Freitag, 05.12., 19:00 Uhr

AAB-Solitresen im Dezember

Kneipe zum Umgang mit der Repression gegen die antifaschistische Bewegung in Nürnberg Kurzer Vortrag und Gruppendiskussion  Freitag, 5. Dez. 2025, geöffnet ab 19:00 Uhr Programmbeginn 20:00 Uhr Stadtteilladen Schwarze Katze Untere Seitenstr. 1, Nürnberg In Nürnberg fanden seit Beginn des Jahres fast wöchentlich faschistische Märsche statt. Dennoch ist aber keine Normalisierung faschistischer Propaganda eingetreten, denn es stellen sich diesen Märschen auch regelmäßig hunderte Antifaschist*innen entgegen. Das tun sie mit unterschiedlichsten Protest- und Widerstandsformen und Mitteln. Die Polizei, die die Faschistenmärsche mit Gewalt durchsetzt, verfolgt auch die Gegner*innen dieser Märsche. Mittlerweile gibt es zahlreiche Betroffene dieser staatlichen Repression. Über 250 Verfahren wurden gegen Antifaschist*innen in diesem Kontext von den Behörden angestrengt. Was setzen wir dieser Repression entgegen? Wie gehen wir selbst damit um? Zusammen mit der Roten Jugend wollen wir am Solitresen des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg euch und uns diese Fragen stellen. Ein Teil des Abends wollen wir mit Euch zwei Gesprächsgruppen bilden: 1. Gruppe: Wie gehen wir persönlich, aber auch als Kollektive mit Repression um? Was brauchen wir, um mit der Repressionserfahrung umgehen zu können und wie können wir über unsere Ängste und Sorgen offen sprechen? Wie durchbrechen wir dabei das Zurückfallen in patriarchale Rollen? Wie schaffen wir es, trotz der Repression, unseren politischen Kampf konsequent weiterzuführen? 2. Gruppe: Welche Ideen gibt es, um der Repression politisch etwas entgegen zu setzen? Wie kann die finanzielle Unterstützung von Repression betroffener Personen und Strukturen organisiert werden? Wie können wir die Funktion und das Ziel der staatlichen Repression besser darstellen und kritisieren? Jeden 1. Freitag im Monat findet der Solitresen des Antifaschistischen Aktionsbündnisses statt. Alle Getränke kosten einen Euro mehr. Der Erlös fließt in die antifaschistische Soliarbeit. Dieses Mal wird der AAB-Solitresen gestaltet von der organisierten autonomie (OA) Nürnberg zusammen mit der Roten Jugend Mittelfranken.
Samstag, 06.12., 00:00 Uhr , Wiesenstraße 86, Nürnberg

Programm: Konferenz gegen Krieg, Sozialabbau & Rechtsentwicklung

+++Leider musste Frank Deppe krankheitsbedingt absagen. Wir wünschen von Herzen gute Besserung! Ingar Solty wird nun für die Eröffnungsveranstaltung zugeschalten. +++

Programm

10:30 Uhr: Einlass
11:00 Uhr: Begrüßung und Eröffnungsveranstaltung von Ingar Solty: Die Krise des Systems – Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung als Antwort der Herrschenden
13:00 – 14:00 Uhr: Pause
Vorträge/Workshops/Podien zu Krieg, Sozialabbau & Rechtsentwicklung
14:00 – 15:30 Uhr
Krieg: Wehrdienst verweigern: wie geht das und was bedeutet das? Und wie kann antimilitaristische Praxis in der Jugend verankert werden?
Sozialabbau: Podium: Basis- & Stadtteilarbeit in der Praxis und als Antwort auf Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung!?
Rechts­­entwicklung: Rechtsentwicklung, reaktionärer Staatsumbau und die Frage nach einer antifaschistischen Strategie
Vorträge/Workshops/Podien – Teil 2
15:30 – 17:00 Uhr
Krieg: Imperialismus, Krieg und die neue Weltordnung – mit Jörg Kronauer (online)
Rechts­­entwicklung: Podium: Heute antifaschistisch kämpfen – Strategien gegen Rechtsentwicklung
Sozialabbau: Sozialabbau und Klassenkampf von Oben – Judith Dellheim

