Filed under: Arbeitskampf

Berufsverbote? Keine Geschichte von gestern!

Berufsverbote? Keine Geschichte von gestern!

Leider sind Berufsverbote so aktuell, wie eh und je. Einer der neuesten Fälle ist Luca aus Frankfurt. Luca möchte Haupt- und Realschullehrer werden. Eine gute Sache möchte man meinen, werden Fachkräfte ohne Burn-Out in diesem Bereich doch händeringend gesucht. Da Luca derzeit aber mit einem politisch motivierten Strafverfahren kämpfen muss, kann er sein Referendariat nicht antreten. Der Prozess, der auf Anfang Januar 2024 verschoben wurde, dient somit als Vorwand ihn nicht einstellen zu müssen.

Die rote Hilfe, SDAJ & DKP laden daher zu einem Gespräch mit Luca ein. Er wird uns über den Stand des Verfahrens, seinen persönlichen Kampf und den Wert der Solidarität berichten. Ebenso werden wir uns mit der Geschichte und Praxis der Berufsverbote auseinandersetzen.

Freitag, 22.12.2023 – 19 Uhr

Dialog der Kulturen

Fürther Str. 40a Nürnberg (mehr …)

drucken | 16. Dezember 2023 | Rote Hilfe - OG Nürnberg

+++ Dezentrale 28. Linke Literaturmesse +++

Liebe Besucher*innen der Linken Literaturmesse,
in diesem Jahr müssen wir notgedrungen die Messe in verschiedenen Standorten unterbringen. Auf dem Plan erkennt ihr wo alle Veranstaltungen (Künstlerhaus) und wo die Verlagsstände untergebracht sind (Baumeisterhaus und Design Office). Die Bauphase für die vorgesehenen Säle dauert nun doch deutlich länger als die Stadt, unsere Vermieterin, uns zugesagt hatte.
Entsprechend mussten wir sehr kurzfristig, zusammen mit Unterstützung des Künstlerhauses auf die Suche gehen und die bestmögliche Variante ausfindig machen, damit eine Messe überhaupt stattfinden kann. Wenn ihr euch also über die Laufwege ärgert – die Alternative wäre eine Messe ohne Verlage gewesen.

Das Baumeisterhaus befindet sich am Parkplatz hinter dem Künstlerhaus, das Design Office schräg gegenüber des Haupteingangs. Schaut bitte in beide Orte hinein.

Wir wünschen euch bereichernde Veranstaltungen, gute Einkäufe und Verständnis für die Situation in diesem Jahr, euer Vorbereitungskollektiv der linken Literaturmesse. Außerdem möchten wir euch bitten beide Messeorte aufzusuchen. Es gibt viel zu entdecken und die Verlage und Redaktionen freuen sich über euren Besuch.

PS: Die Messe wird komplett ehrenamtlich und ohne Geldgeber durchgeführt und ist auf die Solidarität der Messebesuchende angewiesen, damit sie weiterhin mit freiem Eintritt allen Interessierten zugänglich bleibt.

drucken | 30. Oktober 2023 | Metroproletan

Radio Revolution im Juli 2023

Radio Revolution. Jeden 2. Mittwoch im Monat immer ab 17 Uhr im Rahmen des Stoffwechsel auf Radio Z (95,8 MHz). Für alle, die die Sendung am 12. Juli verpasst haben, gibt es sie hier zum Nachhören auf Mixcloud.
Die Sendung befasste sich mit folgenden Themen:
1. „Skandal im Pflegeheim St. Elisabeth“. Beitrag über eine Kundgebung am 2. Juli gegen Union Busting und für Solidarität mit den Beschäftigten und dem Betriebsrat des Nürnberger Pflegeheimes St. Elisabeth
2. Interview zu einer symbolischen Umbenennung des Nürnberger Richard-Wagner-Platzes in Esther-Bejarano-Platz am 14. Juli unter dem Motto. „Wagnerdämmerung. Für eine antifaschistische Gedenkkultur.“
3. News aus Antifa und Bewegung im Raum Nürnberg/Fürth/Erlangen.

drucken | 13. Juli 2023 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Krisenfest – Gemeinsam kämpfen!

Krisenfest – Gemeinsam kämpfen!

Unter dem Motto „Krisenfest – Gemeinsam kämpfen“ ruft das Nürnberger Bündnis „Gemeinsam kämpfen – Ihre Krise: Nicht auf unserem Rücken“ zur Kundgebung unter der Theodor-Heuss-Brücke auf. Im Mittelpunkt soll stehen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das Bündnis wird von 14:00 bis 20:00 Uhr dort sein.

Kundgebung: Samstag, 15.7.2023 | 14:00 – 20:00 | unter der Theodor-Heuss-Brücke | Nürnberg

Egal ob Pandemie, Klimawandel oder Krieg: Immer sind es wir Lohnabhängigen, Erwerbslose, Rentner*innen und Solo-Selbstständigen, die die negativen Seiten der kapitalistischen Wirtschaftsweise Schultern sollen. Berufspolitiker*innen quatschen uns voll, Großkonzerne scheffeln trotz Krise so große Profite wie nie zuvor. Der Umsatz der 40 Dax-Konzerne stieg 2022 um 15,5 Prozent auf 1,8 Billionen Euro und erreichte damit den höchsten Wert seit Beginn der Auswertung. Unser Einkommen hingegen reicht oft von vorne bis hinten nicht. Nach der Pandemie und vielen Einschränkungen, müssen wir nun sehen, wie zusätzlich zu den extrem hohen Mieten unsere alltäglichen Einkäufe immer teurer werden. Das Bündnis „Gemeinsam kämpfen“ ist eine Aktion die versucht Gegenmacht von unten aufzubauen, ausgehend von und gemeinsam mit den Vielen, auf deren Rücken der Reichtum der Wenigen erwirtschaftet wird.

Vorstellung und aktueller Flugblatttext des Bündnisses

drucken | 29. Juni 2023 | redside

Sa., 1. Juli 23, 20 Uhr: ISA-Kneipe

Stadtteilladen Schwarze Katze
Untere Seitenstr. 1, Nürnberg
19-20 Uhr: Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht
ab 20 Uhr: ISA-Kneipe

In der letzten ISA-Kneipe gab es Infos aus erster Hand zu den üblen Union-Busting-Maßnahmen der Leitung des St. Elisabeth Pflegeheims in Nürnberg. In der ISA-Kneipe am 1.7. gibt es die neuesten Infos und Schilderbasteln für die anstehenden Solidaritätsaktionen.

