir vorankommen. Denn wir wollen ein Leben, in dem wir nicht bestimmte Rollen aufgrund unseres Geschlechtes erfüllen müssen, in dem wir nicht nach unserem Aussehen oder unserer Herkunft beurteilt werden, in dem es keine soziale Ungleichheit gibt, wir den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen teilen und ein solidarisches Miteinander leben. 
Lasst uns am 8. März und darüber hinaus ein starkes und kämpferisches Zeichen setzen für eine Welt jenseits von kapitalistischer Ausbeutung und patriarchaler Unterdrückung!
Demonstration am 8.März um 17 Uhr Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt um 16.30 am Jamnitzer Platz
Freitag, 08.03.2024

Frauen kämpfen international gegen Krise, Krieg und Kapital! - Raus zum 8.März!

8.März Demo || Internationaler Frauenkampftag || 17:00 Uhr || Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt || 16:30 Uhr || Jamnitzer Platz, Gostenhof
Auf die eine oder andere Art kennen wir es doch alle: wir kochen, putzen, waschen die Wäsche und gehen einkaufen. Wir gießen die Blumen und räumen die Spülmaschine im Büro aus. Wir erziehen die Kinder, bringen sie zum Sport oder zu Freund*innen und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Wir pflegen die Eltern oder andere Angehörige und helfen dort im Haushalt. Wir denken über die Geschenke von Bekannten und Verwandten nach und planen den nächsten Ausflug für die Familie oder Freund*innen und und und.
Und das alles meist zusätzlich zu einem Job, zu den Sorgen über immer teureren Wohnraum, mehr Lebenshaltungskosten, wieder steigende Strom- und Heizungskosten und mehr.
Wenn wir mal durchatmen können, stellt sich die Frage: Wo bleibt da eigentlich noch Zeit für mehr? Wie sollen Bildung, Engagement und Hobbies neben Care-Arbeit und Mental Load noch Platz haben?
Dies geht eigentlich nur, wenn einem jemand den Rücken freihält. Aus unseren Erfahrungen, aber auch statistisch gesehen, sind die, die diese Arbeiten ausführen zum überwiegenden Teil immer noch Frauen. In mehr als 2/3 der Familien werden sie allein von Frauen übernommen und in nur etwa 5% der Haushalte kümmert sich der Mann zum überwiegenden Teil.
Deshalb stellt sich uns die Frage: Wie können wir unser Zusammenleben, unsere Gesellschaft und die Politik verändern, dass eine gleiche Aufteilung der Erziehungs- und Pflegearbeit möglich wird? Damit wir alle Zeit haben und trotzdem die Kinder nicht verhungern, die Oma versorgt und das Zuhause kein Saustall ist.
Hinzu kommt, dass wir in einer Zeit leben, in der vieles im Umbruch ist.Kriege treten vor unsere Haustür und bringen neben menschlichem Leid auch Tod, eine Energie- und Wirtschaftskrise folgt nach der anderen. Rechte Akteure, wie jüngst mal wieder an der AfD zu sehen ist, versuchen einen Rollback in vergangene vermeintlich „gute alte Zeiten“ und schüren Hass, Rassismus und engstirniges Denken. Gerade haben wir die Corona-Pandemie überstanden, die uns Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zurück an den Herd katapultierte und die Gewalt in Familien explodieren ließ und nun heißt es wieder einmal den Gürtel enger schnallen. Für „Sozialklimbim“ sei laut dem FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler kein Platz. Was das für uns in der Konsequenz heißt: ein Sparzwang, der eine der größten Kürzungen im sozialen Bereich seit den 1990er Jahren mitbringt.
Es werden massiv Mittel im Sozialhaushalt gekürzt und die schlechtere Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen imSozial-, Pflege- und Erziehungsbereich wird weitergehen. Es wird bei denen gespart, die sowieso nicht viel haben und weiter von unten nach oben verteilt. Als Beispiel sei hier die Kindergrundsicherung genannt, die alle Leistungen für armutsgefährdete Kinder in einer Stelle vereinen sollte und nun nur noch mit einem Rest-Budget von 2,4 statt 12 Mrd € eingeführt wird, sowie für Alleinerziehende weniger Unterstützung bedeuten kann. Einen Kindergartenplatz zu erhalten ist trotz gesetzlichem Anspruch immer noch Glücksache und eine gute Schulbildung oder ein Studium können sich nur die leisten, die viel Kohle haben; wird der Bildungsbereich doch seit vielen Jahren ebenfalls kaputtgespart.