Abschlusspodium: Gemeinsam gegen Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung
17:30 – 19:00 Uhr: Abschlusspodium mit Frank Deppe, Jörg Kronauer, Gerhard Hanloser und der Organisierten Autonomie

Podien/Vortäge/Workshop-Beschreibungen

Eröffnungsveranstaltung

Die Krise des Systems – Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung als Antwort der Herrschenden mit Ingar Solty

[Leider musste Frank Deppe aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig seine Teilnahme absagen. Ingar Solty springt glücklicherweise ein und wird uns online zugeschaltet sein.]

Die multiple Krisenhaftigkeit des Kapitalismus tritt heute weltweit immer deutlicher hervor. Das Unvermögen der Herrschenden, die zugrunde liegenden Probleme systemimmanent zu lösen, ist offenkundig. Die sich daraus entwickelnden Widersprüche sind für die Menschen im Alltag auch in der BRD immer spürbarer. Doch wie hängen voranschreitende Aufrüstung und Militarisierung, autoritärer Staatsumbau, radikaler Sozialabbau sowie sich verschärfender Klassenkampf von oben miteinander zusammen? Welche konkreten ökonomischen Ausgangsinteressen und Kräfteverhältnisse bedingen diese Entwicklung? Welche strategischen Erfordernisse erwachsen aus den Entwicklungen für eine klassenkämpferische Linke auf der Höhe der Zeit?

Zu diesen Fragen spricht Ingar Solty im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung. Der Vortrag wird sich nicht nur einer Zusammenfassung und Analyse der gesellschaftlichen Lage hierzulande widmen, sondern auch darüber hinaus diese einer radikalen Kritik unterziehen.

Ingar Solty ist Autor und wissenschaftlicher Referent für Außen-, Friedens- und Sicherheitspolitik am Zentrum für Gesellschaftsanalyse und politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Er schreibt regelmäßig für der Freitag, Berliner Zeitung, taz, den Deutschlandfunk und verschiedene ARD-Sender sowie für diverse Verlage. Zudem ist er Herausgeber der Edition Marxismen, einer 36-bändigen Einführung in die Ideen und Theorien zentraler Denkerinnen und Denker des Marxismus.


Vorträge/Workshops/Podien zu Krieg, Sozialabbau & Rechtsentwicklung

Krieg

Wehrdienst verweigern: wie geht das und was bedeutet das? Und wie kann antimilitaristische Praxis in der Jugend verankert werden?

Wann: 14 – 15:30 Uhr

Klaus Stampfer von der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) wird neben der Einordnung der gesamtpolitischen Dimension von Krieg und Frieden und der Bewertung des neuen Wehrpflichtgesetzes einen ganz praktischen Einblick in die Kriegsdienstverweigerung geben. Er stellt den Ablauf einer Verweigerung dar und gibt darüber hinaus Einblicke in die Arbeit der Organisation. Anschließend wollen wir mit euch diskutieren, welcher Nutzen und welche Risiken damit einer präventiven Verweigerung verbunden sein können.

Der erste Schritt zur Aktivität ist jedoch stets, Bewusstsein bei den Betroffenen zu schaffen. Aktuell sind das vor allem Jugendliche, die vom Staat angeschrieben werden und sich mustern lassen sollen. Die Revolutionäre Zukunft Nürnberg stellt ihre ersten Erfahrungen in der Basisarbeit zur drohenden Wehrpflicht vor, in der es darum geht, Jugendliche einerseits darüber zu informieren, wem sie als Kanonenfutter dienlich sein sollen und zum anderen natürlich darum, den Raum für Widerstand zu eröffnen.


Sozialabbau

Podium: Basis- & Stadtteilarbeit in der Praxis und als Antwort auf Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung!?