Weitere Termine:
So., 2.7, 15 Uhr Hallplatz, Nürnberg: Im Rahmen der Fahrradtour zur Gesundheitsministerkonferenz findet eine Kundgebung statt, bei der auch das Pflegeheim St. Elisabeth Thema sein wird.
Di., 11.7., 11:30 Uhr.  – DIESER TERMIN ENTFÄLLT! –  Treffpunkt zur Prozessbeobachtung am Arbeitsgericht, Roonstr. 20, Nürnberg. Um 11:45 Uhr beginnt die Verhandlung zur fristlosen Kündigung einer Betriebsrätin des Pflegeheims St. Elisabeth. Zeigen wir unsere Solidarität.

Hier das Flugblatt zum Fall des Pflegeheims St. Elisabeth in Nürnberg als PDF-Datei

drucken | 26. Juni 2023 | Initiative solidarischer ArbeiterInnen

Auch weiterhin gilt: Flagge zeigen gegen Preissteigerungen und Lohnverlust!

Auch weiterhin gilt: Flagge zeigen gegen Preissteigerungen und Lohnverlust!

Still und leise frisst sich die Inflation Tag für Tag in etliche Haushalte. Urlaube müssen verschoben, Rechnungen jongliert werden und bei manchen ist der Kühlschrank bereits zur Mitte des Monats hin fast leer. Die Konzerne treiben derweilen die Preis-Profit-Spirale weiterhin an. Wir zahlen mehr, damit Aldi, Rewe und Co ihre Profite in Rekordhöhen treiben können. Unser Geldbeutel wird leer damit ihr Kapital mehr wird. Zur selben Zeit wird zwar sehr viel gestreikt, die Kampfbereitschaft ist so hoch wie selten zuvor aber in zermürbenden Verhandlungen werden letztendlich – ganz im Sinne der Sozialpartnerschaft – Erhöhungen erzielt, die nicht mal den Lohnverlust vergangener Zeit ausgleichen. Eine Abspeisung mit Einmalzahlungen bringt uns auf Dauer gar nichts. Dazu kommt, dass immer mehr Lohnabhängige sowieso außerhalb jedes Tarifvertrags arbeiten und selbst von den minimalen Verbesserungen nicht erreicht. Richtig fatal ist die Lage für BezieherInnen des „Bürgergeldes“ und Menschen, die mit ihrer Rente kaum noch über die Runden kommen. Für sie bleibt der Gang in den Supermarkt ein Spießrutenlauf denn nennenswerte und somit spürbare Erhöhungen haben sie nicht zu erwarten.

All das sind verdammt gute Gründe um richtig wütend zu sein! Und damit diese Wut nicht nur vereinzelt, isoliert am Küchentisch stattfindet, sondern sichtbar und somit auch zum kollektiven Thema wird, haben wir gemeinsam mit dem offenen Stadtteiltreffen Reclaim Gostenhof im März begonnen, Protestfahnen in Gostenhofer Läden, Cafés und Vereinen gegen Spende unter die Leute zu bringen. (mehr …)

drucken | 23. Juni 2023 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Über 2.500 Menschen beteiligen sich an Revolutionärer 1. Mai Demonstration in Nürnberg

Unter dem Motto „Das Neue erkämpfen! Schluss mit Krise, Krieg und Kapitalismus – Heraus zum 1. Mai!“ zogen am heutigen 1. Mai über 2.500 Menschen durch die Nürnberger Süd- und Innenstadt. Die Demonstration startete wie jedes Jahr in der Gostenhofer Hauptstraße. Bereits zum Auftakt sammelten sich sehr viele Menschen um den Reden der Bündnisgruppen zuzuhören.

In den Reden wurden unter anderem die massive Aufrüstung der Bundeswehr kritisiert, als auch das Großmachtstreben des deutschen Imperialismus. Die Notwendigkeit der Solidarität unter den Lohnabhängigen wurde in vielen Reden betont. Die Initiative Gesundheit statt Profit skandalisierte, dass die Servicekräfte des Klinikums Nürnberg, die sich die Wiedereingliederung in den Tarif öffentlicher Dienst erkämpft hatten, nun keinen Inflationsausgleich bekommen sollen. Kinder einer Gruppe der Falken, machten deutlich, wie sehr immer mehr Kinder aus lohnabhängigen Familien unter den Preissteigerungen leiden. In vielen Reden wurde auch die Notwendigkeit betont, sich zusammen zu schließen und zu organisieren.

In der Rede der organisierten autonomie (OA), von der jedes Jahr die Initiative zur revolutionären 1. Mai-Demonstration ausgeht, wurde auch ein Erfolg der eigenen Organisierungsbestrebungen verkündet. Die beiden Gruppen organisierte autonomie (OA) aus Nürnberg und Zusammen Kämpfen (ZK) aus Stuttgart haben beschlossen, gemeinsam eine städteübergreifende Organisation zu gründen. Sie wird auch den Namen organisierte autonomie (OA) tragen. (mehr …)

drucken | 1. Mai 2023 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Aufbruch – für eine revolutionäre Linke des 21. Jahrhunderts Zusammen organisiert kämpfen für die Autonomie unserer Klasse Für die soziale Revolution!

Antikapitalismus – Antifaschismus – Internationalismus – Support von Lohnkämpfen – Aktivitäten zur Unterstützung politischer Gefangener – Kämpfe gegen die Einführung von Hartz IV und andere Kürzungen wie Streichungen der sozialen Absicherung – gegen Gentrifizierung und hohe Mieten – gegen Patriarchat und Sexismus – gegen den Ausbau des repressiven Staates – gegen Rassismus und imperialistische Kriege – gegen steigende Preise und sinkende Einkommen. Darüber hinaus Schulstreiks, revolutionäre Demos zum 1. Mai, zum internationalen Frauenkampftag 8. März und vieles mehr. Seit Jahrzehnten ist im Nürnberger Stadtteil Gostenhof die organisierte autonomie (OA) aktiv und seit vielen Jahren im Stuttgarter Osten Zusammen Kämpfen (ZK). Materialistische Analyse der kapitalistischen Verhältnisse, revolutionäre Positionen und ein auf Klassenkampf orientierter Ansatz, der Basisarbeit mit Schwerpunkt im eigenen Stadtteil in den Mittelpunkt der Praxis gerückt hat, prägen das Bild. Veranstaltungen, Kampagnen, Aktionen, Kundgebungen und viele weitere Aktivitäten beider Gruppen, die sich für direkte Veränderung und langfristig für den Umsturz aller gesellschaftlichen Verhältnisse, die dazu beitragen Menschen auszubeuten und zu unterdrücken, einsetzen. Dem einen oder der anderen von euch dürfte all das sicher ein Begriff sein.