Durch Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen sind vor allem Frauen dazu gezwungen, in Teilzeit zu arbeiten und prekäre Arbeitsplätze anzunehmen. Ganz zu schweigen von einer immer noch vorhandenen ungleichen Bezahlung zu den männlichen Kollegen, lag doch der sog. Gender Pay Gap im letzten Jahr im Südwesten immer noch bei 22%. Gerade für Alleinerziehende bedeutet dies eine Spirale, die überproportional oft für Frauen in der Altersarmut endet oder sie dazu drängt in Familienstrukturen zu bleiben und vermehrt Abhängigkeiten fördert. Zudem reicht der Lohn einer Arbeitsstelle für Alleinerziehende oder Alleinstehende oft gerade so zum Überleben, große Sprünge oder unvorhergesehene Ausgaben sind nicht möglich. Viele müssen sich mit einem Nebenjob oder zwei Arbeitsstellen über Wasser halten. Frauen werden durch gesetzliche Regelungen, wie das Ehegattensplitting, in traditionelle Familienmodelle gedrängt oder dort festgehalten. Sie erleben eine Verdichtung der Arbeit durch einen Job und die zusätzlich hauptsächlich durch sie zu verrichtende Haus- und Care-Arbeit. 
Wie kommen wir heraus aus solchen Teufelskreisen? Von Ratgebern oder in klugen Sprüchen hören wir dann oft, du musst nur an dir arbeiten und dich verändern, noch flexibler werden, mehr Yoga als Ausgleich machen oder dir einen reiche(re)n Partner suchen. Doch alles „Selfcare“ dieser Welt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in einer Gesellschaft und in einem Staat leben, der die ökonomischen Interessen über die der Menschen stellt. Uns wird immer wieder gesagt, dass wir in einem Sozialstaat leben und es uns doch gut geht. Doch da wo Menschen in Zahlen berechnet werden und der Aufwand, den „es lohnt“ in einen Menschen zu stecken, ebenfalls kalkuliert wird, da ist von Sozial im Staat nicht viel übrig, sondern die wirtschaftlichen Interessen und Ausbeutung durch Arbeit dominieren. Ist das das gute Leben nach dem wir alle streben? Muss unsere Gesellschaft nicht eigentlich genau anders herum funktionieren, indem der Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gestellt wird? Doch das wird es im Kapitalismus nicht geben. 
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht 100 Mrd€ in die Rüstung und das Militär gesteckt und damit Kriege gefördert werden, die uns und unseren Planeten zerstören.Wir müssen selbst kämpfen, z.B. für ein gut funktionierendes Bildungssystem mit einer geschlechtergerechten Erziehung oder für kostenlose Kinderbetreuung, die kollektiv organisiert wird und nicht als profitorientiertes Unternehmen. Oder auch für Wohnungen, die wir uns noch leisten können und für ein Stadtviertel, das an den Bedürfnissen der sie Bewohnenden orientiert ist und nicht nur öffentlichen Raum kennt, der kommerziell genutzt wird. Einen öffentlichen Raum, der für alle zugänglich ist und nicht von Frauen mit einem Pfefferspray zur Verteidigung in der Tasche durchquert wird.
Diese Aufzählung ließe sich noch lange weiterführen und kann doch noch nicht abschließend beendet werden. Denn wir sind es, die diese Gesellschaft gemeinsam verändern können, es wird kein Retter kommen, der für uns die patriarchalen Strukturen abschafft. Deshalb lasst uns zusammenkommen, diskutieren, die Vereinzelung unserer Gesellschaft durchbrechen, uns als Frauen solidarisch zusammenschließen und Ideen für die dringend notwendige Veränderung unserer Gesellschaft, des kapitalistischen Wirtschaftssystems und unseres Miteinanders zusammen ausgestalten. Gemeinsam als Frauen unserer Klasse wollen wir die Vorstellung eines guten Lebens für uns alle entwerfen, an vorhandenen Ideen anknüpfen und diese weiterentwickeln. Z.B. wie (un)bezahlte Care-Arbeit verkollektiviert werden kann, also wie Kindererziehung außerhalb der Kleinfamilie im Haus, in der Straße oder im Viertel organisiert werden kann oder wir mit gemeinsamen Versorgungseinrichtungen, wie einer Stadtteilmensa,die Haus-Arbeit gleichberechtigt auf mehrere Schultern verteilen. Wie wir Kämpfe um unsere Zeit lostreten und weiterentwickeln können, damit neben Arbeit und Haushalt noch Luft für Bildung, Kultur und soziales/politisches Engagement bleibt. Oder wie wir z.B. durch Streiks oder öffentliche Lohnlisten dem Gender Pay Gap und niedriger Bezahlung in sog. weiblich konnotierten Berufssparten entgegenwirken können und vieles mehr. Lasst uns das zusammen angehen!
Lasst uns die Unzumutbarkeiten nicht länger schweigend und unwidersprochen hinnehmen. Kommt zur Kundgebung am 8. März am Plärrer und lasst uns gemeinsam bei Veranstaltungen Ideen entwickeln wie wir vorankommen. Denn wir wollen ein Leben, in dem wir nicht bestimmte Rollen aufgrund unseres Geschlechtes erfüllen müssen, in dem wir nicht nach unserem Aussehen oder unserer Herkunft beurteilt werden, in dem es keine soziale Ungleichheit gibt, wir den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen teilen und ein solidarisches Miteinander leben. 
Lasst uns am 8. März und darüber hinaus ein starkes und kämpferisches Zeichen setzen für eine Welt jenseits von kapitalistischer Ausbeutung und patriarchaler Unterdrückung!
Demonstration am 8.März um 17 Uhr Plärrer Ecke Gostenhofer Hauptstraße
Stadtteiltreffpunkt um 16.30 am Jamnitzer Platz
Samstag, 09.03.2024