Wann: 14 – 15:30 Uhr

Wie können wir dort ansetzen, wo Menschen leben, arbeiten und sich begegnen – in Stadtteilen, Betrieben und sozialen Kämpfen? Wie schaffen wir es, Themen aus dem Alltag aufzugreifen und politische Fragen in ihn hineinzutragen? Und wie kann Stadtteilarbeit Menschen für linke Politik begeistern, sie aktivieren und organisieren? Oder anders gefragt: Was kann Basis- und Stadtteilarbeit heute leisten – und wo stößt sie an ihre Grenzen?

Angesichts von Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung wollen wir auf dem Podium und mit euch diskutieren, warum der Aufbau von Strukturen und eine Verankerung vor Ort so wichtig sind, wie sich daraus Gegenmacht entwickeln lässt und mit welchen Schwierigkeiten wir dabei konfrontiert sind.

Vertreter*innen von Perspektive Solidarität Kiel, Bund der Kommunist:innen aus Berlin und organisierte autonomie Stuttgart diskutieren Erfahrungen, Erfolge und Probleme – und wie sich aus alltäglichen Kämpfen im Stadtteil die Perspektive auf eine befreite Gesellschaft entwickeln kann.


Rechtsentwicklung

Rechtsentwicklung, reaktionärer Staatsumbau und die Frage nach einer antifaschistischen Strategie – mit Gerhard Hanloser

Wann: 14:00 – 15:30 Uhr

Gerhard Hanloser wird von einem Klassenstandpunkt aus beleuchten, wo rechte Politik beginnt, welche Funktionen sie im aktuellen Kapitalismus erfüllt und warum der reaktionäre Staatsumbau weiter vorangetrieben wird. Dabei nimmt er nicht nur die AfD in den Blick: Auch CDU/CSU, SPD und Grüne treiben – mit Abschiebeoffensiven, Sicherheitsgesetzen, Sozialabbau und einer Politik gegen Lohnabhängige – die Rechtsentwicklung aktiv voran. Welche Interessen setzen sie damit durch, und wer trägt die Kosten?

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die AfD und andere rechte Kräfte einzuordnen sind: Welche politische Rolle erfüllen sie in diesen Kräfteverhältnissen? Wie real ist die Gefahr eines neuen Faschismus – und wie könnte dieser heute aussehen?

Abschließend diskutiert Hanloser die strategischen Konsequenzen: Welche Orientierungspunkte braucht eine klassenkämpferische antifaschistische Linke, um rechter Politik wirksam zu begegnen?

Gerhard Hanloser, Pädagoge und Publizist, lebt in Berlin. Er kommentiert aktuelle Ereignisse und linke Bewegungen auf seinem Blog und in diversen Zeitungen und Zeitschriften, u.a. in junge Welt, analyse und kritik, Neues Deutschland.


Krieg

Imperialismus, Krieg und die neue Weltordnung – mit Jörg Kronauer (online)

Wann: 15:30 – 17:00 Uhr

Die aktuelle Kriegspolitik ist Ausdruck tiefgreifender Umbrüche im globalen Kapitalismus und einer entstehenden multipolaren Weltordnung. Sinkende Profit- und Mehrwertraten, verschärfte Konkurrenz und geopolitische Machtkämpfe führen dazu, dass insbesondere die alten Mächte wie die USA und auch die BRD ihre Position militärisch absichern wollen.

Jörg Kronauer wird in seinem Beitrag die ökonomischen und politischen Hintergründe der aktuellen Kriegs- und Aufrüstungspolitik beleuchten. Er zeigt, wie und warum sich die Weltordnung verändert, thematisiert die Rolle der BRD, geht auf die Ursachen imperialistischer Konkurrenz ein, und erläutert warum Krieg kein Ausnahmezustand, sondern fester Bestandteil der herrschenden Ordnung ist.

Jörg Kronauer wird uns online zugeschaltet sein, es wird auch die Möglichkeit geben Fragen zu stellen.