ZK und OA haben nun beschlossen, gemeinsam eine städteübergreifende Organisation zu gründen, deren klassenkämpferischer Fokus auf Praxis in Arbeiter*innenstadtteilen liegt. Einige Monate haben die Genossinnen und Genossen aus Nürnberg und Stuttgart deshalb bisher damit verbracht, gemeinsam die Grundlagen für eine solche städteübergreifende Organisationsstruktur zu schaffen. Inhaltliche, organisatorische, sowie strategische Diskussionen wurden geführt, um eine kollektive Basis für den Aufbau einer:

  • auf stabiler organisatorischer Grundlage
  • auf gemeinsamer Analyse der herrschenden Verhältnisse
  • auf gemeinsamer Strategie und Taktik
  • auf gemeinsamer revolutionärer Zielsetzung

basierenden außerparlamentarischen Organisation zu schaffen.

Geklärt wurde in dieser Zeit vieles, anderes muss weiter diskutiert werden. Mit dem folgenden Interview wollen wir im Rahmen der revolutionären 1. Mai-Demonstrationen in unseren Städten zum ersten Mal als neue städteübergreifende organisierte autonomie (OA) ins Licht der Öffentlichkeit treten.

Neue Organisation: Wieso, weshalb, warum und vor allem auch wie? Alle, die das interessiert, sollten hier weiterlesen, denn im Folgenden wird es konkreter und ihr erfahrt im Selbst-Interview mit Aktivist*innen der neuen OA mehr!

Beginnen wir mit der ersten Frage: Jahre nach der Gründung der lokalen Gruppen gibt es nun einen stadtübergreifenden Zusammenschluss unter dem Namen organisierte autonomie, wie kam es dazu? (mehr …)

drucken | 1. Mai 2023 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Organisiert kämpfen für die Autonomie unserer Klasse – Neugründung der städteübergreifenden organisierten autonomie

Hiermit wollen wir bekanntgeben, dass es nun zwei Ortsgruppen der „organisierten autonomie“ in Deutschland gibt. „Zusammen Kämpfen Stuttgart“ und die „organisierte autonomie“ aus Nürnberg haben sich unter diesem Namen nun zu einer städteübergreifenden Organisation zusammengeschlossen.

Der Weggang von lediglich lokal verankerten Gruppen hin zu einer bundesweiten Organisation ist ein wichtiger, notwendiger Schritt, insbesondere wenn man die momentane Verfassung der radikalen Linken in Deutschland betrachtet. Wir wollen mit unserem Versuch einen Beitrag zur Stärkung und gegen die Zersplitterung unserer Bewegung leisten, wie es auch schon viele Andere tun.

Die organisatorische, inhaltliche und praktische Vereinheitlichung unserer beiden Gruppen ist in letzter Konsequenz nur logisch, denn wir teilen bereits seit Jahren die gleichen Ansichten und kämpfen seit Jahren mit ähnlichen Mitteln für das selbe Ziel.

Inhaltlich stehen wir, als OA Stuttgart und Nürnberg, auf einer klassenkämpferischen, revolutionären Grundlage. Wir begreifen uns dabei als Teil der lohnabhängigen Klasse und versuchen gemeinsam mit unserer Klasse, unserer gesellschaftlichen Basis, Gegenmacht von Unten aufzubauen. Dabei liegt ein besonderer strategischer Fokus unserer Basisarbeit in beiden Städten auf Aktivitäten in proletarisch geprägten Stadtteilen. Gostenhof und Stuttgart-Ost sind dementsprechend Hauptausgangspunkte unserer politischen Aktionen. Dort existieren der Stadtteilladen „Schwarze Katze“ (Nürnberg) und das Stadtteilzentrum „Gasparitsch“ (Stuttgart) in denen wir Diskussionsveranstaltungen, Volksküchen und verschiedene aktionistische Anlaufpunkte organisieren.

Unser gemeinsamer Fokus auf Basisarbeit und insbesondere auf unsere lokale Verankerung im Stadtteil, sowie unseren gemeinsame inhaltlichen und strategischen Grundlagen, sind Gründe, warum wir uns nicht in anderen bestehenden bundesweiten Organisationen beteiligen wollten. Wir streben nach der Autonomie unserer Klasse, wir wollen die Hegemonie der bürgerlichen Ideologie brechen und revolutionäre Gegenmacht aufbauen.

Nichts desto trotz verstehen wir uns nicht als Konkurrenz zu den verschiedenen linken Projekten, sondern lediglich als Alternative mit anderer Herangehensweise.

Abschließend wollen wir betonen, dass das Zusammengehen von ZK Stuttgart und OA Nürnberg nicht als Endpunkt verstanden wird, sondern vielmehr als Anfang. Wir wollen alle Gruppen, die sich theoretisch und praktisch in unserem Ansatz repräsentiert sehen dazu einladen, sich in Gespräche mit uns zu begeben und gegebenenfalls auch Teil der „organisierten autonomie“ zu werden. Denn nur, wenn wir uns zusammenschließen, werden wir dem kapitalistischen System etwas entgegen zu setzen haben und unsere Vorstellung einer klassenlosen Gesellschaft, jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung verwirklichen können.

https://www.organisierte-autonomie.org/

drucken | 1. Mai 2023 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Sa. 22.04. 20 Uhr – Vortrag und Diskussion: „Streiken auf französisch“ im Stadtteilladen Schwarze Katze

Sa. 22.04.  20 Uhr – Vortrag und Diskussion: „Streiken auf französisch“ im Stadtteilladen Schwarze Katze

Seit Anfang des Jahres protestieren Millionen Französinnen und Franzosen auf der Straße, in Schulen und Fabriken gegen die Rentenreform der Regierung. Statt länger Lohnarbeit zu leisten, wollen sie ein besseres Leben. Woher kommt diese Massenbewegung? Was sind ihre Aktionsformen, Ziele und Durchsetzungschancen? Was lässt sich daraus lernen für aktuelle soziale Bewegungen in Deutschland? Wir diskutieren gemeinsam mit Ingrid Artus, die die Proteste vor Ort in Paris miterlebt hat. Dazu: leckeres Essen … Kommt vorbei!