Grundlagenvortrag Kritik am liberalen Feminismus am 9.03.24 um 18:00 Uhr Youth Connect Öffnung der RZN

  Wir laden euch herzlich zu unserer Youth Connect Öffnung in die Schwarze Katze ein. Anlässlich des internationalen Frauenkampftags hören wir gemeinsam einen Vortrag zur Kritik des liberalen Feminismus und wieso wir die lohnabhängige Klasse für zentral im Kampf gegen das Patriarchat betrachten. Im Anschluss ist Raum für Diskussion. Kommt gerne vorbei und lernt uns kennen. Für Essen uns Getränke ist gesorgt.   Geöffnet ab 18:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze, untere Seitenstraße 1, 90429 Nürnberg
Freitag, 15.03.2024

Antifa-Aktionskneipe im März

Freitag, 15.3. | Stadtteilladen Schwarze Katze (untere Seitenstrasse 1, NBG) | Workshop 20:00 Uhr | Offenes Antifatreffen 19:00 Uhr

Diskussionsworkshop zu Feminismus aus materialistischer Perspektive
Der inhaltliche Part des Abends beginnt um 20:00 Uhr mit dem kurzen Versuch von einer materialistische Perspektive auf das Thema Feminismus zu blicken. Darauf aufbauend wollen wir uns während einer Workshopphase in Kleingruppen z.B. mit den Themen Reproduktionsarbeit, Hass auf queere Menschen, oder Rollenzuschreibungen die die Zweigeschlechtlichkeit mit sich bringt, auseinandersetzen.
Schon um 19:00 Uhr beginnt der Abend mit dem offenen Antifatreffen. Wenn ihr antifaschistisch aktiv werden wollt, könnt ihr hier einen ersten Eindruck von unserer Arbeit bekommen und mitmachen.
Für Essen und Trinken gegen eine Spende ist wie immer gesorgt!
+++ AM 8.MÄRZ AUF DIE STRASSE! +++
Infos über die Antifa-Aktionskneipe Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Mobivideo zum 8.März ’23 / Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus.
Montag, 18.03.2024

Raus zum Tag der politischen Gefangenen!

Der weltweite Kampf der kapitalistischen Staaten um Absatzmärkte, Einflusszonen und Investitionsmöglichkeiten wird schärfer und es entstehen im Zuge dessen schon länger immer offenere Konflikte, die immer mehr Eskalationspotential bieten. Unzweifelhaft dämmert die Neuaufteilung der Welt. Der von der NATO angeheizte und von der Russischen Föderation zum militärischen Gefecht eskalierte Konflikt um die Ukraine ist dabei nur ein Beispiel. Weitere sind das Ringen der USA und China um Taiwan, wie auch Versuche verschiedener Akteure, mehr Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent zu gewinnen.

Hinzu kommt, dass im vergangenen Oktober Israel durch militante palästinensische Gruppen, unter Führung der Hamas, militärisch angegriffen wurde. Das israelische Militär begann daraufhin den Gazastreifen zu bombardieren. Dieser vorläufige Höhepunkt des seit Jahrzehnten bestehenden Konflikts hält seitdem an.

In dieser brandgefährlichen Gemengelage vertritt auch die BRD ihre Interessen bzw. die des deutschen Kapitals. Und damit das möglichst ungestört von statten geht, sollen wir Werktätige möglichst wenig sagen und tun, was dem im Weg steht. Deshalb findet in allen Fragen, die diese Interessen betreffen, ein besonders krasser Kampf um die Meinungen der Menschen statt. Deshalb tritt der Staat zunehmend repressiver auf – generell, aber auch im Besonderen:

Gegen Menschen, die sich Versuchen, die Gesellschaft immer weiter nach rechts zu drängen, entgegenstellen oder gegen Menschen, die Kriegsrhetorik etwas entgegensetzen. Gegen Menschen, die soziale Proteste organisieren oder solche, die den Kapitalismus ankreiden. Hier sollen nur ein paar Beispiele genannt sein.