Jörg Kronauer, ist Soziologe und freier Journalist. Er publizierte bereits diverse Bücher – u.a. „Der Aufmarsch – Vorgeschichte zum Krieg“. Er ist Redakteur des Nachrichtenportals german-foreign-policy.com und schreibt europaweit für diverse Publikationen – in Deutschland u.a. für die Junge Welt und das ND.


Rechtsentwicklung

Podium: Heute antifaschistisch kämpfen – Strategien gegen Rechtsentwicklung

Wann: 15:30 – 17:00 Uhr

In Nürnberg und vielen anderen Städten finden wöchentlich Aufmärsche von Nazis und anderen Rechten statt und die AfD gewinnt weiter an Einfluss. Zugleich tragen auch CDU/CSU, SPD und Grüne mit Abschiebeoffensiven, Stadtbild-Debatten, Aufrüstung und Sozialabbau zur gesellschaftlichen Rechtsentwicklung bei. Rechte Politik, soziale Spaltung und autoritäre Maßnahmen prägen die BRD wie ganz Europa und stellen Antifaschismus vor neue Herausforderungen.

Auf dem Podium wollen wir uns diesen Herausforderungen widmen. Neben den Gründen für das Erstarken rechter Politik wollen wir vor allem den Fragen nachgehen: Wie sollte Antifaschismus heute aussehen? Welche Rolle spielt Basisarbeit im Kampf gegen rechte Politik? Welche Ansätze gibt es, rechter Politik praktisch zu begegnen – und was können wir voneinander lernen?

Vertreter*innen der Organisierten Autonomie und von Lotta Basel (weitere Organisationen sind angefragt) diskutieren über Erfahrungen, Strategien und Perspektiven antifaschistischer Praxis.

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Sozialabbau

Sozialabbau und Klassenkampf von Oben

Wann: 15:30 – 17:00 Uhr

Der Abbau des Sozialstaates erreicht mit den Plänen zur sogenannten „Neuen Grundsicherung“ einen neuen Tiefpunkt. Sanktionen und der „Vorrang der Arbeitsvermittlung“ stehen im Vordergrund. Was bedeutet das aber bei gleichzeitigem Stellenabbau in diversen Branchen? was bedeutet das hinschlich des Kürzungswahns in der kommunalen Daseinsfürsorge? Dass die staatliche Versorgung von Arbeitslosigkeit im Kapitalismus noch nie nur die Erwerbslosen getroffen hat und immer auch ein Spiegel der gesamtökonomischen Lage war, weiß auch Judith Dellheim nur zu gut. Als gern gesehene Sprecherin bei Sozialforen und Streikkonferenzen, wird uns die promovierte Ökonomin und Referentin der Rosa Luxemburg Stiftung einen Überblick und Einschätzungen über aktuelle Strategien des Klassenkampfes von Oben geben. Natürlich soll es aber auch um Strategien der lohnabhängigen Klasse gehen, wie wir diesem effizienter begegnen können.

Mit Judith Dellheim


Abschlusspodium: Gemeinsam gegen Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung

Zum Abschluss des Tages wollen wir als Organisierte Autonomie mit Ingar Solty, Jörg Kronauer und Gerhard Hanloser über Perspektiven und Ansatzpunkte diskutieren, die über die herrschenden Verhältnisse hinausweisen.

Unter dem Eindruck der über den Tag geführten Diskussionen und Inputs zu Basis- und Stadtteilarbeit in der Praxis, zu antimilitaristischer Praxis angesichts der aktuellen Kriegs- und Aufrüstungspolitik sowie zu Strategien gegen die Rechtsentwicklung in Parlamenten, auf der Straße und in der Gesellschaft wollen wir uns die Frage stellen: Wie weiter? Wie können wir gemeinsam gegen Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung aktiv werden – und welche Ansatzpunkte gibt es bereits?