Zuvor:

Sa. 22.04. 19 – Uhr: Reclaim Gostenhof_offenes Stadtteil-Treffen

Schwarze Katze, Untere Seitenstr. 1, Nbg.-Gostenhof

drucken | 12. April 2023 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Das Neue erkämpfen! Schluss mit Krise, Krieg und Kapitalismus – Heraus zum 1. Mai!

Demonstration || 1.Mai || 11:30 Uhr || Bauerngasse Ecke Gostenhofer Hauptstraße

Straßenfest || 14:30 Uhr || Müllnerstraße || Nürnberg

Die Tristesse des real existierenden Kapitalismus: sie ist Alltag für alle von uns. Glück bleibt in dieser Gesellschaft beschränkt auf kurze Momente, schnell durchbrochen durch den Zwang zur Lohnarbeit, Konkurrenz und Leistungsdruck. Die Gewalt der Verhältnisse lastet so oder so schwer auf den Angehörigen unserer Klasse. Sei es kranke Angehörige zu pflegen – trotz 40 Stunden Job, den Kindern nicht bei den Hausaufgaben helfen zu können weil die Nachtschicht zu anstrengend war; oder getrennt zu leben von den Menschen, die man liebt wegen Arbeit oder der Flucht vor Krieg und Elend. Die aktuellen Preissteigerungen verschärfen die Lebensverhältnisse der Menschen der lohnabhängigen Klasse zusätzlich und zwingen zu noch mehr Einschränkungen oder Arbeit.

All das scheint selbstverständlich, unveränderbar und wird in der Propaganda der Herrschenden als unser persönliches Verschulden dargestellt. Doch das ist es nicht. Die Verhältnisse sind bestimmt durch die Logik des Kapitalismus. Sie sind bestimmt durch den Zwang, unsere Arbeitskraft zu verkaufen, durch den Zwang zur Profitmaximierung, der dazu führt, dass Unternehmen und Konzerne über Leichen gehen um nur ein Quäntchen Extraprofit zu erwirtschaften.

Der allergrößte Teil der Menschheit ist davon ausgeschlossen, über ihre Lebensverhältnisse zu bestimmen. Das fängt dabei an, dass wir nicht mitentscheiden können, ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre, nachts nicht zu arbeiten, geht weiter, dass wir nicht gefragt werden, ob es vielleicht besser wäre, in das Bildungs-, Sozial- und Gesundheitssystem zu investieren und nicht in das Militär. Wir werden auch nicht gefragt, ob wir was dagegen haben, dass die Länder des Globalen Südens in post-kolonialer Abhängigkeit gehalten werden oder ob es nicht vielleicht besser wäre, die Ära der fossilen Energien hinter uns zu lassen.

Das alles ist keine Frage der Moral, sondern eine Frage von Macht. Denn natürlich werden wir nicht gefragt. Die Welt des Kapitalismus ist geteilt in die Klasse der Kapitalist*innen, die Wenigen, die Fabriken, Land, Medienmacht und anderes Kapital besitzen. Auf der anderen Seite steht der übergroße Teil, der nichts besitzt als seine Arbeitskraft, die er verkaufen muss. Der Teil, der nichts besitzt – also wir die Arbeiter*innenklasse – ist damit ausgeschlossen vom Reichtum, den wir Tag für Tag produzieren. Wir sind ausgeschlossen von den Entscheidungen darüber, was produziert wird und wie der Reichtum verteilt ist. Ob die Ressourcen der Welt für ein gutes, würdevolles Leben für alle verwendet werden oder ob der Kapitalismus die Scheiße hier an die Wand fährt und uns alle mitreißt.

Und diese Gefahr ist real! Die Klimakatastrophe so wie die zunehmenden kriegerischen Auseinandersetzungen bedrohen das Leben von uns allen. Ein dritter Weltkrieg ist nicht auszuschließen.

Zeit also, etwas zu ändern! Der von Krise zu Krise taumelnde Kapitalismus birgt trotzdem die Keimform des Neuen in sich! Ein würdevolles Leben für alle ist angesichts der Reichtümer der Welt, der technologischen Entwicklung und dem Potential für eine ökologische und soziale Planwirtschaft möglich. (mehr …)

drucken | 1. April 2023 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Uns treibt die Wut – Klinikstreiks gehen weiter

Uns treibt die Wut – Klinikstreiks gehen weiter

Uns treibt die Wut“, sagt Antje Hauptmann, Fachpflegekraft am Klinikum Nord. Woher diese Wut kommt? Das wissen alle, die heute zusammen auf der Straße sind. Mehr als 2000 Beschäftigte aus mittelfränkischen Kliniken treffen sich vor dem Krankenhaus im Nürnberger Norden. So viele sind es, dass die Streikwesten ausgegangen sind.

Einer der Gründe für die Wut ist das Angebot der Arbeitgeber. Statt 10.5 Prozent werden 5% geboten und das schrittweise über mehr als zwei Jahre. Dazu soll es noch eine Sonderregelung geben, nach der die Beschäftigten unter bestimmten Umständen auf Lohn verzichten sollen. Als Trostpflaster soll eine Einmalzahlung von 2500€ dienen.

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drucken | 15. März 2023 | Initiative solidarischer ArbeiterInnen

Aufruf: Unterstütze den Warnstreik im Gesundheitswesen

Aufruf: Unterstütze den Warnstreik im Gesundheitswesen

„Ihr seid eingeladen: Unterstützt den Warnstreik im Gesundheitswesen in #Nürnberg am 14.03.23 – Unser Streik hilft auch euch. Denn Personalmangel im Gesundheitswesen tötet. Kommt zwischen 8:30 und 10 Uhr zum Klinikum Nord oder um 11 Uhr zum Ge­sund­heits­mi­nis­te­rium am Ge­wer­be­mu­se­ums­platz. Kämpft mit uns für ein stabiles Ge­sund­heits­we­sen und gerechte Löhne vor allem für Ge­ring­be­schäf­tig­te. Stellt euch an die Seite all jener, die tagtäglich für euch da sind.“

Dieser Aufruf erreichte uns, den die im Arbeitskampf befindlichen Ge­sund­heits­ar­bei­ter­In­nen am Klinikum Nord stellvertretend für alle Streikenden im Ge­sund­heits­we­sen an Alle richten:

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drucken | 13. März 2023 | Initiative solidarischer ArbeiterInnen

25.02. Kundgebung 15 Uhr Jamnitzerplatz: Einkommen rauf – Preise runter! Das Ende der Bescheidenheit! Flagge zeigen gegen hohe Preise, Inflation und Patriarchat!