So kommt es, dass die kurdische Freiheitsbewegung kriminalisiert wird - im Januar startete der Prozess gegen Tahir Köcer, der im vergangenen Jahr in Nürnberg festgenommen wurde. Ihm wird nach §129b StGB die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. So kommt es, dass die, die zum Nahostkonflikt eine Meinung vertreten, die nicht der deutschen Staatsräson entspricht, eingeschüchtert werden. Das passiert bspw. über Verbote palästinasolidarischer Demonstrationen, Razzien gegen die migrantische Selbstorganisation ZORA und medial erhobene Forderungen nach Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit für Nicht-staatsbürger und schnellerer Abschiebungen von vermeintlichen Antisemiten. So erklären sich ebenfalls die Angriffe der Polizei auf die Luxemburg und Liebknecht Demonstration in Berlin oder, dass mehrere Dutzend KlimaaktivistInnen bereits vor Beginn der Internationalen Automobil Ausstellung 2023 in München in Präventivhaft genommen worden sind. Nicht zuletzt ist das wohl der Grund, wegen dem in Nürnberg gegen mehrere AntifaschistInnen nach §129 ermittelt wird, weil sie Graffiti gesprüht haben sollen.

Umso wichtiger ist es in diesen Zeiten, dass wir uns bemühen, es der Repression nicht unnötig einfach zu machen. Dass wir uns umeinander kümmern und für alle von Repression Betroffenen da sind. Dass wir den vielen Gefangenen Briefe schreiben und sie nicht vergessen. Dass wir solidarisch zusammenstehen.

In diesem Sinne wollen wir den Tag der politischen Gefangenen, den 18.03.2024 mit einer Kundgebung begehen.

18 Uhr Kundgebung am Jamnitzerplatz. Anschließend wird es Gefangenen schreiben in der Vokü ab 19 Uhr geben.

Verbreitet unseren Aufruf gerne weiter und nutzt unsere Sharepics (1414x2000, 500x707).

Mittwoch, 27.03.2024

Gesiebte Luft - 27 Jahre Freiheitsentzug

Gesiebte Luft – 27 Jahre Freiheitsentzug

Ein Gespräch mit Thomas Meyer-Falk

Mittwoch, 27.03

19 Uhr

Stadtteilladen Schwarze Katze

Untere Seitenstraße 1 Gostenhof

 

Für viele ist die Vorstellung für ihr politisches Handeln ein paar Jahre im Knast verbringen zu müssen schwer vorstellbar. Thomas verbrachte fast drei Jahrzehnte seines Lebens in verschiedenen Gefängnissen. Seit Ende August 2023 ist er wieder auf freien Fuß und muss sich nun in einer völlig anderen Welt zurechtfinden. Gemeinsam wollen wir mit ihm über seine Zeit im Knast und danach sprechen.

 

Wie steht man so etwas durch, ohne Mitgefühl und Verstand zu verlieren? Was bedeutet Freiheitsentzug eigentlich? Und welchen Wert haben Solidarität und Zusammenhalt in einer scheinbar aussichtslosen Situation?

Eine Veranstaltungsreihe der Roten Hilfe e.V. und Thomas Meyer-Falk

Publikationen

Was war los

01.03.1989
Erstmals Aussaat von genetisch ver?nderten Petunien in der BRD. Autonome Gensch?tzer werden in den kommenden Jahren viele Genfelder vorzeitig ernten...

01.03.2002
Axel, ein Beschuldigter im Berliner RZ-Prozess kommt endlich frei.

Geschichte der Autonomen in Nürnberg – Teil 3

Mit Wut, Geduld und Energie
Geschichte wird gemacht – Es geht voran. Eine Einführung in die Geschichte und Entwicklung der Nürnberger Autonomen (Teil3)

In den vorangegangenen Teilen [1, 2] unserer Reihe zur Geschichte der Nürnberger Autonomen in den 80er Jahren, haben wir deren Entwicklung beleuchtet, die Entstehung der Autonomen  in der lokalen Hausbesetzerbewegung untersucht, ihre Transformation hin zu einer militanten linksradikalen Bewegung nachvollzogen, theoretische Einsichten, Organisierunsansätzen und der sich in diversen gesellschaftliche Bereichen entwickelnden Praxis nachgespürt.
Hier nun der dritte Teil unserer Fortsetzungsgeschichte: Militante Kämpfe gegen die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf, klassenkämpferische Ansätze vor Ort, erste Aktivitäten zum 1. Mai, neue AktivistInnen und Widersprüche in der Bewegung.