Samstag, 06.12., 20:00 Uhr , Schwarze Katze Nürnberg

ISA-Kneipe am Sa., 6.12.25 ab 20 Uhr

ISA-Kneipe
Stadtteilladen Schwarze Katze
Untere Seitenstr. 1, Nürnberg

… speziell der Krankenhäuser, führen Kundgebungen vor Krankenhäusern durch und organisieren Info-Veranstaltungen zusammen mit anderen Gruppen. Wir freuen uns über MitstreiterInnen, die ebenfalls aktiv werden wollen. Kommt vorbei, sprecht uns an!

 

Samstag, 06.12., 21:00 Uhr , Wiesenstraße 86, Nürnberg

Konferenz gegen Krieg, Sozialabbau & Rechtsentwicklung – 06. Dezember, Nürnberg

*** Frank Deppe *** Input & Diskussion zu Kriegsdienstverweigerung mit der DFG-VK *** Diskussion zur antifaschistischen Strategie *** Podium zu Stadtteil und Basisansatz ***

Warum diese Konferenz?

Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung sind die prägenden Themen unserer Zeit. Während weltweit eine neue, multipolare Ordnung entsteht, gerät der Globale Norden durch die zunehmende imperialistische Konkurrenz unter Druck und versucht seine Vorherrschaft zu behaupten – mit Sanktionen und mit der Vorbereitung auf den Krieg. Die BRD versucht in dieser Gemengelage, ihre Position als ökonomische und politische Macht zu sichern und möchte kriegstüchtig werden: mit massiver Aufrüstung, der Militarisierung der Gesellschaft auf allen Ebenen, dem Ankurbeln der Rüstungsindustrie, aber auch mit sozialem Kahlschlag.

Die Grundlage dieser Entwicklung liegt in der tiefen und mehrdimensionalen Krise des Kapitalismus. Um ihre Profite trotz dieser zu sichern, werden die Kosten über Sozialabbau, Reallohnverluste und Preissteigerungen auf die arbeitende Klasse abgewälzt. Die Folgen spüren wir alle: steigende Lebenshaltungskosten, wachsende Unsicherheit, marode Infrastruktur und die Privatisierung öffentlicher Daseinsvorsorge.

Der Staat greift dabei zunehmend repressiv ein, um die Stabilität der herrschenden Ordnung zu gewährleisten und den Anforderungen des Kapitals zu dienen. Diese Krisendynamik nützt vor allem den Monopol- und Großkonzernen, die durch staatliche Politik abgesichert werden. Kleinere Kapitalfraktionen geraten dagegen unter Druck. Frustriert über den drohenden Abstieg und aus Angst vor der Proletarisierung wenden sie sich rechter Politik zu. Diese Entwicklung wird verstärkt durch den Zuspruch vieler, die sich politisch nicht mehr repräsentiert fühlen. Dies führt zur gesellschaftlichen Rechtsentwicklung, die bei weitem nicht auf die AfD begrenzt ist, sondern sich quer durch das politische Spektrum zieht.

Was erwartet euch

Mit der Konferenz wollen wir gemeinsam mit Hilfe vertiefender Beiträge analysieren, wie diese Entwicklungen zusammenhängen – und wie wir ihnen mit der Perspektive einer Gesellschaft ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg etwas entgegensetzen können. Unser Ziel mit der Konferenz ist es, die Verbindung zwischen den Themen sichtbar zu machen und zu diskutieren, wie die verschiedenen Kämpfe – gegen Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung – zusammengeführt und gestärkt werden können: gegen die Rechtsentwicklung – auf der Straße und in der Gesellschaft, gegen Krieg und Aufrüstung, gegen Sozialraub, rassistische Gesetzesverschärfungen oder Betriebsschließungen.

Dabei setzen wir als Organisierte Autonomie darauf „dort zu kämpfen, wo das Leben ist“: auf die Verankerung in Stadtteilen, in Betrieben und Nachbarschaften. Auf eine Organisierung und kontinuierliche Politik dort, wo wir leben und arbeiten. Mit dem Ziel, die Klasse zu erreichen und die forcierte Vereinzelung der Interessen zusammenzubringen. Diesen Ansatz wollen wir neben den vertiefenden Inputs, in Podiumsdiskussionen und anderen Formaten zur Diskussion stellen. Dabei wollen wir gemeinsam mit euch und den Referent*innen diskutieren, wie wir nachhaltig und erfolgreich gegen Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung vorgehen können.