25.02. Kundgebung 15 Uhr Jamnitzerplatz: Einkommen rauf – Preise runter! Das Ende der Bescheidenheit! Flagge zeigen gegen hohe Preise, Inflation und Patriarchat!

Inflation, Krise, Preissteigerungen: viele Menschen hier aus dem Stadtteil müssen jeden Euro zweimal umdrehen, sich zusätzliche Jobs suchen und letztendlich doch Abstriche machen. Sei es verstärkt Angebote zu kaufen, nicht mehr essen zu gehen, den Urlaub zu streichen, den Ausflug mit den Kindern oder am Monatsende einen leeren Kühlschrank zu haben. Während unsere Reallöhne stetig sinken, lesen wir in den Schlagzeilen, dass Lebensmittel-Energie-und Immobilienkonzerne Rekordgewinne einfahren. Auf unsere Kosten!!! Wir sind stinksauer und wir sehen es nicht länger ein, alles runter zu schlucken, zuhause zu meckern und ansonsten alles stillschweigend hinzunehmen.

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drucken | 17. Februar 2023 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Gemeinsam gegen Krise und Krieg – Demo 17.12. – 14:00 Uhr Plärrer

Gegen Krise und Krieg || gemeinsam mit uns am 17.12. || um 14:00 Uhr || am Plärrer in Nürnberg || zu demonstrieren!

Gegen Krise und Krieg hilft nur,sich zusammen zu schließen und sich gemeinsam dagegen zu wehren! Auch wenn uns Vertreter*innen der herrschenden Politik vorgaukeln, dass wir durchVerzicht vorerst noch gut über die Runden kommen könnten, z. B. indem wir nicht mehr duschen und heizen sondern einen Pullover mehr anziehen und uns mit dem Waschlappen waschen. Das sind keine Lösungen, das ist blanker Hohn; solche Vorschläge sorgen dafür, dass noch mehr Druck auf der einzelnen Person lastet, dass die Probleme, die wir derzeit alle haben, individualisiert werden und wir uns weiter voneinander entfernen. In der Hoffnung das sich kein
Widerstand regt. Die bisherigen Einmalzahlungen sind nicht mehr als ein schlechter Witz und decken in keinster Weise die Mehrkosten die wir zu tragen haben, da hilft es auch nichts, dass ihr verdammtes Harz IV, das wie ein Damoklesschwert über uns schwebt, nun Bürgergeld heißt oder von der Energiekostenpauschale nach zweiMonaten nichts mehr übrig ist. (mehr …)

drucken | 4. Dezember 2022 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

AAB Solitresen mit Vortrag von Manfred Jansen „Warum Arbeit nicht mehr zum Leben reicht.“

AAB Solitresen
02.12.2022 – 19:00Uhr
Schwarze Katze – Untere Seitenstraße 1

Manfred Jansen hat zuerst als Vertrauensleutevorsitzender, dann als Betriebsratsvorsitzender eines Stuttgarter Metallbetriebes gemeinsam mit seinen Kollegen jahrelange Erfahrungen im Kampf gegen Massenentlassungen und gegen die Zerschlagung des Betriebes gesammelt. Der Kampf war am Ende erfolgreich. Seine Erfahrungen machen ihn zu einem kompetenten Referenten zum Thema Reallohnabbau.

Wir alle merken gerade, dass man für dasselbe Geld immer weniger kaufen kann. Wenn es Lohnerhöhungen dann mal gibt, dann sind diese nicht verhältnismäßig zu den steigenden Lebenserhaltungskosten – Reallohnabbau.

Manfred Jansen erklärt wie diese Entwicklung zustande kommt und sich verschärft, unter anderem auch im Zusammenhang mit dem Krieg – und warum wir nicht wegen Putin frieren.

Kommt vorbei!

Der Solitresen des Antifaschistischen Aktionsbündnisses findet an jedem ersten Freitag im Monat statt. Jedes Getränk kostet als Solibeitrag einen Euro mehr als normal. Der Erlös wird für antifaschistische Anti-Repressionsarbeit verwendet.

drucken | 28. November 2022 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) – mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt.

„Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht (mehr …)

drucken | 14. November 2022 | redside

27. Linke Literaturmesse: 04.11 – 06.11.2022

Freitag, den 04.11. bis Sonntag, den 06.11.21 || Kulturwerkstatt auf AEG, Fürther Str. 244d, Nürnberg || 27. Linke Literaturmesse

Buchvorstellungen – Lesungen – Verkaufsmesse

Der Eintritt ist frei.

Programm: www.linke-literaturmesse.org

www.facebook.com/linkeliteraturmesse

Öffnungszeiten:
Freitag: 19.00 – 22.00 Uhr
Samstag: 10.00 – 22.00 Uhr
Sonntag: 10.00 – 15.00 Uhr
veranstaltet von: Metroproletan, Archiv & Bibliothek und Gostenhofer Literatur- und Kulturverein

drucken | 11. Oktober 2022 | Metroproletan

Stadtteilclub Reclaim Gostenhof am 24.09.22 ab 20 Uhr Vortrag und Diskussion zu Inflation und Preissteigerung, ab 19:00 Uhr offenes Treffen

Stadtteilclub Reclaim Gostenhof am 24.09.22 ab 20 Uhr Vortrag und Diskussion zu Inflation und Preissteigerung, ab 19:00 Uhr offenes Treffen

Steigende Preise bei Strom, Gas und Energie, dazu teure Lebensmittel – von den horrenden Mieten ganz zu Schweigen. Das alles, damit Konzerne weiter ihre Profite sichern können. Statt steigenden Preisen und der Profitgier den Riegel vorzuschieben, verlangt die Regierung von uns auch noch per Gasumlage Geld an Unternehmen zu verschenken, während wir uns Energiespartipps von Menschen anhören müssen, die sich noch nie um ihren Wohlstand sorgen mussten. Wir sagen es reicht! Schluss mit hohen Preisen und
niedrigen Einkommen! Daher laden wir euch zu einem kurzen Vortrag und zur Diskussion in den Stadtteilclub Reclaim Gostenhof ab 20 Uhr ein. Schauen wir uns an welche Proteste es bereits gab, wo Ursachen liegen und überlegen wir uns gemeinsam wie wir uns wehren können. Für Essen ist gesorgt. Wie immer ab 19:00 Uhr offenes Treffen bei dem wir Aktivitäten planen. Wir freuen uns auf euch.

drucken | 16. September 2022 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Bericht und Bilder der Krisendemo am 10. September in Nürnberg