Was bisher geschah – die Entwicklung im Zeitraffer
In der Hausbesetzerbewegung hatten die Autonomen ihre ersten Schritte gemacht und selbstbestimmt kämpfen gelernt. Das nach dem abebben der Häuserkämpfe entstandene Netzwerk Autonomer Gruppen entwickelte lokale Aktivitäten zur Unterstützung von Befreiungsbewegungen in Lateinamerika und im Nahen Osten und kämpfte gegen die Nato-Kriegspolitik. Darüberhinaus nahm der Kampf gegen den staatlichen Repressionsapparat und die Unterstützung der Kämpfe und Forderungen von Gefangenen aus der Bewegung und den Stadtguerillagruppen breiten Raum ein.
Durch Aktivitäten in den selben Kampffeldern, entstand in dieser Zeit vor Ort eine enge und solidarische Zusammenarbeit mit den sogenannten Antiimps, einer bundesweiten Bewegung die sich an Inhalten und Strategie der Roten Armee Fraktion (RAF) orientierte. Es entstand allerdings auch eine inhaltlich-strategische Hegemonie, der zwar personell schwächeren aber geschlossener agierenden Antiimperialisten, was in gemeinsamen Kampagnen immer wieder zu harten Debatten führte. Den wachsenden eigenen Erkenntnissen und theoretischen Einsichten folgend, begannen Teile der Nürnberger Autonomen, ohne dabei eine solidarische Grundhaltung zu verlassen, selbstbewusst ihre Eigenständigkeit gegenüber den Antimps zu betonen. Der Klassenkampf als Strategie war von ihnen auf die Tagesordnung gesetzt worden, was umgehend in praktischen Aktivitäten zur Unterstützung streikender britischer Bergarbeiter und in den Inhalten ihrer Aktivitäten gegen eine Tagung des Weltwirtschaftsgipfels Ausdruck fand.

Die militante Debatte führen

Die theoretische Entwicklung und Praxis der lokalen Autonomen Szene war bis 1985 eher spontan und sprunghaft verlaufen und die wenigen strategischen überlegungen waren stets eng an die unmittelbare Praxis gekoppelt. In der lokalen Gruppe Prolos und bei anderen Teilen der Autonomen setzte sich schließlich die Erkenntnis durch, dass es nicht ausreicht auf die jeweils aktuellen Schweinereien der Herrschenden zu reagieren. Es begann die Suche nach einer Strategie, die die Bewegung in die Lage versetzen sollte, die seit dem Ende der Häuserkämpfe bestehende gesellschaftliche Isolation aufzubrechen und langfristig eine revolutionäre Perspektive zu eröffnen.
Es wird sich nun mit der Geschichte der Black Panther Party in den USA beschäftigt, es werden die unterschiedlichen Strategien und Kämpfe der italienischen Autonomia Bewegung untersucht und diskutiert und es werden in Teilen der Autonomen Gruppen Schulungen durchgeführt und Bücher kollektiv gelesen.
Unter der von der italienischen Autonomia Bewegung übernommenen Parole: „Die militante Debatte führen“, was frei übersetzt bedeutet: „Eine organisierte Diskussion führen“ begann ein kollektiver Diskussionsprozess. Die umfassende gesamtgesellschaftliche Kritik der Verhältnisse und strategische überlegungen wie diese zu überwinden seien und schließlich auch die Organisationsfrage rückten nach und nach in den Mittelpunkt des kollektiven Interesses dieses Teils der AktivistInnen.
Da revolutionäre Bewegungen im Kapitalismus jedoch nicht losgelöst von aktuellen gesellschaftlichen Widersprüchen existieren und agieren, erschwerte die Tagespolitik ersteinmal sowohl die Fortsetzung des begonnen Diskussionsprozesses als auch die Weiterentwicklung der praktischen Umsetzung der neuen überlegungen.

Wir schreiben das Jahr 1985, der Kampf gegen die WAA in Wackersdorf tritt in die heiße Phase

Hatten Nürnberger Autonome sich bereits in der Vergangenheit an einem kleineren Anti-WAA-Camp anlässlich von Probebohrungen für die geplante atomare Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf und anderen Aktionen beteiligt, rückte mit dem Rodungsbeginn in der Oberpfalz, der Anti-WAA-Kampf ins Zentrum der Aktivitäten der Autonomen in Bayern.
Das in der Mobilisierung gegen den Weltwirtschaftsgipfel, auf Initiative von NürnbergerInnen  entstandene süddeutsche Autonomenplenum, wird reaktiviert und übernimmt die Planung und Koordinierung von Aktivitäten. Alle Nürnberger Gruppen beteiligen sich.
Während Umweltverbände und andere bürgerliche Gruppierungen ausschließlich die Umweltzerstörung durch den Bau und die Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung durch die zivile Nutzung der WAA kritisieren, begreift die Autonome Bewegung den Kampf gegen die WAA auch als Kampf gegen das kapitalistische System an sich, das für den Profit der Atomkonzerne die Gesundheit und das Leben der Bevölkerung aufs Spiel setzt und darüberhinaus die militärische Nutzung der WAA, zum Bau von deutschen Atombomben plant.