Denn wenn jetzt etwas notwendig ist, dann ist es Ungehorsam und Widerstand.

Kommt vorbei, bringt eure Erfahrungen ein, diskutiert mit uns – für eine solidarische, kämpferische Perspektive gegen Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung!

Es wird spannend!


Samstag, 06. Dezember, 11 Uhr – ca. 19 Uhr
Räumlichkeiten von DIDF Nürnberg, Wiesenstraße 86, Nürnberg

Montag, 08.12., 13:00 Uhr , Klinikum Nürnberg Nord

Mo., 8.12.25, 13-15 Uhr: 2. Kundgebung gegen Militarisierung des Gesundheitswesens am Nordklinikum

Mo., 8.12.25, 13-15 Uhr
2. Kundgebung gegen Militarisierung des Gesundheitswesens
Klinikum Nord, Nürnberg, Haupteingang, Prof. Ernst-Nathan-Str. 1

… die Beschäftigten im Gesundheitswesen mithelfen. Die Verlängerung der Arbeitszeit und Dienstverpflichtung unter der Befehlsgewalt der Bundeswehr werden konkret vorbereitet. Geld gibt es für den Bau von Bunkern unter allen großen Krankenhäusern statt für eine gute Versorgung der Patienten hier und jetzt. Wir stellen uns jeglichen Bestrebungen, das zivile Gesundheitswesen der militärischen Logik zu unterwerfen entgegen.

Freitag, 12.12., 00:00 Uhr , Rosenau Park

Gegen die Streichung von Familienleistungen – Gegen den Sozialabbau auf unsere Kosten

Die bayrische Staatsregierung unter Führung der selbsternannten Familienpartei CSU beschloss bereits ab dem 1.1.2025 die Streichung des bayrischen Familiengeldes sowie des Krippengeldes für alle Neugeborenen. Während es zunächst hieß, die Hälfte der bisherigen Unterstützung solle als bayrisches Kinderstartgeld mit einmalig 3000€ als Ersatz eingeführt werden, wurde dies nun ebenso verworfen. Das heißt, die bisherige Förderung von Familien nach Elterngeldbezug, während des 2. und 3. Lebensjahres eines Kindes, entfällt komplett. Pro Kind sind das zwischen 6000€ und 8400€. Das bedeutet ganz klar enorme Einkommenseinbußen für alle Familien in Bayern. Vor allem Lohnabhängige sind auf dieses Geld angewiesen, sofern sie nicht massive Einschnitte in ihrer Lebensführung hinnehmen wollen. Für nicht wenige Familien bedeutet die von CSU und Markus Söder getroffene Entscheidung nichts Geringeres als eine Auslieferung in die Armut. Gerade Familien mit Neugeborenen haben ohnehin mehrheitlich Einkommenseinbußen und gleichzeitig steigende Ausgaben. Dazu kommen natürlich noch die allgemeinen Teuerungen in fast allen Bereichen des täglichen Bedarfs, die uns alle Treffen. Diese Entwicklung zwingt Frauen nur weiter in wirtschaftliche Abhängigkeit von Männern und zurück in die patriarchale Kleinfamilie. Die enormen Kitagebühren in Bayern machen es nicht nur Alleinerziehenden schwer möglich, einen Platz in Krippe oder Kindergarten zu finanzieren. Die Kitagebühren sind in jedem Fall eine große Belastung für fast alle Familien. Doch als würde das nicht genügen, soll mit der Reform des sog. Bürgergeldes neben vielen negativen Auswirkungen auch noch Mütter im Leistungsbezug ab dem 1. Geburtstag ihres Kindes in Vollzeitarbeit gezwungen werden. Denn sonst drohen Sanktionen.