Bericht und Bilder der Krisendemo am 10. September in Nürnberg

In Nürnberg gab es schon zu Beginn des Jahres Kampagnen und Aktionen gegen das Abladen der Krisenkosten auf die Lohnabhängigen (z.B. „N-Ergie & Co zur Kasse bitten“ im Stadtteil Gostenhof). Am 10. September startete nun der erste Krisenprotest in diesem „heißen Herbst“ am Nürnberger Nelson-Mandela-Platz. Aufgerufen hatte eine Initiative namens „nicht allein-Initiative soziale Sicherheit“ unter dem Motto „zu hohe Preise – zu wenig Hilfe“. Auch wir als organisierte autonomie waren – auch als Teil des Bündnis „Gemeinsam kämpfen – Ihre Krise nicht auf unserem Rücken“ am Start und konnten gemeinsam mit den Falken, der SDAJ und vielen anderen dazu beitragen, dass die rund 300 Personen zählende Demo auch einen starken antikapitalistischen Ausdruck hatte. In den Reden von ver.di, des Deutschen Mieterbundes und des paritätischen Wohlfahrtverbandes wurde vor allem die dramatische Lage für viele Haushalte geschildert und eine stärkere staatliche Abfederung der Krisenlasten gefordert sowie der Zurückhaltung von Lohnforderungen eine klare Absage erteilt. Inmitten dieser Situation auch noch den Arbeitsplatz zu verlieren weil sich Konzerne auf unserem Rücken „gesund sparen“ wollen – das war das Thema des IG Metall Betriebsrat von vitesco. Hier sind immerhin über 800 ArbeiterInnen bedroht, weil weite Teile der Produktion ausgelagert werden sollen um die Profitspannen des Tech-Konzerns zu erhöhen. Neben reform-orientierten Forderungen wie einer Weiterführung des 9 € Tickets oder zumindest der Einführung des 365€ Tickets gab es auch eine Rede des sozialistischen Jugendverbandes Falken, die mit einer grundsätzlichen Gesellschaftsanalyse, treffenden Tagesforderungen und antikapitalistischer Perspektive tosenden Applaus ernteten. (mehr …)

drucken | 12. September 2022 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Filmvorführung „Der marktgerechte Mensch“. ISA-Kneipe am Samstag, 2. Juli 22

Samstag, 2. Juli 2022, 20 Uhr
Stadtteilladen Schwarze Katze, Untere Seitenstraße 1, Nürnberg

Von den Machern des Films ,Der marktgerechte Patient‘. Die Autoren zeigen die schöne neue Arbeitswelt des modernen Kapitalismus. Sie beobachten wie sich die Verschärfung des Wettbewerbs immer stärker auf den Einzelnen verlagert, was häufig zu Entsolidarisierung der Beschäftigten führt. Depression und Burnout machen Menschen, die an dieser Last und Unsicherheit zerbrechen, das Leben zur Hölle.

Doch dieser Wahnsinn ist nicht alternativlos. Der Film stellt Betriebe vor, die nach dem Prinzip des Gemeinwohls wirtschaften, Beschäftigte von Lieferdiensten, die einen Betriebsrat gründen und die Kraft der Solidarität von Menschen, die für einen Systemwandel eintreten. „Der marktgerechte Mensch“ ist ein Film, der den asozialen kapitalistischen Normalzustand hinterfragt, Mut machen will, sich einzumischen und zusammenzuschließen. Denn ein anderes Leben ist möglich.

Ab 19 Uhr: Kneipenöffnung und Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht.

drucken | 24. Juni 2022 | Initiative solidarischer ArbeiterInnen

Radio Revolution Mai 2022

In der Mai Ausgabe von Radio Revolution ist geht es um Polizeigewalt in Deutschland. Speziell anhand von dem Mord letzte Woche in Mannheim. Außerdem haben wir ein paar Veranstaltungstipps für euch.
Wie immer auch die Shortnews aus Antifa und Bewegung.

Die nächste Sendung könnt Ihr wieder am 08.06.2022 im Stoffwechsel auf Radio Z 95,8Mhz hören. Radio Revolution läuft am 2. Mittwoch im Monat zwischen 17 und 18 Uhr. Vergangene Sendungen könnt ihr euch auf https://www.mixcloud.com/RadioRevolutionNBG/ anhören.

 

drucken | 13. Mai 2022 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Entlastung jetzt – der notwendige Kampf der Krankenhausbewegung

Entlastung jetzt – der notwendige Kampf der Krankenhausbewegung

Veranstaltung: Dienstag, 03. Mai, 19 Uhr, Nachbarschaftshaus Gostenhof

Pflegenotstand, Arbeitsdruck, ein Gesundheitssystem das auf einen Kollaps zusteuert. Trotz zugespitzter Lage werden die Mahnungen der Be­schäf­tig­ten im Gesundheitswesen nicht gehört. Ihre For­de­run­gen werden auch von der neu­en Re­gie­rung missachtet. Nun sind sie in der ganzen Republik in Be­we­­gung. Was tun, um un­se­re Ziele durch­zuset­zen und auf Dauer ein Ge­­sund­heits­wesen jen­seits von Pro­fit­den­ken zu erreichen?

Es diskutieren mit uns:

  • Anja Voigt, Sprecherin der Ber­li­ner Kran­ken­haus­be­we­gung
  • Antje Hauptmann, Fachpflegekraft aus Nürnberg, Initiative Gesundheit statt Profit

(mehr …)

drucken | 3. Mai 2022 | Initiative solidarischer ArbeiterInnen

Revolutionärer 1. Mai 2022: Über 2.500 demonstrieren gegen Krieg, Aufrüstung und für die soziale Revolution!

Mehr als 2.500 Menschen beteiligten sich an der diesjährigen revolutionären 1. Mai Demonstration. Die Auftaktkundgebung startete um 11:30 in der Bauerngasse Ecke Gostenhofer Hauptstraße. Viele der über 30 Gruppen des 1. Mai Bündnis hielten am Auftakt reden.