Der Kampf gegen die WAA eine knappe übersicht

  • Im August `85 findet ein Sommercamp der WAA-GegnerInnen in der Oberpfalz statt, an dem sich mehrheitlich Autonome beteiligen und in dessen Verlauf der WAA- Bauplatz zum ersten mal besetzt wird.
  • Nach dreitägigen Aktionen zur Behinderung der Rodungsaktivitäten soll am 14. Dezember erneut der Bauplatz besetzt werden. Die Autonome Bewegung organisiert geschlossen fahrende Autokonvois, die die Anreise zur Besetzung kollektiv erzwingen und möglichst viele Menschen, trotz staatlicher Einschüchterung, in die Oberpfalz mobilisieren sollen. Ein Konvoi startet aus Nürnberg. An der Besetzungsaktion beteiligen sich zwanzigtausend Menschen die unerwarteter Weise vor Ort auf keine Polizeieinheiten stoßen und den Platz besetzen. Sofort werden Hütten und Barrikaden gebaut, ein Kern von zweitausend BesetzerInnen bleibt und wird von der lokalen Bevölkerung bis zur Räumung am 16. Dezember mit Werkzeugen und Lebensmitteln unterstützt.
  • An Weihnachten wird der Bauplatz erneut besetzt. Das Camp wächst schnell zu einem Dorf mit über einhundert Hütten und teils riesigen Zelten heran. über tausend Menschen beteiligen sich trotz eisiger Kälte an der Besetzung, an Wochenenden und Feiertagen kommen Tausende ins Dorf. Am 5.1. beteiligen sich ca. zwanzigtausend Menschen an politischen und kulturellen Veranstaltungen auf dem Platz. Während der Besetzung laufen zahlreiche Aktionen die die Rodung und Bauarbeiten be- bzw. verhindern sollen. Bäume werden vernagelt, Forstwege durch Barrikaden unpassierbar gemacht und massenhaft Nagelbretter und Krähenfüße auf allen befahrbaren Wegen ausgelegt.
  • Am 7.1.`86 wird das Hüttendorf erneut geräumt. Autonome Gruppen versuchen ein Durchkommen der Polizeikonvois durch Straßensperrungen und Krähenfüße im weiten Vorfeld zu verhindern, können die Räumung jedoch nur verzögern.
  • Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit den Anti-WAA-Widerstand eingeleiteten Ermittlungsverfahren liegt nach dieser Räumung bei über zweitausend. Flugblätter der Polizei, die auf eine Spaltung der WAA-GegnerInnen zielen und entsprechende Berichte in den bürgerlichen Medien, die einen Keil zwischen Auswärtige und Einheimische, zwischen BürgerInnen und Autonome treiben wollen laufen wohl schon alleine deshalb ins Leere.
  • Um weitere Besetzungen zu verhindern lässt die bayrische Landesregierung einen angeblich unzerstörbaren Bauzaun errichten, rüstet die Polizei mit neuen Wasserwerfern aus und gestattet ihren Kampfeinheiten den Einsatz des Kampfgases CS gegen DemonstrantInnen.

Die Repression bei sogenannten Sonntagsspaziergängen, Demonstrationen und Aktionen rund um den Bauzaun trifft unterschiedslos alle die sich dem Bau der WAA widersetzen und der Widerstand radikalisiert sich in rasender Geschwindigkeit.

  • Im Frühjahr `86 werden zwei ältere DemonstrantInnen durch CS-Kampfgaseinsätze getötet. In Erlangen fliegen, als Antwort während einer spontanen nächtlichen Demonstration Autonomer Gruppen aus Nürnberg und Erlangen, Molotow Cocktails in einen nachts unbesetzten Polizeipavillon und setzen diesen in Brand.
  • In die Vorbereitung zu einem Anti-WAA- Pfingstcamp platzt am 26. April «86 der Gau von Tschernobyl. An dem Camp beteiligen sich fünfzehntausend Menschen, die mit Hilfe vieler tausender AktivistInnen aus der Region versuchen den Bauplatz zu stürmen. Es kommt zu drei Tage andauernden Schlachten mit der Polizei rund um den Bauzaun. Auch der zweite neu errichtete Spezialzaun ist den Angriffen nicht gewachsen und wird an zahllosen Stellen zerstört. Neben der Massenmilitanz vor Ort kommt es zu einer Vielzahl von Anschlägen auf die Infrastruktur von in Atomgeschäfte verwickelten Firmen mit Schäden in Millionenhöhe und es werden bundesweit ca. 150 Strommasten gefällt.