Die Abschaffung des bayrischen Familiengelds ist nur ein Teil des forcierten Sozialabbaus auf Kosten unserer Klasse. Sie ist kein Naturgesetz sondern politische Entscheidung der Herrschenden in der BRD als einem der reichsten Länder der Erde. Es geht darum, Druck auf uns auszuüben, um noch den schlecht bezahltesten Job unter beschissensten Bedingungen anzunehmen. Es ist nichts anderes als Klassenkampf von oben, um den immer noch steigenden Reichtum in diesem Land auf Kosten unserer Lebensbedingungen weiter zu erhöhen. Wir sehen ja, wofür Geld da ist: für eine Aufrüstung für kommende Kriege, die uns nur das Schlimmste bringen werden, für Milliardengeschänke an deutsche Großkonzerne oder die Budgeterhöhung für ein absolut unnötiges bayrisches Raumfahrtprogramm. Dieser Klassenkampf von oben ist keine neue Erscheinung. Seit über 40 Jahren wird das Sozialsystem hierzulande geschliffen. Viele von uns haben ihr Leben lang nichts anderes gehört, als dass die guten Zeiten vorbei seien und wir den Gürtel enger schnallen müssten – Von welcher guten Zeit sie in den letzten Jahren sprechen, bleibt das Geheimnis der verlogenen bürgerlichen Politiker*innen von AfD, SPD, FDP, Grünen und CDU/CSU. Wenn die Wirtschaft kriselt, beschleunigt sich die Aneignung des Reichtums bei den ohnehin schon Reichen. Bei guter Konjunktur sei aber auch nicht die Zeit, uns am Reichtum zu beteiligen, den ausschließlich unsere Klasse schafft. Verwunderlich ist das alles nicht, denn der bürgerliche Staat ist der Staat des Kapitals und dient ihrem Interesse gegen uns. Das zeigt auch der Satz, den Markus Söder aussprach, als er erklärte, das Kinderstartgeld nicht einzuführen: „Demokratie lebt von unangenehmen Entscheidungen“. Wenig überraschend, dass ihre „demokratischen“ Entscheidungen immer nur für uns unangenehm sind aber nie für Banken und Konzerne oder den durchschnittlichen reaktionären bürgerlichen Politiker in Format eines Söders. Solange wir uns nicht wehren und unbequem werden, wird sich das auch nicht ändern. Es reicht! Es wird sich schon zu lange auf unsere Kosten der Profit in die Tasche gesteckt. Es wird Zeit, ungehorsam zu werden und es nicht länger hinzunehmen. Wir wollen eine andere Gesellschaft – Eine solidarische Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Deshalb kommt am 12.12. um 15.30 Uhr zum Rosenaupark zur kinderfreundlichen Demonstration gegen die Streichung des bayrischen Familiengelds und des Kinderstartgelds. Für eine klare Absage an ihre Kürzungspolitik!

Samstag, 13.12., 22:00 Uhr

13.12. Antifa Soli-Party 13.12.

Das heilige Datum fällt heuer auf einen Samstag! Das nehmen die Crew von Tsunami Soundsystem und Farmer Sond zum Anlass, eine Soli-Party für die lokalen Antifa-Strukturen zu machen. Es erwarten euch sieben Stunden feinsten Drum ’n‘ Bass, Reggaes, Dubsteps und Dubs – garniert mit leckeren Soli-Shots. Einnahmen gehen direkt an den Solikreis zur Unterstützung der von Repression betroffenen Genoss:innen.

13.12. | 22-5 Uhr | Kunstverein | Frankenstraße 200 | Scheiß Bullen!

Donnerstag, 18.12., 19:00 Uhr , Schwarze Katze Nürnberg

Anlaufstelle der Roten Hilfe

Aufgrund des aktuell sehr hohen Repressionsaufkommen, findet außerplanmäßig am Donnerstag, 18.12.2025 eine zusätzliche Anlaufstelle der Roten Hilfe Nürnberg – Fürth Erlangen im Stadtteilladen Schwarze Katze statt. Die Termine im Dezember sind daher wie folgt: Donnerstag 11.12 & Donnerstag 18.12.