Inhaltliches Hauptthema in diesem Jahr war klar der Krieg in der Ukraine. Hier wurde sich in verschiedenen Beiträgen für eine klare Absage an imperialistische Aggression seitens Russlands aber auch gegen Waffenlieferungen und eine Befeuerung des Konflikts durch NATO-Staaten stark gemacht. Diese inhaltlich klar antimilitaristische Stoßrichtung wurde auch durch verschiedene Schilder sowie das Hochtransparent im Frontblock mit dem Schriftzug „No War but Classwar“ untermalt. Auch die Sprechchöre der Demonstration grenzten sich klar ab, sowohl von Putin als auch der NATO. Parolen wie „Klasse gegen Klasse, Krieg dem Krieg – Kampf dem Kapital bis der Frieden siegt“ oder auch „Hoch die Internationale Solidarität“ machten deutlich, dass man in diesem, sowie allen anderen Kriegen, keine Konfliktpartei unterstützt, sondern solidarisch mit der internationalen Arbeiter*innenklasse ist und gemeinsam für ein Ende aller Kriege kämpft.

Abgesehen vom Frontblock zeigten außerdem ein Kinder- und Jugendblock der Falken, ein feministisch-antimilitaristischer Block, sowie ein Block linker kurdischer und türkischer Gruppen die Vielfalt der linken Bewegung in Nürnberg.

Die Bullen versuchten derweil die Demonstration zu behindern, wo sie nur konnten. Der Zug wurde wiederholt gestoppt, mit der Begründung die Seitentransparente wären zu nah zusammen. Trotz alledem ließ es sich der Frontblock nicht nehmen, die kämpferische Stimmung wiederholt durch Rauchtöpfe zu untermalen, außerdem wurde mit einem Hochtransparent auf die politischen Gefangenen unserer Bewegung (wie Jan, Lina, Jo und Dy) aufmerksam gemacht. Anders als in den Jahren zuvor, begleiteten die Cops die Demonstration auch bis ins Viertel Gostenhof.

Trotzdem erreichte man das internationalistische Straßenfest dann ohne Bullenbegleitung. Die Demonstrationsteilnehmer*innen konnten sich am Fest direkt mit allem was das Herz begehrt versorgen. Außerdem wird im Verlauf des Abends auch für politisches und kulturelles Programm gesorgt. So treten auf dem Straßenfest die lokalen Musikgruppen Endlich Schlechte Akustik, Hypaaktiv+, Bibi Blockwart und Extra Ordinär auf. Außerdem werden auf dem Fest noch bis in den Abend etliche Infostände, politische Ausstellungen und Kinderbetreuung angeboten.

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drucken | 1. Mai 2022 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

Als Klasse kämpfen! Heraus zum revolutionären 1. Mai 2022!

Demonstration || 1.Mai || 11:30 Uhr || Bauerngasse Ecke Gostenhofer Hauptstraße || Straßenfest || 14:30 Uhr || Müllnerstraße || Nürnberg

Eine Katastrophe jagt die nächste: Eine Pandemie, die nicht sinnvoll bekämpft wird; die Klimakatastrophe, welche unsere Existenz bedroht und nun Krieg in der Ukraine. Die Antwort darauf von Kapital und Politik ist ein knallhartes weiter so. Die bürgerlichen Regierungen sind nicht fähig, die Probleme der Welt zu bekämpfen. Nur eins ist klar: Die Profite der Konzerne sprudelten in den letzten Jahren immer weiter. So zeigt sich, was im allgemeinen Bewusstsein oft ins Hintertreffen gerät. Die Krise des Kapitalismus schreitet voran. Krise folgt auf Krise folgt auf Krise. Armut ist in Deutschland ein immer stärkeres Problem und der Lebensstandard sinkt immer weiter, da die Löhne im Schnitt gleich bleiben oder die Reallöhne durch die steigende Inflation faktisch sinken. Die imperialistische Konkurrenz zwischen China, USA, Russland und der EU sorgt für Krieg und Fluchtbewegungen. Irrationalismus und Faschismus gewinnen immer mehr an Einfluss und präsentieren sich als falsche Alternativen. Die von Menschen verursachte globale Klimakatastrophe ist längst im Alltag angekommen und die bereits spürbaren Auswirkungen lassen ahnen, was noch droht, sollte nicht entsprechend gehandelt werden. Die Lage verschärft sich für die Menschheit.

Ursache ist der Kapitalismus, ein Wirtschaftssystem, das die Gesellschaft teilt in die Wenigen, die Fabriken, Land und anderes Kapital besitzen und den übergroßen Teil derer, die nichts besitzen als ihre Arbeitskraft, die sie verkaufen müssen.

Und das sind wir, die Arbeiter*innenklasse, die ausgeschlossen ist vom Reichtum, den wir Tag für Tag produzieren. Wir sind ausgeschlossen von den Entscheidungen darüber, was produziert wird und was mit dem Reichtum passiert. (mehr …)

drucken | 4. April 2022 | organisierte autonomie (OA) Nürnberg

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Termine

Samstag, 24.02.2024

Reclaim am 24. Februar: Ob Kinder oder keine, entscheiden wir alleine!?

Bald steht der 8. März und damit der internationale Frauenkampftag an. Die Parole wird auch dann wieder gerufen und wendet sich vor allem gegen die aktuelle Regelung des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland. Doch auch darüber hinaus nimmt der bürgerliche Staat massiven Einfluss auf unsere Lebens-und Familiengestaltung. Nicht immer ist das so offensichtlich und unmittelbar wie beim Abbruch. Ökonomische Gegebenheiten spielen in der kapitalistischen Gesellschaft ebenso eine Rolle wie politische Instrumente zur Regulierung von Kinderwunsch oder Verhütung.

Neben einem Input zu diesem breiten Themenfeld, habt ihr die Möglichkeit, ganz konkrete Fragen zu Schwangerschaftsabbruch, Kinderwunsch und Co zu stellen.

Wie immer gibt es leckeres Essen und von 19 bis 20 Uhr die Möglichkeit, sich über aktuelle Stadtteil-Themen auszutauschen. Wir freuen uns auf euch.

Mittwoch, 28.02.2024

Frauen in der roten Hilfe Deutschlands

Die roten Helferinnen

Vortrag zu Frauen in der roten Hilfe Deutschlands

Mittwoch, 28.02

19 Uhr

Stadtteilladen Schwarze Katze

Untere Seitenstraße 1

Die 1924 gegründete Rote Hilfe Deutschlands (RHD) war eine KPD-nahe Solidaritätsorganisation, die politische Gefangene und ihre Familien materiell unterstützte und sich mit Kampagnen gegen staatliche Repression einsetzte. Von Anfang an spielten Frauen eine wichtige Rolle in der RHD - trotz der Mehrfachbelastungen durch Lohn- und Reproduktionsarbeit. Durch frauenspezifische Werbekampagnen und die Proteste gegen den §218 gewann die RHD immer mehr weibliche Mitglieder. Wer waren diese Frauen, und was motivierte sie? In welchen Bereichen waren sie engagiert? Wie veränderte sich das Geschlechterbild der RHD im Lauf der Jahre? Ein Vortrag der roten Hilfe Nürnberg - Fürth - Erlangen mit Silke Makowski (Hans-Litten-Archiv) und freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung Sharepic in größer und Flyer zum selber Drucken.
Samstag, 02.03.2024

GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!