Die Entscheidung der politisch Verantwortlichen, die Oberpfalz zum Standort des WAA-Baus zu machen, weil hier im tiefen Bayern mit geringem Widerstand zu rechnen sei, hat sich als großer Irrtum erwiesen.
Der Widerstand gegen die WAA hat innerhalb kurzer Zeit eine große gesellschaftliche Breite angenommen und sich enorm radikalisiert. Das militante Vorgehen der Autonomen wurde von weiten Teilen der ortsansässigen Bevölkerung praktisch unterstützt, sie bewegten sich bei Demonstrationen und Auseinandersetzungen am Bauzaun unter der Bevölkerung wie Fische im Wasser.
Die autonome Bewegung in Bayern hat sich in dieser Zeit explosionsartig entwickelt. Zahlreiche neue Gruppen entstanden und selbst im letzten Winkel des Freistaates ist die Bewegung im Verlauf der Auseinandersetzungen um die WAA angekommen. Die autonome Linke hatte sich zu einem Faktor in der Anti-WAA-Bewegung entwickelt. Neben München, den Oberpfälzer Hochburgen und Erlangen, gilt Nürnberg als ein Zentrum des autonomen Anti-WAA-Widerstands. Unterstützung erhalten die GenossInnen von Autonomen aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Freistaat Bayern hat sich in diesem Jahr zu einem Zentrum der Autonomen Bewegung entwickelt.

Kein Kampf ohne Kritik -keine Entwicklung ohne Kritik
Obwohl sich alle Nürnberger Autonomen an den Kämpfen gegen die WAA beteiligten, unterschied sich ihre Einschätzung zu Stand und Perspektiven derselben. Während sich analog zu der Entwicklung in Bayern weite Teile der Bewegung dem Kampf um Wackersdorf mit Haut und Haaren verschrieben hatten, setzte ein Teil der NürnbergerInnen die Debatten um eine klassenkämpferische Neuausrichtung der Bewegung fort.
Selbst am Anti-WAA-Kampf beteiligt, kritisierten sie die einseitige Ausrichtung autonomer Politik an der WAA und die ausufernde Begeisterung über die Unterstützung der oberpfälzer BürgerInnen, die sich in weiten Teilen der Autonomen breit gemacht hatte. Sie analysierten zurecht das deren Unterstützung und die Zusammenarbeit mit ihnen, einschließlich der Akzeptanz militanter Aktionsformen, einzig auf den Kampf gegen die WAA fixiert bleibt und eine Verankerung von antikapitalistischen Inhalten, wenn überhaupt über Ansätze nicht hinaus kommt.
Eine längerfristige revolutionäre Perspektive erhofften sie sich weiterhin, durch den inhaltlichen und strategischen Aufbau der eigenen Seite, durch eine zu erkämpfende Verankerung in der ArbeiterInnenklasse. Die Verankerung im Proletariat, als dessen Teil man sich begreift, soll durch die überwindung, der seit dem Ende der Häuserkämpfe bestehenden Trennung zwischen politischen Kämpfen und alltäglichen ökonomischen Kämpfen erreicht werden. Vorerst im Schatten der WAA Kämpfe entwickelt sich eine eigenständige Praxis.

Einblicke – Eine Alternative zum Kampf am Bauzaun – der Kampf in der eigenen Stadt