Die nächsten Anlaufstellen finden dann wieder im Januar statt.

Dienstag, 23.12., 10:00 Uhr , Osthalle Bahnhof

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung

Am Dienstag, 23.12 müssen sich zwei Genossen vor dem Amtsgericht in Schwabach wegen vermeintlicher Sachbeschädigung verteidigen. Vorgeworfen wird ihnen das sie einen Stelltisch umgeworfen haben sollen, als die Bundeswehr das Melanchton- Gymnasiums besuchte. Wir lassen die beiden natürlich nicht alleine und unterstützen ihr antimilitaristisches Engagement. Wir rufen deshalb zur solidarischen Prozessbegleitung auf.

Zugtreffpunkt nach Schwabach: 10 Uhr Osthalle Hauptbahnhof Nürnberg

Die S2 nach Roth fährt um 10:11 Uhr auf Gleis 1 ab. Seid bitte daher pünktlich um 10 Uhr dort, ggf. schon ein paar Minuten früher.

Weitere Infos findet Ihr hier: 1, 2, 3, 4, 5, 6

Montag, 05.01., 19:00 Uhr , Schwarze Katze Nürnberg

Rote Hilfe Volksküche

Monatliche Volksküche der Roten Hilfe Nürnberg – Fürth – Erlangen. Austausch, Vernetzung, Gefangenen schreiben.
Nächster Termin: 05.01.2026 ab 19 Uhr in der Schwarzen Katze.

Essen wird einige Tage vorher bekannt gegeben.

Es ist so geplant, dass es genug für Alle gibt, die gegen TMR auf der Straße waren und daher später kommen müssen. Für den Fall, dass „TMR“ wieder auf die Straße geht, wird es auch wieder einen EA geben. Von 18:30 Uhr bis eine halbe Stunde nach Ende der Veranstaltung oder so lange Leute mit polizeilichen Maßnahmen konfrontiert sind.

Selbstverständlich wird es wieder die Möglichkeit geben, Fragen zu Repression im direkten Gespräch vor Ort zu besprechen.

Alle Essenseinnahmen und Spenden des Abends werden zur Unterstützung der Arbeit der Roten Hilfe hier vor Ort verwendet.

 

Montag, 02.02., 19:00 Uhr , Schwarze Katze Nürnberg

Rote Hilfe Volksküche

Monatliche Volksküche der Roten Hilfe Nürnberg – Fürth – Erlangen. Austausch, Vernetzung, Gefangenen schreiben.
Nächster Termin: 05.01.2026 ab 19 Uhr in der Schwarzen Katze.

Essen wird einige Tage vorher bekannt gegeben.

Es ist so geplant, dass es genug für Alle gibt, die gegen TMR auf der Straße waren und daher später kommen müssen. Für den Fall, dass „TMR“ wieder auf die Straße geht, wird es auch wieder einen EA geben. Von 18:30 Uhr bis eine halbe Stunde nach Ende der Veranstaltung oder so lange Leute mit polizeilichen Maßnahmen konfrontiert sind.

Selbstverständlich wird es wieder die Möglichkeit geben, Fragen zu Repression im direkten Gespräch vor Ort zu besprechen.

Alle Essenseinnahmen und Spenden des Abends werden zur Unterstützung der Arbeit der Roten Hilfe hier vor Ort verwendet.

 

Schwarze Katze, Gostenhof
Stadtteilladen,
Volxküche,
(Aktions-)Kneipe, Anlaufstelle

Infoladen Benario, Fürth
Volxküche und Kneipe

Metroproletan
Archiv &
Bibliothek

Stadtteilzentrum DESI
Volxküche und
Kneipe

Mo, 26.10.09, 19:30 Uhr
10
Mo, 26.10.09, 19:30 Uhr

UN-Klimagipfel in Kopenhagen und die Proteste