Für den 2. März 2024 rufen linke und antifaschistische Gruppen aus dem Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen (darunter auch wir) zu einer Demonstration unter dem Motto: "GET ORGANZIED: Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung!" auf. Sa., 2.3.2024, 14:00 Uhr | Nelson-Mandela-Platz (das ist hinter dem Hauptbahnhof) | Nürnberg Achtet auf Ankündigungen hier, da sich an den Daten oben noch etwas ändern kann. AUFRUF zur Demonstration: Anfang Januar enthüllte die Rechercheplattform Correctiv ein Treffen von Werteunion, Großindustriellen, AfD und Neonazis. Bei diesem Treffen wurden massenhaft Deportationen von Menschen aus Deutschland geplant. Seitdem gehen deutschlandweit Millionen auf die Straße. Endlich gibt es wieder große Proteste gegen Rechts!Und trotzdem können wir es nicht dabei belassen, ab und an gegen Nazis auf die Straße zu gehen. In einer Gesellschaft, in der rassistische und antisemitische Angriffe Alltag sind, reicht es nicht, einmal auf eine Großdemonstration zu gehen: Während wir die Deportationsphantasien der AfD kritisieren, werden Menschen aus Europa abgeschoben oder sterben gar an den Außengrenzen. Auch bei Hetze und Kürzungen gegen Erwerbslose und ärmere Menschen steht die Regierung der AfD kaum nach. Jeden Tag werden Menschen aus ihren Wohnungen geworfen, weil sie sich die Miete nicht leisten können. All das ist für viele von uns bittere Realität. All das macht uns traurig, ohnmächtig und wütend. All das passiert in einer gesellschaftlichen Stimmung, in der Antifaschismus kriminalisiert und linke Proteste angegriffen werden. Die Holocaust-Überlebende Esther Bejerano sagte bereits: „Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen“, und sie hatte recht.Während Nazis auf der Straße Brandanschläge begehen und queere Jugendliche verprügeln, setzen Parlament und Regierung extrem rechte Forderungen um. Doch was tun deutsche Behörden? Sie stecken ihre Energie in den Kampf gegen linke Bewegungen. Ein lokales Beispiel sind die Razzien in Nürnberg im vergangenen Oktober: Wegen ein paar angeblicher Graffittis wurden die Wohnungen von sechs jungen Menschen durchsucht und ein Ermittlungsverfahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung eröffnet. Vorgeworfen wird ihnen unter anderem die „Verherrlichung der Antifa“. Es bleibt an uns, all dem etwas entgegenzusetzen! Lassen wir der AfD und anderen Rechten keine Ruhe, keinen Sitz im Parlament und keinen Fußbreit auf der Straße! Treten wir der Unterdrückung und Ausbeutung in dieser Gesellschaft gemeinsam entgegen – Auf allen Ebenen und mit allen Mitteln. Gemeinsam als von Rassismus Betroffene, als Queers, als Juden*Jüdinnen, als Antifaschist*innen und viele mehr. Nur gemeinsam können wir einen Umgang mit all der Trauer, der Ohnmacht und der Wut finden.Lasst uns füreinander einstehen und uns gegenseitig unterstützen. Lasst uns nicht zuschauen, wenn unsere Nachbar*innen aus ihren Wohnungen geworfen oder abgeschoben werden. Lasst uns Schluss machen mit der Vereinzelung und uns zusammenschließen. Lasst uns Räume für Solidarität und Freundi*nnenschaft schaffen und die klassenlose Gesellschaft als Antwort auf Rechtsruck, Ausbeutung und Unterdrückung aufbauen. Lasst uns nicht aufhören zu kämpfen: Für eine Welt, in der wir alle ohne Angst leben können!Kommt am 02. März mit uns auf die Straße! Gegen Rechtsruck, Ausbeutung und Vereinzelung! – Für die befreite Gesellschaft!
Samstag, 09.03.2024

Grundlagenvortrag Kritik am liberalen Feminismus am 9.03.24 um 18:00 Uhr Youth Connect Öffnung der RZN

  Wir laden euch herzlich zu unserer Youth Connect Öffnung in die Schwarze Katze ein. Anlässlich des internationalen Frauenkampftags hören wir gemeinsam einen Vortrag zur Kritik des liberalen Feminismus und wieso wir die lohnabhängige Klasse für zentral im Kampf gegen das Patriarchat betrachten. Im Anschluss ist Raum für Diskussion. Kommt gerne vorbei und lernt uns kennen. Für Essen uns Getränke ist gesorgt.   Geöffnet ab 18:00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze, untere Seitenstraße 1, 90429 Nürnberg
Mittwoch, 27.03.2024

Gesiebte Luft - 27 Jahre Freiheitsentzug

Gesiebte Luft – 27 Jahre Freiheitsentzug

Ein Gespräch mit Thomas Meyer-Falk

Mittwoch, 27.03

19 Uhr

Stadtteilladen Schwarze Katze

Untere Seitenstraße 1 Gostenhof

 

Für viele ist die Vorstellung für ihr politisches Handeln ein paar Jahre im Knast verbringen zu müssen schwer vorstellbar. Thomas verbrachte fast drei Jahrzehnte seines Lebens in verschiedenen Gefängnissen. Seit Ende August 2023 ist er wieder auf freien Fuß und muss sich nun in einer völlig anderen Welt zurechtfinden. Gemeinsam wollen wir mit ihm über seine Zeit im Knast und danach sprechen.

 

Wie steht man so etwas durch, ohne Mitgefühl und Verstand zu verlieren? Was bedeutet Freiheitsentzug eigentlich? Und welchen Wert haben Solidarität und Zusammenhalt in einer scheinbar aussichtslosen Situation?

Eine Veranstaltungsreihe der Roten Hilfe e.V. und Thomas Meyer-Falk

Publikationen

Was war los

23.02.1983
Anschlag der Roten Zora auf Lindemann, Chefarzt am ElisabethKrankenhaus in Hamburg, der sich mit Sterilisationsversuchen an Frauen und als internationale ?Fachkraft in Sterilisationsfragen in der Dritten Welt? hervorgetan hat.