  • Die Autonome Gruppe Prolos eröffnet im selbsverwalteten KOMMunikationszentrum am Königstor eine eigene Kneipe, um damit eine Anlaufstelle zu schaffen. Die Eröffnung des Molotow Clubs verläuft standesgemäß: Im Anschluss an eine Party, bildet sich eine spontane Demonstration, in deren kurzen Verlauf die halbe Innenstadt mit antikapitalistischen Graffitis versehen wird.
  • Im Januar `86 beteiligen sich die Nürnberger Autonomen an einem von Antiimps organisierten Kongress in Frankfurt. Unter dem Motto: „Antiimperialistischer und antikapitalistischer Widerstand in Westeuropa“ wird der zeitweise verbarrikadiert tagende Kongress durchgeführt. Die Staatsorgane sahen hier das Umfeld der europäischen Guerillagruppen am Werk und wollten Eingreifen, in letzter Minute klärten jedoch Gerichte das die Durchführung legal sei.
  • Am 1.3.`86 kommt es rund um eine Veranstaltung der faschistischen Jungen Nationaldemokraten im Scharrer Gymnasium zu Tumulten. Autonome und andere AntifaschistInnen dringen in die Veranstaltung vor und sprengen diese fast, im letzten Moment greift die Polizei ein und prügelt die AntifaschistInnen aus dem Saal.
  • Am 1. Mai `86 beteiligen sich knapp 100 Autonome mit einem kleinen Block an der Demo des DGB in Nürnberg
  • Unter dem Titel „Den Kampf in die Städte tragen – Stadtteilarbeit in Gostenhof“ erscheint eine Broschüre die von dem Autonomen Kollektiv Gostenhof herausgegeben wird, das sich als kämpfende Einheit der Gruppe Prolos bezeichnet. In der Broschüre wird ein Konzept für den Beginn einer kontinuierlichen Stadtteilarbeit im proletarisch geprägten Stadtteil Gostenhof präsentiert. Ein paar Autonome machen Nägel mit Köpfen und verlegen ihren Wohnsitz nach Gostenhof.
  • Im Oktober `86 stehen die besetzten Häuser in der Hamburger Hafenstraße kurz vor der Räumung. Wie in anderen Städten solidarisiert sich die Nürnberger Bewegung. Während einer Veranstaltung der Nürnberger Autonomen zum Thema, wird im Hof der Desi direkt vor dem Gebäude, ein verlassenes Polizeiauto besprüht und auf den Kopf gestellt. Als sich die Aufregung bei den entsetzten DesimitarbeiterInnen und den staunenden Bullen gelegt hat und letztere gerade samt Abschleppwagen abgezogen waren bildet sich ein spontaner Demonstrationszug der zum Standort des ehemals besetzten Hauses in der Johannisstraße zieht. Da angekommen wird die dort residierende Deutsche Bank mit Parolen versehen und komplett entglast. Auf der Flucht vor eintreffenden Polizeikräften retten einige DemoteilnehmerInnen sich in die Desi welche nun von einem Großaufgebot der Polizei umstellt wird. Nach einigen Stunden handeln die BesucherInnen der Desi einen freien Abzug unter Angabe der Personalien aus.
  • Im April 87 geben Autonome dem Nürnberger Jugendmagazin Fetzengaier ein Interview, die verantwortliche Journalistin wird von der Polizei angezeigt. Ihr wird vorgeworfen das Interview selbst geschrieben zu haben, in dem unter anderem zur Leistungserschleichung (Schwarzfahren), zum Ladendiebstahl, zu schweren Eingriffen gegen Versorgungseinrichtungen (Strommasten fällen) aufgerufen worden sein soll.
  • Süddeutschlandweite antikapitalistische Woche und eigenständiger autonomer Block am 1. Mai `87 Nürnberg. War der Versuch einer süddeutschen 1. Mai-Mobilisierung `85 auch gescheitert wollten es die NürnbergerInnen dabei nicht belassen. Auf Initiative der Prolos bringen Nürnberger Autonome Gruppen einen Vorschlag zu einer gemeinsamen Mobilisierung in das süddeutsche Plenum ein. Eine von ihnen erarbeitete Broschüre zur Analyse der Lage wird vom Plenum diskutiert und veröffentlicht. Die Antikapitalistische Woche mit Aktionen und Veranstaltungen findet in mehreren Städten statt. Am 1. Mai beteiligen sich unter dem Motto: „Weg mit dem Kapitalismus! Den Angriff gegen Lohnarbeit, Staat und Patriarchat von unten organisieren!“ vierhundert Menschen an einem revolutionären Block.
  • Am 2.11.`87 werden im Zuge einer militanten Demo zum Zaun der nahe Frankfurt gelegenen Startbahn West zwei Polizisten erschossen. Unmittelbar danach zerschlägt der staatliche Repressionsapparat die autonome Antistartbahnbewegung. Die Autonomen reagieren bundesweit verunsichert und es hagelt Distanzierungen. Autonome aus Nürnberg und Erlangen verteilen nach langen Diskussionen ein Flugblatt. „Gegen ihre Kriminalisierung unsere Solidarität! Gegen ihre Spaltung unsere Kollektivität! Gegen ihren Terror unseren Kampf!“ schreiben sie und solidarisieren sich entgegen dem bundesweiten Trend mit allen im Zusammenhang Festgenommenen und Kriminalisierten.
  • Die Prolos setzen die Solidarität mit der  räumungsbedrohten Hafenstraße durch eine Flugblattkampagne fort. Autonome besetzen unter der Forderung „Keine Räumung der Hafenstraße“ die Nürnberger SPD-Zentrale


Wie es weiterging erfahrt ihr in der nächsten Ausgabe

barricada – Dezember 2008

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